CRAH-Unit tauschen: Checkliste für den laufenden Rechenzentrumsbetrieb

Von Tobias Schott  ·  Lesezeit ca. 22 Minuten  ·  Stand: Oktober 2026

Supervisor und Rigger im abgestimmten Einsatz an der Anlage
CRAH-Unit tauschen heißt: eine hohe, schwere Einheit durch enge Gassen bewegen, ohne die Nachbaranlagen zu berühren.

Eine CRAH-Unit lässt sich im laufenden Rechenzentrum tauschen, wenn Redundanz, Lastweg, Schutzmaßnahmen und die Reihenfolge der Gewerke vor dem ersten Handgriff festgelegt sind – die Hebetechnik ist dann der kleinste Teil der Aufgabe.

Sie müssen eine CRAH-Unit tauschen: Der Wärmetauscher ist defekt, der Ventilator am Ende, oder das Klimagerät passt nicht mehr zum Kühlkonzept des Rechenzentrums. Die Datenhalle – auf internationalen Baustellen der Whitespace – läuft im Live Environment weiter, also im laufenden Betrieb, die Nachbareinheiten tragen die Last, und das Wartungsfenster (Maintenance Window) für den Tausch ist knapp. Jeder Schritt muss sitzen, denn ein Fehler trifft nicht die Klimatisierung eines Büros, sondern die Kühlung laufender Server.

Als Projektleiter stehen Sie dabei zwischen Betreiber, Kältegewerk, Elektrogewerk und Montagebetrieb. Wer schaltet wann frei, wer trägt wann die Last, wer dokumentiert was – und wie kommt eine hohe, schwere Einheit durch den engen Klimagang, ohne die Nachbarunits oder den Doppelboden (Raised Floor) zu berühren? Wenn diese Fragen am Einsatztag noch offen sind, verlieren Sie Stunden Ihres Wartungsfensters.

Dieser Artikel ist die Vertiefung zu unserem Grundlagenratgeber „Montage im Rechenzentrum: was für Nachunternehmer anders ist“ und liefert Ihnen den Ablauf des Tauschs Phase für Phase: Befund, Vorbereitung, Freischaltung, Ausbau, Einbringung, Aufstellung, Übergabe. Dazu die Schutzmaßnahmen, die Bodenlastprüfung und die Abnahme – und am Ende die Checkliste, mit der Sie den Tausch mit allen Beteiligten durchgehen.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist eine CRAH-Unit?

Eine CRAH-Unit (Computer Room Air Handler) ist ein Umluftkühlgerät, das die warme Abluft der Server über einen Wärmetauscher mit Kaltwasser kühlt und als Kaltluft zurück in die Datenhalle führt – im Gegensatz zur CRAC-Unit (Computer Room Air Conditioner), die einen eigenen Kältekreislauf mit Verdichter besitzt.

CRAH-Units stehen entweder direkt in der Datenhalle an der Grenze von Kaltgang und Warmgang oder in einem Klimagang daneben, der häufig als CRAH-Gallery bezeichnet wird und zu den Technikflächen (Grayspace) zählt. Sie bestehen im Wesentlichen aus Gehäuse, Wärmetauscher mit Lamellenpaket und Kupferrohren, Ventilatoreinheit, Filtern, Regelventilen und der Steuerung. Die Einheiten sind hoch gebaut, schwer und durch Wasseranschlüsse, Kondensatablauf und Stromversorgung fest mit dem Gebäude verbunden; das Kaltwasser liefert der Kaltwassersatz (Chiller) über die Technikflächen.

Für den Tausch heißt das: Es geht nicht um ein Gerät, das man austrägt, sondern um eine Anlage, die freigeschaltet, getrennt, zerlegt, bewegt, neu positioniert und wieder angeschlossen wird – in einem Raum, der weiterläuft. Die Grundlagen dieses Arbeitens im Rechenzentrum, von Zutritt über Staubschutz (Dust Control) bis Doppelboden, finden Sie auf unserer Seite zum Datacenter-Bau.

Wann muss eine CRAH-Unit getauscht werden?

Eine CRAH-Unit wird getauscht, wenn eine Reparatur technisch nicht mehr möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, wenn die Einheit das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat oder wenn das Kühlkonzept der Halle verändert wird. Ob Sie das Klimagerät reparieren oder austauschen, entscheidet sich an Schadensbild, Ersatzteillage und Einbringweg.

Typische Auslöser

Reparieren oder tauschen?

Die Entscheidung trifft der Betreiber mit dem Kältegewerk, nicht der Montagebetrieb – nach Befundung, Schadensbild und Ersatzteillage, also der Frage, ob die Einheit obsolet ist und Teile nur noch per Nachfertigung zu bekommen wären. Was wir aus unserer Wartungs- und Instandhaltungspraxis beisteuern, ist die mechanische Einschätzung: Lässt sich das defekte Modul ausbauen, ohne die gesamte Einheit zu bewegen? Gibt es überhaupt einen Einbringweg, um die Einheit am Stück herauszubekommen? Und was kostet der Tausch an Zeit und Aufwand im Vergleich zur Reparatur – qualitativ, nicht in Zahlen.

