Montage im White Space: CRAH-Units, Fanwalls und Stahlbau im Takt

Wir montieren die Kühl- und Lufttechnik im Rechenzentrum – vom einzelnen CRAH-Tausch im laufenden Betrieb bis zur Serienmontage von 320 Units über alle Geschosse eines Neubaus. Dazu Stahlbau, Tragsysteme und Sonderkonstruktionen aus unserer eigenen Fertigung in Rodgau.

Fertige Fanwall im Technikgeschoss: Modul an Modul zur durchgehenden Kühlwand verbunden.

Kühltechnik-Montage vom Einzelgerät bis zur Serie

Serienmontage ist eine eigene Disziplin: Der 80. Hub muss so sauber sitzen wie der erste. Das gelingt nur mit Takt, klaren Übergabepunkten und Vermessung über die ganze Reihe – etwa mit dem Linienlaser über die volle Länge der Fanbases.

Was nicht von der Stange passt, bauen wir selbst: Unsere Werkstatt in Rodgau fertigt Unterkonstruktionen, Adapter und Sonderlösungen – kurzfristig und passgenau für die Baustelle.

Auf einen Blick

Detail: Verbindungselement zwischen Fanwall-Modulen
Das Verbindungselement zwischen zwei Modulen: Hier entscheidet sich, ob die Wand dicht schließt.

Was ist eine Fanwall?

Eine Fanwall ist eine durchgehende Kühlwand aus einzelnen CRAH-Modulen, die Stoß an Stoß auf sogenannten Fanbases stehen und mechanisch zu einer Wand verbunden werden. Sie ersetzt viele Einzelgeräte durch eine gemeinsame Luftfront – effizienter, wartungsfreundlicher, skalierbarer.

Die Montage entscheidet über die Leistung: Sitzen die Module nicht exakt in Flucht und Höhe, schließt die Wand nicht dicht – und die Anlage verliert Wirkungsgrad. Deshalb vermessen wir die Fanbases mit dem Linienlaser über die gesamte Reihenlänge, bevor die erste Unit aufgesetzt wird.

Serienmontage: der 80. Hub so sauber wie der erste

In Raunheim haben wir sämtliche 320 CRAH-Units eines Rechenzentrums über alle Geschosse montiert – dokumentiert in drei Einträgen unseres Auftragstagebuchs. Allein im Keller: 80 Units, gesetzt im Takt mit Spinnenkran und Traverse.

Serienmontage heißt für uns: feste Abläufe, feste Rollen, feste Qualitätspunkte. Jede Unit wird gleich angeschlagen, gleich gehoben, gleich ausgerichtet – Routine als Qualitätsmerkmal, nicht als Risiko.

Serienmontage von CRAH-Units im Rechenzentrum
Spinnenkran mit Traverse: eine von 320 CRAH-Units auf dem Weg auf ihre Fanbase.
Elektro-Minikran bewegt eine CRAH-Unit im Technikgang
Elektro-Minikran im Technikgang: viel Hubkraft auf wenig Raum, ohne Abgase.

Einbringung über alle Geschosse

Der Weg ist die halbe Montage: LKW, Teleskoplader oder Kran, Einbringplattform am Bauaufzug, Geschoss, Elektro-Minikran, Fanbase. Jeder Übergabepunkt dieser Kette ist geplant, jede Engstelle vorher vermessen.

Im Gebäude arbeiten wir mit emissionsfreien Elektro-Hebezeugen und konsequentem Bodenschutz – auch eine Rohbaustelle ist bei uns keine Ausrede für Kratzer im Estrich.

Stahlbau & Sonderkonstruktionen aus Rodgau

Fanbases, Aufständerungen, Adapterrahmen, Rammschutz: Vieles im White Space ist Maßarbeit. Unsere Werkstatt in Rodgau – mit Schlosserei, Dreh- und Fräsmaschine – fertigt Sonderkonstruktionen kurzfristig und liefert sie 20 Autominuten später auf die Frankfurter Baustelle.

So bleiben auch Überraschungen planbar: Wenn vor Ort ein Detail nicht passt, wird es gefertigt – nicht improvisiert.

Ventilatoren und Kaltwasser-Verrohrung in der Fanbase
Fanbases mit Ventilatoren und Kaltwasser-Verrohrung: der Unterbau der künftigen Fanwall.

