Generatoren & Trafos: vom Tieflader bis zur betriebsbereiten Anlage

Wir bringen Notstromaggregate, Netzersatzanlagen und Transformatoren vom Tieflader auf das Fundament – ausgerichtet, mechanisch komplettiert und bereit für das Commissioning. Dazu der komplette Abgasstrang: Schalldämpfer, SCR-Systeme, Krümmer.

Generator am Haken: Einbringung über den Schacht – geplant bis zum letzten Zentimeter.

Notstrom ist kein Gewerk wie jedes andere

Die Notstromversorgung ist das Rückgrat jedes Rechenzentrums. Entsprechend arbeiten wir hier mit derselben Sorgfalt wie am White Space: Liftplan für jeden Hub, Ausrichtung auf den Millimeter, Dokumentation für die Abnahme.

Mit Kälteschein Kat. II im Haus arbeiten wir auch an Radiatoren und Kühlkreisläufen der Aggregate fachgerecht – und mit unserer 24/7-Rufbereitschaft bleiben die Anlagen auch nach der Montage in guten Händen.

Auf einen Blick

Generator wird per Kran am Rechenzentrum eingebracht
Autokran der 220-Tonnen-Klasse: Einbringung von Loadbanks und Generatoren im Takt.

Einbringung: der Weg vom Tieflader aufs Fundament

Die Einbringung entscheidet über das ganze Projekt: Ein Generator, der falsch steht, lässt sich später kaum korrigieren – der Motor wandert nicht mehr. Deshalb beginnt unsere Arbeit vor dem ersten Hub: Wege vermessen, Lasten prüfen, Liftplan erstellen, Zeitfenster mit der Baustelle takten.

Vom Autokran der 220-Tonnen-Klasse über Portalkrane bis zu Panzerrollen im Technikraum: Wir wählen das Hebezeug nach der Aufgabe – nicht nach dem, was gerade da ist.

Mechanische Komplettierung & Abgasstrang

Nach dem Absetzen beginnt die eigentliche Montage: ausrichten, verschrauben, Anbauteile montieren, Abgasstrang anschließen. Bei einem Frankfurter Rechenzentrum haben wir 26 SCR-Abgasreinigungssysteme in Serie montiert und aufgeständert – jeder Hub mit zwei Portalkranen und vier Kettenzügen, jedes System exakt über seinem Generator.

Schwingungsentkopplung per Flexstück, Krümmermontage, Schalldämpfer: Der Abgasstrang ist Präzisionsarbeit – und einer der Bereiche, in denen sich saubere Montage direkt in Standzeit und Grenzwerten auszahlt.

SCR-Systeme für Notstromgeneratoren vor der Montage im Rechenzentrum
SCR-System am Portalkran: Serienmontage über den Generatoren.
Loadbank hängt am Mobilkran vor dem Rechenzentrum in Frankfurt
Loadbank-Übergabe vom Tieflader zum Stellplatz: Vorbereitung für den Lasttest.

Commissioning-Unterstützung & Loadbanks

Bevor ein Rechenzentrum ans Netz geht, werden die Notstromanlagen unter Volllast getestet. Wir stellen und positionieren die Loadbanks, unterstützen die Testläufe und stehen während des Commissionings auf Abruf bereit – damit Lasttests nicht an Logistik scheitern. Mehr zu Anschluss und Funktionstests auf unserer Seite Inbetriebnahme & elektrische Arbeiten.

Wartung: damit der Notstrom kommt, wenn er muss

Ein Generator, der nie läuft, muss trotzdem immer können. Wir warten Netzersatzanlagen mechanisch, tauschen Komponenten wie Radiatoren oder Schalldämpfer und beheben Störungen – in Stillstandsfenstern, nachts oder am Wochenende.

Mehr dazu auf unserer Seite Wartung & 24/7.

Wartung an einer Netzersatzanlage im Rechenzentrum
Notstromaggregat im Technikraum: Wartung im geplanten Stillstandsfenster.

Notstrom im Rechenzentrum: das Rückgrat der Verfügbarkeit

Rechenzentren versprechen ihren Kunden Verfügbarkeiten, bei denen selbst Minuten Ausfall pro Jahr zu viel sind. Möglich macht das ein mehrstufiges Energiekonzept: Netzeinspeisung, USV-Systeme für die Sekunden nach einem Ausfall – und Netzersatzanlagen, die binnen kurzer Zeit die komplette Last übernehmen und sie notfalls tagelang tragen. Je nach Konzept sind diese Systeme redundant ausgelegt: Fällt eine Einheit aus, springt die nächste ein.