Wie läuft der Tausch einer CRAH-Unit ab?

Erklärgrafik: CRAH Unit tauschen in sechs Phasen mit Zuständigkeiten von Betreiber, Fachgewerken und Montagebetrieb
Sechs Phasen, drei Gewerke, eine Reihenfolge – wer wann übernimmt, ist vor dem ersten Handgriff festgelegt. Grafik: Omega Mounting

Der Tausch einer CRAH-Unit läuft in sechs Phasen ab: Befund und Entscheidung, Vorbereitung, Freischaltung durch die Fachgewerke, Ausbau der alten Einheit, Einbringung und Aufstellung der neuen Einheit, Übergabe und Inbetriebnahme.

PhaseWas passiertWer ist verantwortlich
1. BefundSchaden feststellen, Reparatur oder Tausch entscheiden, Redundanz prüfenBetreiber, Kältegewerk
2. VorbereitungAufmaß, Lastweg, Hubplan, Gefährdungsbeurteilung/RAMS, Änderungsantrag, Zutrittsliste, Schutzmaterial, WartungsfensterMontagebetrieb, Projektleitung
3. FreischaltungElektrisch freischalten und gegen Wiedereinschalten sichern, Wasserseite absperren und entleeren, Kondensat trennenElektro- und Kältegewerk
4. AusbauAlte Einheit lösen, ggf. zerlegen, aus Position bewegen, abtransportierenMontagebetrieb
5. Einbringung und AufstellungNeue Einheit einbringen, positionieren, nivellieren, befestigenMontagebetrieb
6. Übergabe und InbetriebnahmeDokumentationspaket übergeben, Anschluss, Befüllung, Probelauf, RestpunktelisteMontagebetrieb, dann Fachgewerke und Betreiber

Phase 1: Befund und Entscheidung

Am Anfang steht die Frage, ob die Halle ohne diese Einheit sicher weiterläuft. Redundanz – also ausreichend Reservekühlleistung durch die übrigen Einheiten, in der Branche als N+1 (eine Einheit mehr als nötig) oder 2N (vollständig doppelt) ausgelegt – ist die Voraussetzung für jeden Tausch im laufenden Betrieb. Das prüft und bestätigt der Betreiber, in der Regel über einen Änderungsantrag (Change Request), mit dem jeder Eingriff in die laufende Technik angemeldet und genehmigt wird. Erst dann wird terminiert.

Phase 2: Vorbereitung

Die Vorbereitung ist der längste Teil des Tauschs. Wir nehmen bei einer Ortsbegehung Maß an der alten Einheit und am Lastweg, prüfen Türlichten, lichte Höhen, Kurvenradien, Aufzugstragkraft und Bodenlasten, erstellen den Hubplan und die Gefährdungsbeurteilung beziehungsweise das RAMS – das Method Statement, das in Rechenzentren Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsanweisung in einem Dokument zusammenfasst –, melden Personal für die Zutrittsliste und Maschinen zur Freigabe an und stimmen das Wartungsfenster mit allen Gewerken ab. Wie Zutritt, Sicherheitseinweisung (Induction) und Maschinenfreigabe im Rechenzentrum generell ablaufen, erklärt der Grundlagenratgeber.

Phase 3: Freischaltung

Bevor der Montagebetrieb die Einheit anfasst, haben Elektro- und Kältegewerk sie freigeschaltet: Spannungsfreiheit festgestellt und gegen Wiedereinschalten gesichert (Lockout/Tagout, LOTO – Schloss und Anhänger am Schaltorgan), Wasserseite abgesperrt und entleert, Kondensatablauf getrennt. Diese Freischaltung wird dokumentiert und mit dem Erlaubnisschein (Permit to Work) an uns übergeben – der schriftlichen Arbeitsfreigabe für einen definierten Bereich und Zeitraum. Ohne diese schriftliche Übergabe beginnen wir nicht.

Phase 4 bis 6

Ausbau, Einbringung und Übergabe behandeln die folgenden Abschnitte im Detail.

Welche Schutzmaßnahmen brauchen Boden und Nachbaranlagen?

Boden und Nachbaranlagen werden vor dem ersten Hub vollständig geschützt: Alle Lauf- und Fahrwege werden mit Schutzvlies ausgelegt und sauber abgeklebt, Nachbarunits, Kabeltrassen und Rohrleitungen werden abgedeckt oder abgeschirmt, und die Maschinen werden auf geeignete, nicht färbende Bereifung geprüft.

Bodenschutz

Schutzvlies auf dem gesamten Lastweg, an Übergängen und Stößen abgeklebt, damit nichts verrutscht und keine Kante zur Stolperstelle wird. Bei hohen Punktlasten zusätzlich Lastverteilplatten oder Hartfaserplatten, auf dem Doppelboden immer entlang der Doppelbodenstützen. Das Vlies bleibt liegen, bis das Folgegewerk übernommen hat und der Bereich gereinigt ist.

