- Projektreport - Roboter-Demontage in einer Bio-Bäckerei bei Fulda
Roboter-Demontage in einer Bio-Bäckerei bei Fulda
Industrieroboter demontieren auf engstem Raum -
Minikran-Einsatz in einer Bio-Bäckerei bei Fulda
600-kg-Roboter am Stück ausgebaut – mit Hoeflon C6 Minikran, zentimetergenau zwischen den Förderbändern, in nur einem Tag
Ein Industrieroboter muss raus – aber er steht „im letzten Eck“ der Produktionshalle, eingebaut zwischen Förderbändern, mit wenigen Zentimetern Platz und einem engen Zeitfenster. Genau auf solche Aufgaben sind wir spezialisiert.
In einer industriellen Bio-Bäckerei bei Fulda durften wir einen Fanuc-Industrieroboter samt Basis demontieren und die Roboterzelle anschließend für den sicheren Weiterbetrieb der Anlage umbauen. Die Produktion stand nur wenige Tage still – und in diesem Fenster war neben dem Roboterausbau noch einiges mehr im Bereich umzubauen.
Der Roboter selbst musste binnen eines Tages raus. Und weil er unbeschädigt und am Stück erhalten bleiben sollte, kam ein Zerlegen nicht infrage: Es galt zu rechnen, zu kalkulieren, anzuschlagen und zu heben – über einer Produktionsanlage, die zwei Tage später wieder laufen sollte.
Projekt-Steckbrief
- Projekt: Demontage eines Industrieroboter auf engstem Raum
- Einsatzort: Industrielle Bio-Bäckerei bei Fulda
- Projektzeit: Roboterausbau an 1 Tag; Umbau der Roboterzelle in den Folgetagen – innerhalb des kurzen Produktionsstillstands
- Leistung:
- Demontage eines Fanuc-Industrieroboters (ca. 600 kg) am Stück
- Trennen aller Zuleitungen: Strom, Wasser, Druckluft
- Überbrückung des BUS-Systems für den Weiterbetrieb der Anlage
- Gefährdungsbeurteilung und Liftplan
- Kranhub mit Hoeflon C6 Minikran auf engstem Raum
- Ausbau der schweren Roboterbasis
- Umbau der Roboterzelle: Rückbau der Zugänge, eingeschweißte Verstärkungen in der Zaunanlage (WIG, Edelstahl)
- Einsatzteam: 1 Lifting Manager, 1 Kranfahrer, 2 Mechatroniker
- Projektzeit: Roboterausbau an 1 Tag; Umbau der Roboterzelle in den Folgetagen – innerhalb des kurzen Produktionsstillstands
Warum ist eine Roborter-Demontage in der Lebensmittelproduktion besonders anspruchsvoll?
Die kurze Antwort: Weil gleich drei Faktoren zusammenkommen – enge Platzverhältnisse, empfindliche Produktionstechnik und ein hartes Zeitfenster.
Der Roboter stand tief in der Anlage, umgeben von Förderbändern und Produktionstechnik. Zwischen den Anlagen blieben teilweise nur Zentimeter Platz. Ein größerer Kran hätteschlicht nicht zwischen die Produktionsanlagen gepasst.
Dazu kommt das Umfeld: In einer Bio-Bäckerei gelten strenge Hygienevorgaben. Unser Team arbeitete durchgehend mit Haarnetz und Mundschutz und hielt sämtliche Vorgaben des Betreibers ein – selbstverständlich auch bei Kran- und Schweißarbeiten.
Erster Schritt: Medien trennen und BUS-System überbrücken
Prüfung und Abklemmen der Zuleitungen am Roboter
Bevor der Kran überhaupt anrückte, trennten unsere Mechatroniker sämtliche Zuleitungen zum Roboter: Strom, Wasser und Druckluft.
Besondere Vorsicht galt den Steuerleitungen. Der Roboter war über ein BUS-System in die
Anlagensteuerung eingebunden – ein einfaches Abklemmen hätte die Kommunikation derrestlichen Anlage gestört. Deshalb erstellten wir eine Überbrückung im BUS-System, sodass die übrige Produktionsanlage nach dem Ausbau ohne den Roboter sicher weiterlaufen konnte.
