- Wissenswertes – Notstromgeneratoren einbringen
Notstromgeneratoren einbringen: Wie eine Netzersatzanlage ins Datacenter kommt
Über 60 eingebrachte Generatoren in drei Jahren – vom Tandemhub mit zwei 650-Tonnen-Kranen auf 16 Meter Höhe bis zur anschlussfertigen Netzersatzanlage
Ein Notstromgenerator ist bestellt, gebaut und geliefert. Er steht auf dem Tieflader vor dem Gebäude. Und dann beginnt der Teil, über den vorher selten jemand nachgedacht hat: Wie kommt ein Aggregat von über zwanzig Tonnen in den zweiten Stock eines Gebäudes?
Diese Frage stellen uns zwei sehr unterschiedliche Auftraggeber. Die einen sind Betreiber und Generalunternehmer von Rechenzentren, die eine Netzersatzanlage einbauen lassen. Die anderen sind die Hersteller und Zulieferer der Generatoren selbst – Fachfirmen, die ihr Aggregat hervorragend bauen, aber keine eigene Montagemannschaft mit Hebetechnik unterhalten. Für beide übernimmt Omega Mounting denselben Abschnitt: einbringen, positionieren, befestigen, komplett aufbauen und so weit fertigstellen, dass nur noch das Commissioning des Herstellers fehlt.
In den vergangenen drei Jahren haben wir auf diese Weise über 60 Notstromgeneratoren eingebracht. Die größten davon in der Leistungsklasse 2 bis 3 Megawatt, dazu zahlreiche kleinere Einheiten im Megawattbereich. Der schwerste Generator wog als Aggregat gut 20 Tonnen; als komplette Containerlösung haben wir Netzersatzanlagen mit 54 Tonnen gehoben.
Dieser Beitrag beschreibt, wie das abläuft – unter anderem an einem Datacenter-Neubau im Raum Frankfurt, bei dem wir für den Generalunternehmer die komplette Einbringung und Montage der Generatoren übernommen haben. Und er beschreibt, warum dieselbe Aufgabe in der kritischen Infrastruktur wiederkehrt: in Kliniken, an Hochschulen, in Rechenzentren der Verwaltung – überall dort, wo der Betrieb nicht davon abhängen darf, dass das öffentliche Netz steht.
Projekt-Steckbrief
- Eingebrachte Generatoren: über 60 in drei Jahren
- Leistungsklassen: bis 2–3 MW bei den größten Anlagen, dazu kleinere Einheiten im Megawattbereich
- Schwerste Einzelaggregate: gut 20 Tonnen
- Schwerste Containerlösung: 54 Tonnen
- Größte eingesetzte Hebetechnik: Tandemhub mit zwei 650-Tonnen-Autokranen
- Typische Hubhöhe ins zweite Obergeschoss: rund 16 Meter
- Team: Mechatroniker, Elektriker und Industriemechaniker in gemischten Kolonnen – bei großen Projekten über Monate durchgehend vor Ort
- Leistungsumfang: Einbringung, Positionierung, Befestigung, komplette mechanische Montage der Raumlösung sowie die Anbindung von Containerlösungen an das Gebäude – bis zur Commissioning-Reife
- Auftraggeber: Generalunternehmer und Betreiber von Rechenzentren sowie Hersteller und Zulieferer von Netzersatzanlagen
Was ist eine Netzersatzanlage – und warum ist sie mehr als „ein Generator"?
Eine Netzersatzanlage, kurz NEA, ist die Einrichtung, die die Stromversorgung eines Gebäudes übernimmt, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Umgangssprachlich heißt sie Notstromaggregat oder Notstromgenerator. Technisch ist sie kein einzelnes Gerät, sondern ein System aus mehreren Baugruppen, die zusammenarbeiten müssen.
Im Kern steht ein Dieselmotor, der einen Generator antreibt. Dazu gehören aber die Kühlung über einen Radiator, die Abgasstrecke mit Krümmer, Schalldämpfer und – bei modernen Anlagen – einem SCR-System zur Abgasreinigung, die Versorgung mit Kraftstoff, Kühlmittel und AdBlue samt der zugehörigen Tanks, sowie die Schaltschränke, über die das Aggregat gesteuert und auf das Netz geschaltet wird. Erst alles zusammen ergibt eine Anlage, die im Ernstfall innerhalb von Sekunden übernimmt.
Für die Montage ist eine Unterscheidung entscheidend: Containerlösung oder Innenraumlösung.
Bei der Containerlösung kommt das komplette Aggregat betriebsfertig im Container auf den Hof. Der Hub ist dafür umso größer – unsere schwerste eingebrachte Containerlösung wog 54 Tonnen. Die Montagearbeit liegt danach in der Anbindung: Abgas, Kühlung, Kraftstoff, Steuerleitungen und Leistungsverbindungen zwischen Container und Gebäude.
Bei der Innenraumlösung, auch Raumlösung genannt, wird der Generator in einem eigens dafür gebauten Raum im Gebäude aufgestellt. Das ist im Rechenzentrumsbau der Regelfall, weil Fläche auf dem Grundstück teuer und Schallschutz im Gebäude einfacher zu beherrschen ist. Es bedeutet aber: Jede einzelne Baugruppe muss ins Gebäude gebracht und dort montiert werden.