Ein Punkt, der in der Planung oft untergeht: Der Klimagang ist zugleich Fluchtweg für alle, die dort arbeiten. Der BG BAU/BAuA-Baustein „Baustelleneinrichtung – Verkehrsflächen, Transportwege, Lagerflächen und Stellflächen“ nennt für Fluchtwege, die bis zu 20 Personen nutzen, eine lichte Breite von mindestens einem Meter nach ASR A2.3. Für Sie heißt das: Zwischengeparkte Module, Verpackung und Schutzmaterial dürfen den Gang nie so verengen, dass niemand mehr an der Einheit vorbeikommt – im Hubplan steht deshalb, wo abgestellt wird und wo nicht.

Schutz der Nachbaranlagen

Die Nachbarunits laufen während des Tauschs und tragen die Kühllast. Sie werden gegen Berührung durch Hubgeräte und Lasten gesichert – durch Abstandshalter, Abdeckungen und einen Lastweg, der im Hubplan mit Sicherheitsabständen festgelegt ist. Kabeltrassen über Kopf und Rohrleitungen im Fahrweg werden markiert und, wo nötig, mechanisch geschützt. Staubschutz heißt hier auch: kein Bohren, Sägen oder Schleifen im Klimagang ohne Absaugung und Freigabe. Der BG BAU/BAuA-Baustein „Baustelleneinrichtung – Staubarmes Arbeiten“ gibt dafür die Richtung vor: Staub an der Entstehungsstelle absaugen, Arbeitsbereich abschotten, Reinigung nur mit Entstauber – trockenes Kehren oder Abblasen mit Druckluft ist nicht zulässig. Im Rechenzentrum ist das keine Formalie, denn Partikel in den Luftfiltern der Nachbarunits sind genau der Schaden, den der Tausch vermeiden soll.

Maschinen und Einweisung

Jede Maschinenbewegung erfolgt unter Einweisung des Lifting Supervisors, der verantwortlichen Person für Hebearbeiten; kein Hubgerät fährt ohne Einweiser (Banksman) durch eine Engstelle. Der Lastbereich wird abgesperrt, niemand hält sich unter oder neben der schwebenden Last auf. Vor jedem Einsatz werden Maschinen und Anschlagmittel nochmals geprüft und dokumentiert, und der Tag beginnt mit einer Kurzunterweisung (Toolbox Talk), in der Ablauf, Gefahren und Stopp-Befugnis für alle Beteiligten wiederholt werden.

Was Sie als Auftraggeber davon sehen sollten: Die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1201 (Prüfungen und Kontrollen von Arbeitsmitteln) verlangt für Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel eine wiederkehrende Prüfung mindestens einmal im Jahr und zusätzlich eine Kontrolle an jedem Arbeitstag. Lassen Sie sich die Prüfnachweise vor dem Einsatz zeigen – und wissen Sie dabei, dass eine Prüfplakette nur belegt, dass geprüft wurde, nicht, dass das Mittel heute mängelfrei ist. Deshalb gehört die Tageskontrolle in den Ablauf, nicht nur ins Prüfbuch.

Der Grund für den Austausch: beschädigter Wärmetauscher der defekten CRAH Unit
Schutzvlies auf jedem Lauf- und Fahrweg, Übergänge sauber abgeklebt – bevor die erste Rolle fährt.

Welche Bodenlasten und Transportwege sind zu prüfen?

Übersicht: Lastweg und Bodenlasten beim CRAH Unit tauschen – Prüfpunkte je Abschnitt vom Lkw bis zur Einbauposition
Der Lastweg wird vorab vermessen und gerechnet – jede Engstelle und jede Punktlast steht im Hubplan. Grafik: Omega Mounting

Zu prüfen sind der gesamte Lastweg vom Lkw bis zur Einbauposition – Entladefläche, Zugangstüren, Aufzüge, Flure, Klimagang – und an jedem Punkt dieses Wegs die zulässige Flächen- und Punktlast des Bodens.

Der Lastweg

CRAH-Units stehen selten im Erdgeschoss direkt hinter dem Tor. Typisch ist der Einbringweg über eine Entladefläche, einen Schwerlast- oder Lastenaufzug, Flure mit Brandschutztüren und schließlich den Klimagang mit seinen engen Gassen zwischen den Einheiten. Jede Engstelle wird vermessen: Türlichte, lichte Höhe, Kurvenradius und Schleppkurve, Schwellen, Gefälle. Die Abmessungen der neuen Einheit – verpackt und unverpackt – werden dagegen gehalten. Fehlen Zentimeter, wird geplant, wie die Einheit gekippt, gedreht oder zerlegt werden kann.

Bodenlasten

Für jeden Abschnitt des Lastwegs holen wir die Lastannahmen ein: Nutzlast und Punktlast des Doppelbodens, Deckenlast der Rohdecke, Aufzugstragkraft. Dann rechnen wir die tatsächliche Belastung durch Einheit plus Hubgerät plus Rollen gegen diese Werte – entscheidend ist die Bodenpressung unter jeder einzelnen Rolle, nicht das Gesamtgewicht. Zwei kompakte Hubgeräte, die eine Einheit synchron tragen, verteilen das Gewicht anders als ein einzelner Rollwagen; das muss im Hubplan stehen. Überschreitet die Punktlast den zulässigen Wert, kommen Lastverteilplatten oder eine alternative Route ins Spiel; im Zweifel bestätigt der Tragwerksplaner des Betreibers die Werte.