Genau diese Kombination aus Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik macht solche Demontagen zu einer Aufgabe für Mechatroniker – nicht nur für Monteure.
Warum ein Hoeflon C6 Minikran?
Der Hoeflon C6 war für diesen Einsatz die perfekte Maschine – aus vier Gründen:
- Er passt durch kleine Hallentore und enge Durchfahrten.
- Er kann nahezu auf der Stelle wenden und kommt so um jede Engstelle.
- Mit ausgeklappten Abstützungen braucht er nur wenig Platz.
- Trotz Kompaktbauweise bringt er die nötige Traglast für schwere Lasten mit.
Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wie eng es tatsächlich war: Der zusammengefaltete Minikran manövrierte zwischen den Förderbändern hindurch – hier ging es um Zentimeter.
Der Hub:
600 Kg am Stück über der Produktionsanlage
Da der Roboter unbeschädigt erhalten bleiben sollte, wurde er komplett am Stück gehoben – angeschlagen mit geprüften Rundschlingen, exakt austariert und zentimeterweise über die Anlage geführt.
Die Bilder zeigen den Moment: Der Fanuc-Roboter schwebt am Ausleger des Minikrans über dem Produktionsband – jenem Band, das zwei Tage später wieder Backwaren transportieren sollte.
Ein unkontrollierter Anstoß hätte nicht nur den Roboter, sondern auch die Anlage beschädigt und den Wiederanlauf der Produktion gefährdet.
Unser Lifting Manager koordinierte jede Bewegung, der Kranfahrer führte die Last millimeterweise, die Mechatroniker sicherten und führten den Roboter bis zum sicheren Absetzen.
Die Roboterbasis:
Noch schwerer, noch enger
Nach dem Roboter kam die Basis – und die hatte es in sich. Sie war so schwer, dass ein direkter Hub an ihrer Einbauposition nicht möglich war.
Unsere Lösung: Die Basis wurde zunächst unter dem Förderband nach vorne gezogen, bis sie in einer Position lag, aus der der Minikran sie sicher aufnehmen konnte. Erst dann wurde sie angeschlagen und über das eigentliche Produktionsband gehoben.
Solche Zwischenschritte sehen auf den ersten Blick unspektakulär aus – sie sind aber genau das, was eine sichere Demontage von einer riskanten unterscheidet: Lieber ein kontrollierter Zug mehr als ein Hub am Limit.
Umbau der Roboterzelle:
Sicher zurück in den Betrieb
Mit dem Ausbau war das Projekt nicht zu Ende. In den Folgetagen bauten wir die Roboterzelle so um, dass die Produktionsanlage wieder sicher betrieben werden konnte:
- Rückbau der bisherigen Zugänge zum Roboter
- Anpassung der Schutzeinrichtungen
- Einschweißen von Verstärkungen in die Zaunanlage – im WIG-Verfahren, da Edelstahl
Gerade in der Lebensmittelproduktion ist Edelstahl Standard und WIG-Schweißen die richtige Wahl für saubere, korrosionsbeständige Nähte, die auch den Hygieneanforderungen gerecht werden.
Der Kunde war glücklich über die schnelle und sichere Umsetzung: Roboter raus, Zelle umgebaut, Produktion termingerecht wieder angelaufen.
Warum Omega Mounting für Demontagen auf engstem Raum?