Diese Redundanz existiert aber nur auf dem Papier, wenn die Montage nicht stimmt. Ein Generator, der nicht exakt ausgerichtet ist, ein Abgasstrang, der Schwingungen überträgt, ein Kühlkreis, der unter Volllast an seine Grenzen kommt – jede dieser Nachlässigkeiten frisst im Ernstfall genau die Reserve auf, für die der Betreiber bezahlt hat.

Deshalb behandeln wir jede Notstromanlage wie das, was sie ist: die Versicherungspolice des Rechenzentrums. Montiert wird nach Herstellervorgabe und Drehmomenttabelle, ausgerichtet auf den Millimeter, dokumentiert bis zur letzten Schraube – damit die Anlage in dem einen Moment funktioniert, für den sie all die Jahre bereitsteht.

OFCI: Wenn der Betreiber liefert und wir montieren

Im Datacenter-Bau ist OFCI – Owner Furnished, Contractor Installed – das Standardmodell für Großkomponenten: Der Betreiber kauft Generatoren, Trafos oder Kühltechnik direkt beim Hersteller, die Montage übernimmt ein spezialisierter Partner auf der Baustelle. Genau diese Rolle füllen wir aus.

OFCI verlangt mehr als Muskelkraft: Anlieferungen müssen angenommen, geprüft und dokumentiert werden – inklusive Transportschadensmeldung, bevor der Tieflader vom Hof ist. Komponenten müssen fachgerecht zwischengelagert, Einbringfenster mit Hersteller, GC und Logistik getaktet, Schnittstellen zur Inbetriebnahme des Herstellers sauber definiert werden. Wer hier schludert, produziert Stillstände, an denen drei Parteien gleichzeitig verdienen könnten – oder verlieren.

Unsere Kunden schätzen an diesem Modell vor allem eines: einen Montagepartner, der mitdenkt. Wir melden, was uns an einer Lieferung auffällt, bevor es zum Problem wird, und halten die Dokumentationskette geschlossen – vom Wareneingang bis zur Übergabe an das Commissioning.

Die Einbringkette im Detail: vom Tieflader aufs Fundament

Zwischen Anlieferung und Fundament liegen bei einem Generator schnell mehrere hundert Meter – und jede Etappe hat ihre eigenen Regeln. Am Kran zählen Traglast, Ausladung und Wetterfenster. Am Einbringschacht zählen Zentimeter: Unsere dokumentierten Projekte zeigen Hübe, bei denen zwischen Last und Bauwerk kaum eine Handbreit Platz blieb. Im Gebäude übernehmen Panzerrollen und Schwerlastfahrwerke – und mit ihnen die Frage, welche Bodenlasten Estrich, Doppelboden und Geschossdecke wirklich tragen.

Wir planen diese Kette rückwärts: vom Fundament zum Tieflader. Erst wenn jeder Übergabepunkt geklärt ist – inklusive Lastverteilung, Schutzabdeckungen und Rangierflächen –, wird angeliefert. Klingt aufwendig, spart aber genau die Tage, die verloren gehen, wenn eine 20-Tonnen-Anlage vor einer Tür steht, durch die sie nicht passt.

Auf dem Fundament folgt die Königsdisziplin: ausrichten. Ein Generator, der später mit seinem SCR-System, seinen Schalldämpfern und seiner Verrohrung zusammentreffen muss, hat keinen Spielraum für „ungefähr“. Wir richten auf den Millimeter aus – weil der Motor nicht mehr wandert, wenn er einmal steht.

Abgasstrang komplett: Schalldämpfer, SCR, Krümmer

Moderne Notstromanlagen enden nicht am Motor: Der Abgasstrang entscheidet über Emissionen, Lärmschutz und Genehmigungsfähigkeit. Wir montieren ihn vollständig – von Turbo-Schalldämpfern über SCR-Abgasreinigungssysteme bis zu Krümmern und isolierten Leitungen.

Zwei dokumentierte Projekte zeigen die Bandbreite: In einem Offenbacher Rechenzentrum haben wir zwölf doppelte Turbo-Silencer eingebaut; in einem Frankfurter Datacenter 26 SCR-Systeme in Serie aufgeständert und montiert – jedes exakt über seinem Generator, angeschlossen per Flexstück zur Schwingungsentkopplung, gesichert nach dem Grundsatz der doppelten Sicherung unter schwebender Last.