Dahinter steht eine Pflicht, die Ihnen die Auswahl des Montagebetriebs erleichtert: Nach TRBS 2111 Teil 1 (mobile Arbeitsmittel) ist die Eignung eines Hubgeräts für jeden einzelnen Einsatzort neu zu prüfen – gerade dann, wenn die Einsatzorte wechseln. Ein Klimagang mit Doppelboden ist ein anderer Einsatzort als eine Werkhalle. Fragen Sie deshalb nicht, ob der Betrieb „ein Hubgerät hat“, sondern ob er im Hubplan nachweist, warum dieses Gerät mit dieser Bodenpressung in diesem Gang arbeiten darf.

Aufzug

Der Aufzug ist häufig der Engpass: Aufzugstragkraft, Kabinenmaße, Türlichte und die Frage, ob die Einheit stehend oder liegend hineinpasst. Reicht der Aufzug nicht, bleibt der Weg über eine Einbringöffnung oder einen Einbringschacht per Kran – und das ist ein anderes Projekt mit anderem Vorlauf.

Wie wird die alte CRAH-Unit ausgebaut?

Die alte CRAH-Unit wird nach dokumentierter Freischaltung kontrolliert von ihren Befestigungen gelöst, Schritt für Schritt aus ihrer Position bewegt und entweder am Stück oder in Module zerlegt aus dem Klimagang transportiert.

Lösen und Sichern

Zuerst werden Verschraubungen am Sockel, Anschlussflansche, Kabel- und Rohrdurchführungen gelöst – nur die mechanischen; Wasser- und Stromanschlüsse hat das Fachgewerk zuvor getrennt. Die Einheit wird gegen Kippen gesichert, bevor die letzte Befestigung fällt. Hohe, schmale Einheiten haben eine hohe Schwerpunktlage; das bestimmt Anschlagpunkte, Anschlagmittel und Hebetechnik, und es wird vor dem eigentlichen Hub mit einem Probehub – wenige Zentimeter anheben, Lage prüfen, absetzen – kontrolliert.

Bewegen

Aus der Position heraus geht es mit Hubgeräten, Schwerlastrollen oder Rollwagen, immer unter Einweisung, immer mit Blick auf die Nachbarunits. In engen Gassen werden schwere Module wie die Ventilatoreinheit separat auf Hydraulik-Rollwagen gesichert und einzeln bewegt – das verringert Gewicht und Höhe je Transportvorgang und schont den Boden.

Zerlegen oder am Stück?

Ob die Einheit zerlegt wird, hängt vom Lastweg und vom Zustand ab. Lässt sich das Gehäuse zerstörungsfrei trennen, ist das oft die schonendste Variante. Ist die Einheit ohnehin Schrott, darf auch getrennt werden – aber nicht im Klimagang mit Funkenflug und Spänen. Trennarbeiten finden außerhalb statt oder unter Absaugung und mit Brandwache, nach Heißarbeitserlaubnis (Hot Work Permit) – dem gesonderten Erlaubnisschein für Arbeiten mit Flamme, Funken oder heißer Oberfläche, der im Rechenzentrum zusätzlich die Abschaltung der Brandmeldeanlage im betroffenen Abschnitt regelt.

Abtransport

Die alte Einheit oder ihre Module werden verpackt, auf den Lkw verladen und der Entsorgung oder dem Hersteller zugeführt. Kältemittel – falls es sich um eine Einheit mit eigenem Kältekreis handelt – darf nur von sachkundigem Personal nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung abgesaugt werden; das ist Sache des Kältegewerks, nicht der Montage.

Anschlagen in der Höhe – mit vollständiger PSA gegen Absturz
Schwere Module wie die Ventilatoreinheit werden gesichert auf Hydraulik-Rollwagen durch die Gassen bewegt.

Wie wird die neue CRAH-Unit eingebracht und ausgerichtet?

Die neue CRAH-Unit wird auf dem geprüften Lastweg eingebracht, in der Nähe der Einbauposition ausgepackt, mit Hubgeräten millimetergenau an die vorhandenen Anschlusspunkte positioniert, ausgerichtet und auf dem Sockel befestigt.

Einbringung

Vom Lkw über die Entladefläche bis zum Klimagang folgt die Einheit dem Hubplan: Entladen, auf Hubgerät oder Rollwagen übernehmen, durch Türen und Aufzug, unter Einweisung durch jede Engstelle und mit Escort – im Rechenzentrum gilt für Fremdfirmen Begleitpflicht durch den Betreiber. Verpackung wird erst dort entfernt, wo keine Partikel in die Datenhalle gelangen – nicht im Whitespace.

Positionieren

In der CRAH-Gallery entscheiden Zentimeter. Zwei synchron geführte kompakte Hubgeräte erlauben es, eine hohe Einheit gleichmäßig anzuheben und in der engen Gasse zu verfahren, ohne dass sie kippt oder die Nachbarunits berührt. Die Zielposition ist durch die vorhandenen Anschlüsse – Wasser, Kondensat, Strom, Luftführung – vorgegeben; die Einheit wird darauf eingemessen, bei langen Reihen mit Laservermessung in die Flucht der Nachbarunits.