Unser Leistungsspektrum für Ihren Einsatz
Als Montageunternehmen aus Rodgau sind wir auf genau solche Einsätze spezialisiert – dort, wo Standardlösungen nicht passen:
- Demontage und Verlagerung von Robotern und Produktionsanlagen
- Minikran-Einsätze auf engstem Raum (u. a. Hoeflon C6)
- Mechatroniker-Teams: Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik (inkl. BUS-Systeme) aus einer Hand
- Gefährdungsbeurteilungen und Liftpläne vor jedem Hub
- WIG-Schweißarbeiten an Edelstahl – auch in Hygienebereichen
- Arbeiten in engen Stillstandsfenstern der Produktion
Fazit: Industrieroboter demontieren auf engstem Raum
Erfahrung, die zählt
Ein 600-Kg-Roboter im letzten Eck der Halle, Zentimeter Platz zwischen den Förderbändern, ein Tag Zeit – und am Ende ein unbeschädigter Roboter, eine umgebaute Roboterzelle und eine Produktionsanlage, die pünktlich wieder angelaufen ist.
Dieses Projekt zeigt, was moderne Industriedemontage ausmacht: die richtige Krantechnik für enge Platzverhältnisse, saubere Planung mit Liftplan und Gefährdungsbeurteilung, mechatronisches Know-how bis ins BUS-System – und ein Team, das ruhig und präzise arbeitet, auch wenn es eng wird.
Sie planen eine Demontage oder Anlagenverlagerung?
Ob Industrieroboter, Produktionsanlage oder Maschinenumzug
Wir übernehmen Planung, Demontage, Kranarbeiten und Umbau – auch auf engstem Raum und in laufenden Betrieben.
Von Rodgau aus sind wir im Rhein-Main-Gebiet – Frankfurt, Offenbach, Hanau, Aschaffenburg – schnell vor Ort und deutschlandweit im Einsatz, wie hier bei Fulda.
Sprechen Sie uns an – wir bringen Ihre Anlage sicher an ihren Bestimmungsort.
100% unverbindlich & kostenfrei
Häufige Fragen (FAQ) - Fulda
Alles, was Sie über unsere Dienstleistungen wissen sollten
Wie demontiert man einen Industrieroboter?
Zuerst werden alle Medien getrennt – Strom, Wasser, Druckluft – und die Steuerungstechnik fachgerecht abgeklemmt. Ist der Roboter in ein BUS-System eingebunden, muss dieses überbrückt werden, damit die restliche Anlage weiterläuft. Danach wird der Roboter nach Liftplan angeschlagen und mit passender Krantechnik ausgehoben.
Was ist ein Minikran und wann wird er eingesetzt?
Ein Minikran wie der Hoeflon C6 ist ein kompakter Raupenkran, der durch normale Hallentore passt, auf der Stelle wenden kann und mit Abstützung nur wenig Platz braucht. Er kommt überall dort zum Einsatz, wo größere Krane nicht hinpassen – etwa zwischen Produktionsanlagen oder in engen Hallen.
Kann ein Roboter am Stück ausgebaut werden?
Ja – wenn Traglast, Anschlagpunkte und Platzverhältnisse es zulassen. Bei diesem Projekt wurde der ca. 600 Kg schwere Roboter komplett am Stück gehoben, da er unbeschädigt erhalten bleiben sollte. Grundlage dafür sind eine genaue Gewichtskalkulation, ein Liftplan und eine Gefährdungsbeurteilung.
Was passiert mit der Anlagensteuerung, wenn ein Roboter entfernt wird?
Ist der Roboter über ein BUS-System eingebunden, würde ein einfaches Abklemmen die Kommunikation der Anlage stören. Deshalb wird eine Überbrückung im BUS-System erstellt, sodass die übrigen Anlagenteile ohne den Roboter sicher weiterlaufen können.
Führt Omega Mounting auch Arbeiten in der Lebensmittelindustrie durch?
Ja. Unsere Teams arbeiten regelmäßig in Hygienebereichen der Lebensmittelproduktion – mit entsprechender Schutzausrüstung und unter Einhaltung aller Vorgaben des Betreibers. Schweißarbeiten an Edelstahl führen wir im WIG-Verfahren aus.
In welchem Umkreis ist Omega Mounting im Einsatz?
Unser Firmensitz liegt in Rodgau bei Frankfurt – im Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Aschaffenburg) sind wir besonders schnell vor Ort. Projekte wie dieses bei Fulda zeigen: Auch überregional sind wir deutschlandweit für unsere Kunden unterwegs.