Das Fachwissen dahinter: Ein SCR-System reduziert Stickoxide mit Harnstoff und macht große Dieselaggregate an dicht besiedelten Standorten überhaupt erst genehmigungsfähig. Seine Wirkung hängt an Details – dichten Verbindungen, korrekten Einbaulagen, schwingungsentkoppelten Anschlüssen. Genau die Details, für die man einen Montagepartner wählt, der sie schon in Serie gebaut hat.

Trafos und Mittelspannung: Schnittstellen ohne Grauzonen

Transformatoren gehören zu den schwersten und zugleich heikelsten Komponenten der Energieversorgung. Wir übernehmen ihre mechanische Verbringung und Aufstellung: Einbringung, Positionierung auf Fundament oder Schwingungsdämpfern, Ausrichtung und mechanische Komplettierung – mit derselben Liftplan-Disziplin wie bei jedem kritischen Hub.

Genauso klar benennen wir die Grenze: Arbeiten an der Mittelspannungsebene selbst und der Netzanschluss gehören in die Hände der dafür zugelassenen Fachbetriebe und Versorger. Diese Schnittstelle definieren wir schriftlich, bevor die erste Schraube gelöst wird – wer was bis wohin liefert, prüft und verantwortet.

Diese Ehrlichkeit hat einen Grund: In einem Markt, in dem Verfügbarkeit alles ist, sind Zuständigkeits-Grauzonen das größte Risiko. Unsere Kunden wissen lieber am ersten Tag, wo unsere Leistung endet – und bekommen dafür an jeder Schnittstelle einen Partner, der die Übergabe aktiv koordiniert, statt auf den anderen zu zeigen.

Wartungsverträge für Notstromanlagen: planbar statt reaktiv

Eine Netzersatzanlage altert auch im Stillstand: Dichtungen, Schläuche, Kühler, Batterien und Stellantriebe verschleißen, ob der Motor läuft oder nicht. Wer erst beim monatlichen Probelauf merkt, dass etwas klemmt, hat Glück gehabt – wer es beim Netzausfall merkt, nicht.

Unsere Wartungsverträge übersetzen dieses Risiko in einen Plan: feste Intervalle für Sicht- und Funktionsprüfungen, mechanische Wartung nach Herstellervorgabe, Komponententausch bevor Verschleiß zum Ausfall wird – dokumentiert in einer Anlagenhistorie, die jede Entscheidung nachvollziehbar macht. Ein dokumentiertes Beispiel: die Radiator-Reparatur an einem Notstrom-Generator in einem Offenbacher Datacenter, inklusive Drucktest – erledigt, bevor die Kühlleistung zum Problem wurde.

Und wenn es doch schnell gehen muss, greift die 24/7-Rufbereitschaft: Ein dokumentierter Notfalleinsatz begann an einem Sonntagabend mit einem defekten Aggregat und endete mit einem vollständig getauschten Notstromaggregat. Details dazu auf unserer Seite Wartung & 24/7.

Lieferketten und Terminrisiken: warum der Montagepartner früh feststehen sollte

Großkomponenten für Rechenzentren haben lange Lieferzeiten – Generatoren, Trafos und Kühlsysteme werden teils Jahre im Voraus bestellt. Umso erstaunlicher, wie spät die Montage oft vergeben wird: Wenn die Anlage bereits auf dem Schiff ist, sind die besten Einbringfenster vergeben und die Planungsspielräume klein.

Unsere Empfehlung an Betreiber und GCs: Binden Sie den Montagepartner ein, sobald die Komponenten bestellt sind. Dann lassen sich Einbringwege noch in die Bauplanung einarbeiten, Fundamentdetails mit der Montagelogik abstimmen und Anlieferfenster reservieren, solange es Auswahl gibt. Die Kosten dieser frühen Einbindung sind minimal – ihr Wert zeigt sich spätestens, wenn die erste Anlage am Tor steht.

Für kurzfristige Fälle gilt trotzdem: Wir sind es gewohnt, in laufende Projekte einzusteigen und uns schnell zu orientieren. Nur ehrlich gesagt – mit Vorlauf wird es für alle Beteiligten besser und günstiger.

Kraftstoff, Kühlung, Peripherie: die Nebensysteme der NEA

Ein Generator ist nur so zuverlässig wie seine Peripherie. Zur mechanischen Komplettierung gehören deshalb die Nebensysteme: Kraftstoffleitungen und Anbindung an die Tankanlage, Kühlkreisläufe mit Radiatoren, Pumpen und Verrohrung, Ansaug- und Abluftwege, Schwingungsdämpfer und Befestigungen, die auch beim Lastsprung halten.