Präzision als Systemeigenschaft: warum Millimeter über Effizienz entscheiden

Die Kühlung ist neben der Energieversorgung der größte Betriebskostenblock eines Rechenzentrums. Jede Undichtigkeit in einer Kühlwand, jeder Spalt zwischen zwei Modulen, jede Unit, die nicht exakt in Flucht sitzt, lässt Luft dorthin strömen, wo sie nicht arbeiten kann – und die Ventilatoren müssen es mit Drehzahl und Strom ausgleichen. Montagequalität ist hier keine Ästhetikfrage, sondern eine Betriebskostenfrage über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Deshalb beginnt bei uns jede Reihenmontage mit Vermessung: Fanbases werden mit dem Linienlaser über die gesamte Reihenlänge in Flucht und Höhe ausgerichtet, bevor die erste Unit aufgesetzt wird. Toleranzen werden nicht von Modul zu Modul weitergereicht, bis sie sich am Ende der Reihe addieren – sie werden am Anfang eliminiert.

Das Ergebnis lässt sich anfassen: Verbindungselemente, die ohne Gewalt schließen. Dichtungen, die auf ganzer Länge tragen. Und eine Wand, die auch beim 80. Modul noch aussieht wie beim ersten. Unsere Fotodokumentation hält genau das fest – nicht als Werbung, sondern als Nachweis.

Sauberkeit im White Space: Bodenschutz, Staubdisziplin, Elektrogeräte

Im White Space gelten andere Regeln als im Rohbau: Der Doppelboden trägt definierte Lasten und verzeiht keine Punktbelastung, Staub ist der natürliche Feind jeder Serverhalle, und Verbrennungsmotoren haben im Gebäude nichts verloren. Wer hier montiert, braucht mehr als Werkzeug – er braucht Disziplin.

Unsere Standards dafür sind einfach und konsequent: lückenloser Bodenschutz auf allen Transportwegen, Lastverteilung unter jedem Gerät und jeder Rolle, emissionsfreie Elektro-Hebezeuge im Innenbereich, saubere Schnittarbeitsplätze mit Absaugung, tägliches Aufräumen als Pflicht statt Kür. Ein dokumentierter CRAH-Tausch in einer laufenden Gallery zeigt das im Detail – bis zum sorgfältigen Bodenschutz vor dem ersten Maschineneinsatz.

Für Betreiber zahlt sich das doppelt aus: Die Anlage bleibt sauber – und die Freigabeprozesse werden einfacher, weil Ihr Facility-Team weiß, dass unsere Teams die Hausregeln nicht nur unterschreiben, sondern leben.

Serienmontage organisieren: Takt, Rollen, Qualitätspunkte

320 Units über alle Geschosse montiert man nicht mit Enthusiasmus, sondern mit System. Unsere Serienlogik hat drei Bausteine. Erstens der Takt: Jede Unit durchläuft dieselben Stationen – Anlieferung, Transport, Hub, Ausrichtung, Befestigung, Prüfung – in derselben Reihenfolge mit denselben Handgriffen. Zweitens die Rollen: Jeder im Team hat eine definierte Aufgabe im Takt; Übergabepunkte sind Verabredungen, keine Zurufe. Drittens die Qualitätspunkte: Nach definierten Schritten wird geprüft und dokumentiert, nicht erst am Ende der Reihe.

Dieser Ansatz macht Leistung planbar: Der Tageszählstand zeigt jedem Beteiligten – auch Ihrem Projektsteuerer –, ob das Projekt im Plan liegt. Abweichungen fallen nach Stunden auf, nicht nach Wochen. Und weil jeder Handgriff standardisiert ist, lässt sich das Tempo skalieren, ohne dass die Qualität mitwandert: Der 80. Hub sitzt so sauber wie der erste – das ist bei uns kein Slogan, sondern ein dokumentiertes Projektergebnis.

Für Hersteller und Generalunternehmer ist diese Fähigkeit bares Geld: Serienmontage im Takt heißt verlässliche Meilensteine, kalkulierbare Folgegewerke und ein Abnahmeprozess ohne Nacharbeitslisten.

Mehr als Kühlung: PDCs, Tragsysteme, Sonderstahlbau

Der White Space besteht nicht nur aus Kühltechnik. Zu unseren dokumentierten Projekten gehört die Einbringung und Aufstellung von 160 Power Distribution Cabinets in einem Rechenzentrum im Rhein-Main-Gebiet – Serienlogistik im Takt, Schrank für Schrank an seinen Platz. Dazu kommen mechanische Tragsysteme, Aufständerungen, Podeste und Rahmenkonstruktionen, auf denen Anlagen sicher stehen und gewartet werden können.

Was der Markt nicht liefert, fertigen wir selbst: Unsere Werkstatt in Rodgau baut Unterkonstruktionen, Adapterrahmen und Sonderteile nach Aufmaß – geschweißt, gebohrt, beschichtet und just in time auf der Baustelle. Bei einer dokumentierten SCR-Serienmontage entstand so die komplette Aufständerung über den Generatoren; bei anderen Projekten Rammschutz, Distanzplatten und Halterungen, die es in keinem Katalog gibt.