Ausrichten und Befestigen

Nach dem Absetzen wird die Einheit nivelliert, also waagerecht ausgerichtet, damit Kondensat abläuft und Türen schließen, und auf dem Sockel oder der Unterkonstruktion verschraubt. Anzugsmomente werden, wo gefordert, im Drehmomentprotokoll festgehalten. Dann prüfen wir, ob alle Anschlussflansche in der Lage sind, die das Fachgewerk braucht – ein Zentimeter Versatz an der Wasserseite bedeutet Nacharbeit, die niemand im Wartungsfenster haben will.

Was gehört zur Abnahme und Übergabe?

Erklärgrafik: CRAH Unit tauschen – Abnahme und Übergabe in drei Schritten: Dokumentationspaket des Montagebetriebs, Anschluss durch die Fachgewerke, Probelauf und Regelbetrieb durch den Betreiber
Die mechanische Aufstellung ist übergeben, wenn jedes Dokument gegengezeichnet ist – der Tausch ist abgeschlossen, wenn die Redundanz wieder steht. Grafik: Omega Mounting

Zur Abnahme gehört die dokumentierte Übergabe (Handover) der mechanisch aufgestellten Einheit an die Fachgewerke: Position, Ausrichtung, Befestigung, Zustand der Umgebung, Fotos, Prüfnachweise und Mängelfreimeldung – offene Punkte kommen in die Restpunkteliste (Punchlist), die bis zur Abnahme abgearbeitet wird.

Übergabe des Montagebetriebs

Anschluss und Inbetriebnahme

Danach übernehmen Kälte- und Elektrogewerk: Wasserseite anschließen, befüllen, entlüften, Dichtheit prüfen; elektrischer Anschluss, Steuerung, Einbindung in die Gebäudeleittechnik. Der Betreiber führt den Probelauf durch – bei Neuanlagen als Abnahme vor Ort (SAT, Site Acceptance Test) im Rahmen des Commissionings – und nimmt die Einheit in den Regelbetrieb. Erst dann ist die Redundanz wiederhergestellt, der Änderungsantrag geschlossen – und erst dann ist der Tausch abgeschlossen.

Spinnenkran-Ausbringung aus dem Keller eines Datacenters in Raunheim
Dieser Spinnenkran hat im Keller eines Rechenzentrums in Raunheim CRAH-Units aufgestellt – und musste anschließend selbst wieder hinaus.

So machen wir das in der Praxis

Zwei Einsätze aus unserem Auftragstagebuch zeigen den Tausch und sein Umfeld im Rhein-Main-Gebiet.

CRAH-Unit in Frankfurt im laufenden Betrieb getauscht

In einem Rechenzentrum in Frankfurt haben wir eine CRAH-Unit im laufenden Betrieb getauscht. Befund: ein beschädigter Wärmetauscher, das Lamellenpaket bis auf das Kupferrohr aufgerissen – keine Reparatur vor Ort möglich. Ein Supervisor und drei erfahrene Lift-&-Shift-Rigger brauchten zwei Arbeitstage. Die neue Einheit wurde vom Lkw entladen und bis in den zweiten Stock transportiert; in den engen Gassen der CRAH-Gallery kamen zwei synchron geführte kompakte Hubgeräte zum Einsatz, mit denen die hohe Einheit millimetergenau positioniert wurde. Die defekte Einheit wurde kontrolliert aufgenommen, Schritt für Schritt aus ihrer Position bewegt und aus dem Klimagang transportiert; schwere Module wie die Ventilatoreinheit fuhren gesichert auf Hydraulik-Rollwagen durch die Gassen. Alle Lauf- und Fahrwege waren mit Schutzvlies ausgelegt und abgeklebt, der Zugang führte über mehrere gesicherte Bereiche mit Schleusen und verriegelten Türen. RAMS und detaillierte Liftpläne – mit Lastgewichten, Anschlagpunkten, Hebemitteln, Maschinenpositionen, Lastwegen und Sicherheitsabständen – lagen vor Beginn vor.

Der Spinnenkran, der CRAH-Units aufgestellt hat

In einem Rechenzentrum in Raunheim stand ein Spinnenkran im Keller, der während des Rohbaus eingebracht worden war und bis zuletzt CRAH-Units aufstellte – das Gebäude war inzwischen um ihn herum fertig. Die Ausbringung war ein eigenes Lift-&-Shift-Projekt: Der einzige Weg führte durch einen Schacht, in dem ein Bauaufzug stand, der nicht demontiert werden konnte, und im aufrechten Durchgang fehlten zwei Zentimeter. Vier Monteure haben den Spinnenkran an einem Tag aus dem Keller geholt: Aufmaß und Routenplanung durch den fertig ausgebauten Keller mit Zwischenwänden und Einbauten, Liftplan, Fahrt im Elektrobetrieb über ein langes Starkstromkabel – der Dieselmotor war im Rechenzentrum tabu –, Fahrer und Einweiser an mehreren Positionen, Kanthölzer unter dem Bauaufzug zur Lastverteilung, Schräganschlag mit verstellbarer Kette am vierstrangigen Kettengehänge gegen das Fehlmaß, Hub durch den Schacht per Turmdrehkran. Für den CRAH-Tausch zeigt das zweierlei: Welche Hebetechnik im Klimagang überhaupt arbeiten kann, hängt vom Gebäude ab – und was hineinkommt, muss auch wieder hinaus.