Dokumentierte Praxis dazu: die Radiator-Instandsetzung an einem Notstrom-Generator inklusive Drucktest sowie Kühlkreis-Arbeiten mit der Sachkunde des Kälteschein Kat. II im Haus. Bei Neuinstallationen prüfen wir die Peripherie gegen die Herstellervorgaben – Durchflüsse, Leitungsquerschnitte, Gefälle – bevor die Anlage ihren ersten Testlauf sieht.

Der Grund für diese Gründlichkeit ist einfach: Statistisch scheitern Notstromanlagen im Ernstfall selten am Motor – sondern an Peripherie und Wartung. Beides liegt in unserer Hand, und beides nehmen wir entsprechend ernst.

Mobilkran hebt Loadbanks und Generatoren am Rechenzentrum Frankfurt ein
Containermodule am Kran: Einbringung nach Plan.

Generator, Trafo oder Loadbank zu bewegen?

Schicken Sie uns Anlagendaten und Zeitfenster – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung und einem Vorschlag für Einbringweg und Ablauf.

100 % unverbindlich & kostenfrei · Direkter Draht: +49 6106 239 25 88

Häufig gestellte Fragen

Eine Netzersatzanlage ist die Notstromversorgung eines Rechenzentrums: Dieselgeneratoren, die bei Netzausfall binnen Sekunden die Last übernehmen. Weil sie im Ernstfall funktionieren muss, gelten für Montage und Wartung dieselben Maßstäbe wie für die IT selbst – keine zweite Chance.

SCR steht für Selective Catalytic Reduction – die Abgasnachbehandlung, die Stickoxide (NOx) aus dem Generatorabgas mit Harnstoff reduziert. Wir haben in einem einzigen Datacenter 26 SCR-Systeme in Serienmontage aufgeständert und montiert – inklusive Krümmer und Anbindung.

Ja. Unsere Mechatroniker übernehmen elektrische Anschluss- und Verdrahtungsarbeiten und die mechanisch-elektrische Inbetriebnahme – bei Bedarf gemeinsam mit dem Hersteller. Mittelspannungsebene und Netzanschluss koordinieren wir mit den zuständigen Fachbetrieben. Details auf unserer Seite Inbetriebnahme & elektrische Arbeiten.

Ja. Arbeiten an Bestandsanlagen planen wir in Stillstandsfenstern oder mit abgesperrten Arbeitsbereichen – abgestimmt mit Betreiber und Generalunternehmer. Für dringende Fälle gibt es unsere 24/7-Rufbereitschaft.

Tonnenschwere Anlagen sind unser Alltag: dokumentiert sind unter anderem ein 16-Tonnen-Loadbank-Hub und die Einbringung von Generatoren und Loadbanks mit einem Autokran der 220-Tonnen-Klasse. Entscheidend ist nicht das Gewicht, sondern die Planung – dafür steht unser Lifting AP.

OFCI steht für Owner Furnished, Contractor Installed: Der Betreiber kauft Großkomponenten wie Generatoren oder Kühltechnik direkt beim Hersteller, die Montage übernimmt ein spezialisierter Partner vor Ort. Wir übernehmen in diesem Modell Annahme, Einlagerung, Einbringung, Montage und die Dokumentationskette bis zur Übergabe ans Commissioning.

Beides. Minikrane, Portale und Hebetechnik für den Innenbereich halten wir selbst vor; Autokrane bis zur 220-Tonnen-Klasse koordinieren wir über langjährige Partner – inklusive Liftplan, Einweisung und Supervision durch unseren Lifting AP. Für Sie bleibt es ein Auftrag mit einem Verantwortlichen.

Ja. Bei OFCI-Projekten stimmen wir Einbringung, mechanische Komplettierung und Schnittstellen direkt mit den Hersteller-Teams ab und arbeiten deren Inbetriebnahme zu. Herstellernamen nennen wir öffentlich grundsätzlich nicht – Diskretion gilt bei uns in beide Richtungen.

Idealerweise sobald die Großkomponenten bestellt sind: Dann können Einbringwege, Fundamente und Zeitfenster noch gestaltet statt nur verwaltet werden. Aber auch ein Einstieg in laufende Projekte ist Alltag für uns – je früher, desto besser.

Ja. Dokumentiert unter anderem beim Tausch eines Notstromaggregats und beim Rückbau von Krananlagen: Altanlage demontieren, zerlegen und der sortenreinen Entsorgung bzw. dem Recycling zuführen – inklusive Nachweisführung.