Loadbanks und Generatoren einbringen im Datacenter Frankfurt – Lift & Shift mit 220-Tonnen-Autokran

Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub
Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub

Fünf Schwertransporte, ein 220-Tonnen-Autokran, ein langer Arbeitstag: Einbringung von Generatoren und Loadbanks von der Bordsteinkante bis zur endgültigen Position

Wenn ein Rechenzentrum seine Notstromversorgung testet und erweitert, müssen tonnenschwere Generatoren und Loadbanks exakt dorthin, wo sie gebraucht werden – oft in Bereiche, die für Standard-Logistik unerreichbar sind. Genau hier beginnt unsere Arbeit.

In einem Datacenter in Frankfurt am Main durften wir für einen weltweit führenden Anbieter mobiler Energie- und Temperaturlösungen die komplette Anlieferung, Entladung und Einbringung von Generatoren und Loadbanks übernehmen. Vom Abladen der Schwertransporte über den Aufbau des Autokrans bis zum millimetergenauen Einheben der Container in die vorgesehene Stahlkonstruktion lag der gesamte Prozess in unserer Hand.

Das Besondere an diesem Projekt: Sämtliche Hübe wurden an einem einzigen, sehr langen Arbeitstag durchgeführt – möglich nur durch detaillierte Liftplanung, einen eingespielten Ablauf und die richtige Krantechnik.

Projekt-Steckbrief

Leistung

Was ist eine Loadbank?

Eine Loadbank (Lastbank) ist eine mobile Prüfanlage, mit der die Notstromversorgung eines Rechenzentrums unter realen Bedingungen getestet wird. Sie simuliert die elektrische Last der Server und Anlagen und stellt so sicher, dass Generatoren im Ernstfall zuverlässig die volle Leistung liefern.

Für Lasttests werden Loadbanks gemeinsam mit den zugehörigen Generatoren am Standort aufgebaut und verkabelt. Da beide Komponenten als schwere Containermodule ausgeführt sind, ist ihre Einbringung eine klassische Lift-&-Shift-Aufgabe: hohe Gewichte, enge Aufstellflächen und ein Umfeld, in dem Beschädigungen ausgeschlossen sein müssen.

Gerade im Frankfurter Raum, einem der größten Datacenter-Standorte Europas, gehören solche Einsätze zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Schwerlastmontage.

Warum ist die Einbringung in einem Datacenter besonders anspruchsvoll?

Die kurze Antwort: Weil auf einer aktiven Datacenter-Baustelle nichts dem Zufall überlassen wird – jeder Hub, jeder Fahrweg und jedes Arbeitsmittel muss vorab geplant, dokumentiert und freigegeben sein.

Bei diesem Projekt kamen mehrere Faktoren zusammen:

Die Aufstellflächen und Kranpositionen wurden deshalb bereits in der Planungsphase in einer detaillierten Einbringzeichnung festgelegt – auf den Planunterlagen ist gut zu erkennen, wie eng die Flächen zwischen Tankanlage, Generatoren und Zufahrt bemessen waren.

Wie wurden die Kranhübe geplant?

Jeder einzelne Hub wurde vor dem Einsatz in Liftplänen berechnet und mit dem Betreiber abgestimmt – inklusive Lastgewichten, Ausladungen, Kranposition und Sicherheitsbereichen.

Für die Hübe kam ein Tadano ATF 220G-5 zum Einsatz, ein Autokran der 220-Tonnen-Klasse. Mit 71 Tonnen Ballast und einer Auslegerlänge von 30 Metern standen bei rund 20 Metern Ausladung noch etwa 28 Tonnen Traglast zur Verfügung – ausreichend Reserve, um die Containermodule jederzeit sicher und kontrolliert zu bewegen.

Die Liftpläne wurden digital im Auftragnehmer-Managementsystem des Betreibers hinterlegt und freigegeben. Erst nach dieser Freigabe durfte der erste Hub beginnen. Dazu gehörte auch der Nachweis der aktuellen wiederkehrenden Kranprüfung gemäß § 14 BetrSichV – im Datacenter-Umfeld wird jedes Arbeitsmittel dokumentiert und kontrolliert.