Steht bei Ihnen ein vergleichbarer Tausch an – in Frankfurt, Offenbach, Hanau oder anderswo im Rhein-Main-Gebiet? Dann sprechen Sie uns an: Eine Ortsbegehung im Klimagang klärt meist in einer Stunde, ob die Einheit am Stück durchpasst, welche Hubgeräte infrage kommen und wie lang das Wartungsfenster realistisch sein muss.

Was das für Ihre Rolle bedeutet

Für Einkäufer: Schreiben Sie den Tausch mit einem Leistungsverzeichnis aus, dessen Positionstexte Hubplan, RAMS, Schutzmaßnahmen und Dokumentationspaket als eigene Positionen führen – sonst vergleichen Sie Angebote, die Unterschiedliches enthalten. Legen Sie in einer Schnittstellenliste fest, was bauseits kommt (Freischaltung, Redundanznachweis, Zutritt, Aufzug) und was Kälte- und Elektrogewerk liefern, und nehmen Sie Wartezeiten durch Schleusen oder verschobene Wartungsfenster als Bedarfsposition auf, damit sie nicht als Nachtrag kommen. Als Eignungsnachweis zählen Referenzen für Tauscharbeiten im laufenden Betrieb, die Qualifikation der verantwortlichen Person für Hebearbeiten und die Prüfnachweise der Hebetechnik.

Für Planer: Jede CRAH-Unit, die Sie heute platzieren, wird irgendwann getauscht. Türlichten, lichte Höhen im Klimagang, Aufzugstragkraft und Kabinenmaß, Punkt- und Flächenlast des Doppelbodens und Reserveflächen zum Rangieren sind die Planungsgrößen, die später über zwei Tage oder zwei Wochen entscheiden. Halten Sie Einbringweg und Lastannahmen in der Montageplanung fest und planen Sie die Austauschbarkeit von Chiller, CRAH und Netzersatzanlage von Anfang an mit – unser Ratgeber zum Tausch im laufenden Rechenzentrum zeigt, wie.

Für Projektleiter und Bauleiter: Legen Sie die Gewerkereihenfolge im Bauablaufplan fest und machen Sie die dokumentierte Freischaltung mit Erlaubnisschein zur Voraussetzung für die Hubfreigabe. Lassen Sie sich Hubplan und RAMS vor der Anlieferung vorlegen und gehen Sie den Lastweg in einer gemeinsamen Ortsbegehung ab. Als Bauleiter weisen Sie vor Ort ein, koordinieren Vor- und Folgegewerk im Klimagang, geben jede Phase frei und nehmen die Freimeldung entgegen; planen Sie Schleusen- und Kontrollzeiten dabei als Arbeitszeit im Takt, nicht als Puffer. Alles, was im Grundlagenratgeber zur Montage im Rechenzentrum steht, gilt hier verschärft: Der Klimagang ist eng, die Nachbarunits laufen.

Für Instandhaltungsleiter: Sie liefern Befundung und Schadensbild, die den Tausch auslösen, und Sie übernehmen die neue Einheit nach der Übergabe in Wartungsplan und Prüffristen. Halten Sie Störungshistorie, Wartungsprotokolle und Messwerte der alten Unit bereit, damit der Tausch nicht mit einer Ursachenanalyse beginnt. Prüfen Sie bei der Abnahme, ob die Zugänglichkeit für Filterwechsel, Ventile und Regelung erhalten bleibt, klären Sie die Ersatzteilbevorratung für den neuen Typ und nehmen Sie die Unit mit Inbetriebnahmedaten und Prüfbuch in Ihre Anlagenakte auf.

Für Sicherheitsfachkräfte und HSE-Koordinatoren: Der Tausch im laufenden Klimagang verbindet Hebearbeiten, elektrische Freischaltung und Arbeiten an wasser- oder kältemittelführenden Leitungen auf engem Raum. Prüfen Sie, ob die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG beziehungsweise das RAMS des Montagebetriebs die laufenden Nachbaranlagen, die Fluchtwege im Gang, den Lastbereich und die Schnittstellen zu den Fachgewerken abbildet, und ob der Erlaubnisschein die Freischaltung mit LOTO sauber referenziert. Verlangen Sie Sicherheitseinweisung und Toolbox Talk für alle Beteiligten und legen Sie schriftlich fest, wer die Stopp-Befugnis hat – jeder Beteiligte darf den Hub anhalten, der Lifting Supervisor gibt ihn wieder frei.