Diese Kombination – Serienmontage plus eigene Fertigung – löst das klassische Baustellenproblem „passt nicht“: Statt Wochen auf ein Ersatzteil zu warten, wird das passende Teil gefertigt und morgen montiert.

Arbeiten im Bestand: neben laufender IT

Nicht jedes Projekt ist ein Neubau. Genauso oft geht es um den Tausch einer defekten Unit in einer laufenden Gallery, die Nachrüstung einer Kühlreihe im Betrieb oder die Erweiterung eines Bestandsraums – Arbeiten, bei denen wenige Meter weiter produktive Systeme laufen, deren Ausfall ein Vielfaches des Auftragswerts kostet.

Dafür haben wir feste Spielregeln: abgesperrte und gekennzeichnete Arbeitsbereiche, mit dem Betreiber abgestimmte Freigabefenster, leise und emissionsfreie Verfahren, Staubschutz an jeder Schnittstelle – und die Grundregel, dass an aktiven Systemen nichts berührt wird, was nicht schriftlich freigegeben ist. Unser dokumentierter CRAH-Tausch im laufenden Betrieb zeigt den Ablauf von der Anlieferung bis zur Übergabe.

Betreiber schätzen an diesen Einsätzen vor allem die Berechenbarkeit: ein fester Ablaufplan, ein benannter Verantwortlicher vor Ort und die Gewissheit, dass unser Team im Zweifel stoppt und fragt, statt weiterzumachen und zu hoffen.

Vom Rohbau bis zur Übergabe: unsere Rolle im Bauablauf

Am wertvollsten sind wir, wenn man uns früh einbindet. In der Planungsphase prüfen wir Einbringwege, Schachtmaße, Bodenlasten und Zeitfenster – Erfahrungswerte aus Dutzenden Einbringungen, die auf dem Papier wenig kosten und auf der Baustelle Wochen sparen. Ein dokumentiertes Gegenbeispiel: ein Spinnenkran, der im Rohbau eingebracht wurde und um den das Gebäude buchstäblich zuwuchs – die Ausbringung Monate später wurde zur eigenen Ingenieuraufgabe.

In der Bauphase takten wir uns in den Gesamtablauf ein: Anlieferfenster mit der Baulogistik, Kran-Slots mit den anderen Gewerken, Montagefortschritt mit den Folgegewerken Verrohrung und Elektrik. Unser Prinzip an jeder Schnittstelle: aktiv übergeben statt passiv abwarten – mit Fotos, Protokollen und einem kurzen Gespräch, das Missverständnisse erspart.

Zur Übergabe liefern wir, was Abnahme und Betrieb brauchen: Montagedokumentation, Prüfnachweise, Fotodokumentation und eine ehrliche Restpunkteliste. So wird aus einer Montage ein abgeschlossenes Gewerk – und aus einem Erstauftrag oft der Beginn einer langen Zusammenarbeit.

Brandschutz-Infrastruktur: 240 Flaschen, ein Konzept

Zum White Space gehört auch das System, das ihn im Ernstfall rettet: die Gaslöschanlage. In einem Rechenzentrum im Raum Frankfurt haben wir die komplette Löschzentrale mechanisch errichtet – 240 Stickstoffflaschen in Reihen aufgestellt, befestigt und angeschlossen, als Montagepartner der Brandschutz-Fachfirma.

Solche Projekte zeigen ein Muster, das Herstellern und Fachfirmen wichtig ist: Wir drängen uns nicht in ihre Systemverantwortung, sondern liefern die präzise mechanische Ausführung darunter – Aufstellung, Befestigung, Verrohrungsvorbereitung – nach ihren Vorgaben und mit unserer Dokumentation. Das Fachgewerk behält die Hoheit über sein System; wir liefern die Montagequalität, auf der es aufbaut.

Dieses Montagepartner-Modell funktioniert überall dort, wo Spezialfirmen starke Produkte, aber knappe Montagekapazität haben – von Brandschutz über Abgastechnik bis Klimatechnik. Wenn Sie Hersteller oder Fachfirma sind: Genau für Sie haben wir dieses Modell entwickelt.

Zusammenarbeit mit Facility- und Betriebsteams

Nach der Übergabe beginnt das eigentliche Leben einer Anlage – und mit ihm die Zusammenarbeit mit den Menschen, die sie betreiben. Wir übergeben nicht ins Leere: Auf Wunsch weisen wir Facility-Teams in die mechanischen Eigenheiten der montierten Systeme ein, dokumentieren Wartungspunkte und Zugänge und stehen für Rückfragen zur Verfügung, wenn im Betrieb die erste Frage auftaucht.