Den Aufbau des Autokrans übernahm unsere Crew selbst: Ballastierung, Abstützung und Rüstzustand wurden exakt nach Liftplan hergestellt.

Der Autokran der 220-Tonnen-Klasse mit 71 t Ballast auf der Baustelle
Der Autokran der 220-Tonnen-Klasse mit 71 t Ballast auf der Baustelle

Wie lief die Anlieferung der Generatoren und Loadbanks ab?

Die Generatoren und Loadbanks erreichten die Baustelle auf fünf Schwertransporten mit Tiefladern – getaktet, damit Entladung und Einbringung ohne Wartezeiten ineinandergreifen.

Unsere fünf Fahrer positionierten die Transporte nacheinander exakt an der geplanten Entladeposition. Auf den Fotos ist die Kolonne der Tieflader gut zu erkennen: Container an Container, bereit für den Hub. Neben den Anlagen selbst hatten wir sämtliches Material geladen, das für die Aufstellung benötigt wurde – Kabel, Verbindungselemente und Montagematerial.

Durch die enge Taktung von Transport, Kran und Rigging-Team konnte jeder Tieflader unmittelbar nach Ankunft entladen werden. So wurde aus fünf Schwertransporten, einem Kran und einem engen Zeitfenster ein durchgehender, reibungsloser Ablauf.

Wie wurden die Loadbanks millimetergenau eingehoben?

Die Containermodule wurden mit Kettengehängen angeschlagen, per Autokran über die Stahlkonstruktion geführt und zentimetergenau auf ihre Position abgesetzt – teilweise in mehreren Ebenen übereinander.

Die Nahaufnahmen zeigen, wie präzise dabei gearbeitet werden musste: Die Loadbanks schwebten unmittelbar neben der mehrstöckigen Stahl-Rahmenkonstruktion ein, in die sie eingesetzt wurden. Unsere Rigger führten die Lasten mit Taglines (Führungsleinen), um jede unkontrollierte Bewegung auszuschließen.

Für das An- und Abschlagen in der Höhe kam eine mobile Arbeitsbühne zum Einsatz. Während ein Rigger die Kettengehänge löste, sicherte ein Kollege am Boden den Bereich und hielt permanenten Kontakt zum Kranführer. Jede Bewegung erfolgte auf Kommando – langsam, kontrolliert und ohne Hektik, auch am Ende eines langen Arbeitstages.

Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub
Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub

Arbeitssicherheit und Dokumentation im Datacenter-Umfeld

Datacenter-Baustellen gehören zu den am strengsten geregelten Arbeitsumgebungen überhaupt – und genau so arbeiten wir auch.

Für dieses Projekt bedeutete das unter anderem:

Unser Datacenter-Lift-&-Shift-Manager koordinierte den gesamten Einsatz, stimmte sich laufend mit dem Kunden ab und stellte sicher, dass jeder Arbeitsschritt exakt nach Plan und Freigabe ausgeführt wurde.

Von der Bordsteinkante bis zur fertig aufgestellten Anlage

Unser Kunde musste sich um nichts kümmern: Wir übernahmen den kompletten Prozess von der Ankunft der Schwertransporte an der Bordsteinkante bis zur fertig positionierten Anlage mit allen montierten Komponenten.

Genau diese durchgängige Verantwortung ist der entscheidende Vorteil für unsere Auftraggeber. Statt mehrere Gewerke – Spedition, Kranunternehmen, Rigger, Montageteam – einzeln zu koordinieren, gibt es einen Ansprechpartner, der den gesamten Ablauf plant, steuert und verantwortet.

Unsere langjährige Erfahrung im Datacenter-Umfeld kam dem Projekt dabei unmittelbar zugute: Wir kennen die Sicherheitsprozesse, die Dokumentationsanforderungen und die Abläufe auf Rechenzentrums-Baustellen – und können dadurch auch enge Zeitfenster zuverlässig einhalten.

Warum Omega Mounting für Lift & Shift im Datacenter?