Für Facility Manager und Betreiber: Sie führen den Tausch durch Ihren Change-Prozess: Änderungsantrag, Redundanznachweis für die Kühlung (N+1 oder 2N während der Arbeiten), Wartungsfenster, Zutrittsliste und Escort. Legen Sie das Wartungsfenster so, dass Ihre Betriebsmannschaft erreichbar ist, das Monitoring die Rückmeldung verarbeitet und nichts in die Schichtübergabe fällt; halten Sie eine Rückfallebene bereit, falls das Fenster nicht reicht. Fordern Sie am Ende ein Dokumentationspaket, das Sie Ihren Kunden oder der Zertifizierung vorlegen können – vom Lastweg bis zum Übergabeprotokoll mit abgearbeiteter Restpunkteliste.

Checkliste CRAH-Unit tauschen: Vorlage zum Anfordern

Die Checkliste CRAH-Unit tauschen führt die sechs Phasen des Tauschs mit ihren Prüfpunkten auf einer Seite zusammen: Befund (Schaden, Entscheidung, Redundanz), Vorbereitung (Aufmaß, Lastweg, Bodenlasten, Hubplan, Gefährdungsbeurteilung/RAMS, Anmeldung, Schutzmaterial, Zeitfenster), Freischaltung (elektrisch, Wasser, Kondensat, Übergabedokument), Ausbau (Sichern, Lösen, Bewegen, Zerlegen, Abtransport), Einbringung und Aufstellung (Lastweg, Auspacken, Positionieren, Ausrichten, Befestigen) und Übergabe (Protokolle, Fotos, Prüfnachweise, Mängelfreimeldung, Anschluss, Probelauf).

Jeder Punkt hat eine Zuständigkeitsspalte für Montagebetrieb, Kältegewerk, Elektrogewerk und Betreiber. Die Checkliste hilft Projektleitern, den Tausch mit allen Beteiligten vorab durchzugehen, und dient am Einsatztag als gemeinsame Abhakliste – damit das Wartungsfenster hält und kein Gewerk auf das andere wartet. Fordern Sie die Checkliste über unser Kontaktformular an – Stichwort „Checkliste CRAH-Tausch“.

Warum Omega Mounting?

Omega Mounting sitzt in Rodgau bei Frankfurt, wenige Kilometer von den Rechenzentrumsstandorten in Frankfurt, Offenbach, Raunheim und Hanau entfernt. Der verlinkte CRAH-Tausch in Frankfurt und die Spinnenkran-Ausbringung in Raunheim sind Beispiele dafür, wie wir Lift & Shift in fertigen Gebäuden umsetzen: mit eigener Hebetechnik, Hubplan und Dokumentation. Unsere Werkstatt in Rodgau fertigt Transportgestelle, Lastverteilplatten und Adapter, wenn die Einbausituation es verlangt. Und weil CRAH-Ausfälle sich nicht an Bürozeiten halten, erreichen Sie uns über die 24-Stunden-Hotline auch dann, wenn ein Tausch kurzfristig ins Wartungsfenster muss. Sie bekommen bei uns einen Ansprechpartner für Aufmaß, Hubplan, Hebetechnik und Dokumentation – und kurze Wege, wenn sich am Einsatztag im Klimagang doch etwas anders darstellt als auf dem Plan.

Fazit

Eine CRAH-Unit zu tauschen ist weniger eine Frage der Hebetechnik als der Organisation: Redundanz bestätigt, Gewerke in Reihenfolge, Lastweg vermessen, Bodenlasten gerechnet, Schutz ausgelegt, Freischaltung dokumentiert – dann sind Ausbau und Einbringung zwei kontrollierte Arbeitstage statt einer Woche voller Überraschungen. Die Checkliste in diesem Artikel hilft Ihnen, nichts davon zu übersehen. Steht der Tausch bei Ihnen an, schicken Sie uns Grundriss des Klimagangs, Typ der Einheit und Wunschtermin – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zu Lastweg, Hebetechnik und Zeitbedarf.

Sie planen Wartung, Einbringung oder Montage im Rhein-Main-Gebiet?

Erzählen Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück.

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Tobias Schott, Geschäftsführer der Omega Mounting GmbH, auf einer Baustelle vor einem Gerüst

Über den Autor

Tobias Schott

Geschäftsführer Omega Mounting GmbH, Rodgau · über 20 Jahre Praxis in Montage und Instandhaltung

Gelernter Mechatroniker und seit 2004 in Wartung, Instandhaltung und Industriemontage zu Hause – zuerst an der Seite seines Vaters, seit 2012 mit Omega Mounting: von der Elektrohängebahn in Frankfurt bis zur Krananlage im Hallenneubau. Plant und leitet als Lifting Appointed Person Hebearbeiten in Rechenzentren und auf Industriebaustellen im Rhein-Main-Gebiet, ist Ausbilder und Prüfer für Krane, Hubarbeitsbühnen und Teleskopmaschinen sowie Sicherheitsbeauftragter. Bei Einsätzen im Ausland kennt man ihn als „German Troubleshooter“ – der, den man ruft, wenn es auf der Baustelle klemmt. Was Qualität heißt, hat er nicht aus einem Handbuch, sondern von seinem Vater gelernt: Made in Germany als Anspruch an die eigene Arbeit, nicht als Etikett. Deshalb steht sie bei Omega Mounting an erster Stelle – vor Tempo und vor Preis. Die Ratgeber hier schreibt er aus dieser Praxis: Was auf unseren Baustellen funktioniert, steht drin – was nur in der Norm steht, nicht.