Umgekehrt profitieren unsere Montagen vom Wissen der Betreiber: Wer die Anlage später wartet, weiß, wo Platz für den Schraubenschlüssel fehlt und welche Zugänge im Alltag wirklich genutzt werden. Diese Perspektive holen wir uns früh – eine Stunde mit dem Betriebsteam vor der Montage erspart Jahre an Ärger danach.

So entsteht aus einem Montageauftrag oft der Einstieg in die langfristige Betreuung: Wer eine Anlage aufgebaut hat, ist ihr bester Instandhalter. Unsere Seite Wartung & 24/7 beschreibt, wie dieser Übergang funktioniert.

Montageteam von Omega Mounting bringt eine CRAH-Unit ein
Übergabepunkt Einbringplattform: Jeder Handgriff sitzt.

CRAH-Units, Fanwall oder Stahlbau zu montieren?

Ob Einzeltausch oder Serienmontage: Schicken Sie uns Stückzahlen, Geschosse und Zeitfenster – wir melden uns mit einem konkreten Montagekonzept.

100 % unverbindlich & kostenfrei · Direkter Draht: +49 6106 239 25 88

Häufig gestellte Fragen

Der White Space ist die Fläche, auf der die IT steht: Serverräume und die zugehörigen Technikbereiche. Alles, was hier montiert wird – Kühltechnik, Tragsysteme, Einhausungen – arbeitet direkt an der Verfügbarkeit des Rechenzentrums. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Sauberkeit, Präzision und Dokumentation.

Beide kühlen den White Space: Eine CRAC-Einheit (Computer Room Air Conditioner) hat einen eigenen Kältekreis, eine CRAH-Einheit (Computer Room Air Handler) arbeitet mit zentral erzeugtem Kaltwasser und Ventilatoren. Moderne Rechenzentren setzen häufig auf CRAH-Units, die zu durchgehenden Fanwalls verbunden werden.

Eine Fanwall ist eine Kühlwand aus einzelnen CRAH-Modulen, die Stoß an Stoß auf Fanbases montiert und zu einer durchgehenden Wand verbunden werden. Die Montagequalität entscheidet über die Effizienz: Nur eine dicht schließende, exakt fluchtende Wand bringt die geplante Luftleistung.

Über eine dokumentierte Einbringkette: vom LKW per Teleskoplader oder Kran auf die Einbringplattform am Bauaufzug oder Gerüstturm, ins Geschoss und dort per Elektro-Minikran oder Hubwagen bis auf die Fanbase. Jeder Übergabepunkt ist geplant – so bleibt auch der 80. Hub so sauber wie der erste.

Ja. Im Bestand arbeiten wir mit abgesperrten Bereichen, Bodenschutz, abgestimmten Zeitfenstern und leisen, emissionsfreien Hebezeugen wie Elektro-Minikranen – dokumentiert ist das unter anderem bei einem CRAH-Tausch im laufenden Betrieb.

Mit konsequenter Lastverteilung und lückenlosem Bodenschutz: Fahrwege werden abgedeckt, Punktlasten über Platten verteilt, Transportgeräte nach zulässiger Flächenlast ausgewählt. Vor Arbeitsbeginn klären wir die Bodenlastgrenzen mit Betreiber oder Statik – nicht hinterher.

Ja, wir arbeiten herstellerneutral. Montiert wird nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers – vom Anschlagpunkt bis zum Anzugsmoment. Diese Neutralität ist für Betreiber und Generalunternehmer ein Vorteil: Ein Partner für alle Fabrikate im Haus.

Dann greift unsere Wareneingangsroutine: Schaden dokumentieren, fotografieren, sofort an Auftraggeber und Lieferkette melden – bevor der Transport entlastet ist. So bleiben Gewährleistung und Terminplan steuerbar, statt Wochen später über Zuständigkeiten zu diskutieren.

Als Montagepartner der jeweiligen Brandschutz-Fachfirma, ja – dokumentiert mit einer kompletten Löschzentrale mit 240 Stickstoffflaschen. Systemverantwortung und Abnahme bleiben beim Fachgewerk; wir liefern die mechanische Ausführung nach dessen Vorgaben.

Strukturiert: Änderung aufnehmen, Auswirkung auf Termin und Aufwand benennen, schriftlich abstimmen, dann umsetzen. Durch die eigene Fertigung in Rodgau können wir auf viele Änderungen schneller reagieren als der Ersatzteilmarkt.