Als Montageunternehmen aus Rodgau im Rhein-Main-Gebiet sind wir auf anspruchsvolle Schwerlast- und Einbringungsprojekte spezialisiert – von der Planung bis zur fertigen Aufstellung.

Unsere Leistungen umfassen unter anderem:

Fazit

Fünf Schwertransporte, ein 220-Tonnen-Autokran, neun Mann im Einsatz – und am Ende eines langen Arbeitstages standen sämtliche Generatoren und Loadbanks exakt an ihrer Position im Frankfurter Datacenter.

Dieses Projekt zeigt, was professionelles Lift-&-Shift-Management ausmacht: präzise Liftplanung, dokumentierte Sicherheit, eingespielte Teams und die Fähigkeit, Transport, Kran und Montage zu einem nahtlosen Ablauf zu verbinden. Für unseren Kunden bedeutete das: ein einziger Ansprechpartner, ein einziger Einsatztag – und ein Ergebnis ohne Verzögerungen, Schäden oder Nacharbeiten.

Sie planen eine Einbringung oder ein Lift-&-Shift-Projekt?

Ob Datacenter, Industrieanlage oder Energietechnik: Wir übernehmen Ihr Projekt von der Bordsteinkante bis zur fertigen Aufstellung. Als Team aus Rodgau sind wir im gesamten Rhein-Main-Gebiet schnell vor Ort – ob Frankfurt, Offenbach, Hanau, Darmstadt oder Aschaffenburg – und realisieren darüber hinaus Projekte in ganz Deutschland.

Sprechen Sie uns an – jetzt Rückruftermin für Ihr Projekt anfragen.

Bildergalerie zum Einsatz

Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub
Containermodul auf dem Tieflader – bereit für den Hub

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Erzählen Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück.

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Häufig gestellte Fragen

Eine Loadbank ist eine mobile Prüfanlage, die die elektrische Last eines Rechenzentrums simuliert. Mit ihr wird getestet, ob Notstrom-Generatoren im Ernstfall zuverlässig ihre volle Leistung liefern. Für die Tests werden Loadbanks als Containermodule angeliefert und gemeinsam mit den Generatoren am Standort aufgebaut.

Die Module kommen per Schwertransport und werden mit einem Autokran entladen und auf ihre endgültige Position gehoben – bei Bedarf auch in mehrstöckige Stahlkonstruktionen. Jeder Hub wird vorab in einem Liftplan berechnet und vom Betreiber freigegeben.

Ein Lift-&-Shift-Manager plant und steuert die gesamte Einbringung: Liftpläne, Transportkoordination, Kran- und Riggingarbeiten, Sicherheitsfreigaben und die Kommunikation mit dem Betreiber. Er ist der zentrale Ansprechpartner für den Kunden und verantwortet den sicheren Ablauf vor Ort.

Das hängt von Gewicht, Ausladung und Platzverhältnissen ab. Bei diesem Projekt kam ein Tadano ATF 220G-5 der 220-Tonnen-Klasse zum Einsatz – mit 71 Tonnen Ballast und rund 28 Tonnen Traglast bei 20 Metern Ausladung. Die Auswahl erfolgt immer auf Basis des Liftplans.

Ja – mit der richtigen Vorbereitung. Getaktete Schwertransporte, ein vorab freigegebener Liftplan und ein eingespieltes Team ermöglichten bei diesem Projekt die komplette Entladung und Einbringung aller Generatoren und Loadbanks an einem langen Arbeitstag.

Ja. Unser Firmensitz liegt in Rodgau bei Frankfurt – Einsätze in Frankfurt am Main, Offenbach, Hanau, Darmstadt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet gehören zu unserem Tagesgeschäft. Durch die kurze Anfahrt sind wir auch bei engen Zeitfenstern flexibel.

Ja. Wir koordinieren und übernehmen den kompletten Prozess von der Bordsteinkante bis zur fertig aufgestellten Anlage – inklusive Schwertransport-Koordination, Entladung, Kranarbeiten, Rigging und Positionierung.

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