Häufig gestellte Fragen

Ja, wenn die übrigen Einheiten die Kühllast während des Tauschs tragen – also die Redundanz N+1 oder 2N auch mit einer Einheit weniger hält. Diesen Nachweis führt der Betreiber im Change-Prozess, bevor das Wartungsfenster terminiert wird. Der Tausch selbst erfolgt dann im geschützten Klimagang unter Einweisung und Escort, ohne dass der Whitespace berührt wird.

Das hängt von Lastweg, Zerlegungsaufwand und Wartungsfenster ab. Bei dem in diesem Artikel beschriebenen Tausch in Frankfurt brauchten ein Supervisor und drei Rigger für Ausbau und Einbringung zwei Arbeitstage – die Vorbereitung mit Aufmaß, Hubplan und Zutrittsanmeldung lief davor. Anschluss und Inbetriebnahme durch die Fachgewerke kommen im Bauablauf hinzu.

Elektro- und Kältegewerk: Sie stellen Spannungsfreiheit her, sichern gegen Wiedereinschalten (LOTO), sperren die Wasserseite ab, entleeren sie und trennen den Kondensatablauf. Die Freischaltung wird dokumentiert und mit dem Erlaubnisschein (Permit to Work) für Bereich, Zeitraum und Tätigkeit an den Montagebetrieb übergeben. Ohne diese Übergabe beginnt die mechanische Arbeit nicht.

Nicht zwingend. Ob am Stück oder in Modulen, entscheidet der Lastweg: Türlichten, lichte Höhen, Aufzug und die engen Gassen im Klimagang. Häufig werden schwere Module wie die Ventilatoreinheit separat auf Rollwagen bewegt, um Gewicht und Höhe je Transport zu verringern; Trennarbeiten mit Funkenflug brauchen eine Heißarbeitserlaubnis und finden außerhalb des Klimagangs statt.

Die zulässige Flächen- und Punktlast jedes Abschnitts auf dem Lastweg – Doppelboden, Rohdecke, Aufzugstragkraft – damit der Montagebetrieb die tatsächliche Last aus Einheit, Hubgerät und Rollen dagegen rechnen kann. Entscheidend ist die Bodenpressung unter jeder einzelnen Rolle. Fehlen Werte, bestätigt sie der Tragwerksplaner; bei Überschreitung legt der Montagebetrieb Lastverteilplatten aus oder wählt eine andere Route.

Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG, Unterweisung nach § 12 ArbSchG, Prüfung und sicherer Einsatz der Arbeitsmittel nach Betriebssicherheitsverordnung sowie DGUV Regel 100-500 für Anschlagmittel und Hebearbeiten. In Rechenzentren wird das üblicherweise im RAMS (Method Statement, also Gefährdungsbeurteilung plus Arbeitsanweisung) mit Hubplan zusammengefasst und durch Erlaubnisschein, Sicherheitseinweisung und die Baustellenordnung des Betreibers ergänzt.

Vorab Hubplan, RAMS, Prüf- und Qualifikationsnachweise; während des Einsatzes die tägliche Maschinen- und Anschlagmittelprüfung, Schutzmaßnahmen, Abweichungen und Beinahe-Unfälle; zur Übergabe Montageprotokoll mit Lage, Ausrichtung und Anzugsmomenten, Fotodokumentation, Restpunkteliste und Mängelfreimeldung. Diese Unterlagen sind Ihr Nachweis gegenüber dem Betreiber und gehören in die Revisionsunterlagen.

Im Prinzip ja, die sechs Phasen und die Gewerkereihenfolge sind dieselben. Chiller und Netzersatzanlagen sind schwerer und stehen meist im Grayspace oder auf dem Dach, sodass Autokran, Schwerlastrollen oder Einbringöffnungen hinzukommen – die Logik bleibt dieselbe, auch außerhalb von Rechenzentren in Produktion oder Logistik.

Weil ein Tausch im laufenden Betrieb von Ortsbegehung, kurzfristiger Abstimmung und schneller Reaktion lebt. Von Rodgau aus sind die Rechenzentren in Frankfurt, Offenbach und Raunheim in kurzer Fahrzeit erreichbar – für das Aufmaß vorab genauso wie für den Einsatz im nächtlichen Wartungsfenster oder die Rufbereitschaft, wenn eine Unit kurzfristig ausfällt.

Über eine kurze Anfrage mit drei Angaben: Grundriss oder Fotos des Klimagangs mit dem Weg vom Aufzug zur Einbauposition, Typ und Abmessungen der alten und der neuen Einheit sowie das angedachte Wartungsfenster. Wir vereinbaren eine Ortsbegehung, gehen den Lastweg mit Ihnen ab und schicken Ihnen eine schriftliche Einschätzung zu Hebetechnik, Schutzmaßnahmen und Zeitbedarf. Ansprechpartner ist Tobias Schott – erreichbar über unser Kontaktformular.

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