Genau dieser Unterschied macht aus einer Lieferung ein Montageprojekt.
Warum die Einbringung der kritische Punkt im Terminplan ist
Weil sie der einzige Schritt ist, der sich nicht verschieben lässt, ohne alles andere zu verschieben. Ein Generatorenraum lässt sich nicht ausbauen, solange der Generator noch nicht drin ist – und der Generator kommt nicht mehr hinein, wenn die Wand steht. Die Einbringung ist ein Fenster, kein Vorgang.
Das haben wir in Rechenzentren mehrfach erlebt, und es ist der Grund, warum wir früh in die Planung wollen. Bei der Ausbringung eines Spinnenkrans aus einem Datacenter-Keller war das Gebäude buchstäblich um das Gerät herum fertig gebaut worden. Am Ende fehlten zwei Zentimeter – trotz korrekter Messung. Gelöst haben wir das mit einem Schräganschlag über eine verstellbare Kette. Solche Situationen entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern daraus, dass zwischen Planung und Montage Monate liegen, in denen sich ein Bauwerk verändert.
Für Notstromgeneratoren kommt erschwerend hinzu, dass sie schwer, sperrig und empfindlich zugleich sind. Ein Aggregat verträgt keine punktuelle Belastung am falschen Bauteil, keine Verwindung des Rahmens und keinen Anschlag an Gehäuseteilen, die dafür nicht vorgesehen sind. Die Anschlagpunkte gibt der Hersteller vor, und daran hält man sich – auch dann, wenn eine andere Geometrie den Hub einfacher machen würde.
Es gibt keine Ersatzmaschine
Das ist der Satz, der jeden Generatorhub von jedem anderen Hub unterscheidet. Am Haken hängt kein Stahlbauteil, das man notfalls nachbestellt. Am Haken hängt ein Aggregat für mehrere hunderttausend Euro, mit langen Lieferzeiten und ohne Ersatzgerät im Lager.
Und es hängt mehr daran als der Anschaffungswert: Dieses Aggregat ist die Ausfallsicherheit des gesamten Standorts. Geht es zu Bruch, geht nicht nur ein Gerät kaputt – dann verschiebt sich die Inbetriebnahme des Rechenzentrums um die Wiederbeschaffungszeit.
Deshalb behandeln wir einen Generatorhub anders als eine Palette. Jeder Hub wird im Liftplan im Detail vorgeplant: Lastannahmen, Anschlaggeometrie, Kranstellung, Ausladung, Bodenpressung, Reihenfolge der Bewegungen. Und vor dem Hub wird die komplette Mannschaft eingewiesen – nicht nur die, die am Kran stehen, sondern jeder, der sich an diesem Tag im Bereich bewegt. Wer weiß, was passiert, weicht nicht spontan aus.
Diese Sorgfalt ist keine Übervorsicht, sondern schlicht die Konsequenz aus der Rechnung: Die Stunden, die eine ordentliche Planung kostet, sind gegen den Wert der Last nicht messbar.
Wie kommt ein Generator in den zweiten Stock? Die drei Verfahren
Es gibt nicht das Verfahren. Es gibt drei, und welches passt, entscheidet sich am Gebäude, nicht am Gewicht.
1. Der Kranhub – wenn das Gebäude von außen erreichbar ist
Der Regelfall im Neubau: Solange die Fassade noch offen ist oder eine Öffnung vorgesehen wurde, hebt ein Autokran das Aggregat direkt auf sein Geschoss. Das ist schnell und schont das Bauteil, weil es genau einmal angehoben und einmal abgesetzt wird.
Die Arbeit steckt in der Vorbereitung: Standfläche des Krans prüfen, Abstützkräfte gegen die Tragfähigkeit des Untergrunds rechnen, Ausladung und Traglast am Zielpunkt bestimmen, Anschlagmittel nach Herstellervorgabe wählen, Liftplan schreiben und freigeben lassen. Bei Hüben im Rechenzentrumsbau ist dieser Liftplan kein Formalismus, sondern die Grundlage der Freigabe durch den Generalunternehmer.
2. Der Tandemhub – zwei Krane, ein Bauteil
Der Tandemhub ist die Königsdisziplin der Einbringung. Zwei Autokrane heben dasselbe Bauteil gleichzeitig. Angewendet wird das, wenn ein Kran allein die Last bei der nötigen Ausladung nicht schafft, wenn das Bauteil so lang ist, dass es an einem Haken kippen würde, oder wenn es in einer bestimmten Lage eingefädelt werden muss.
Bei unserem Projekt im Raum Frankfurt war genau das der Fall: Die Generatorenräume liegen im ersten und zweiten Obergeschoss, und die Aggregate mussten im Tandemverfahren dort hinein. Das zweite Obergeschoss bedeutet in solchen Gebäuden typischerweise eine Hubhöhe von rund 16 Metern. Die größten Krane, die wir bei Tandemhüben eingesetzt haben, waren zwei Maschinen mit je 650 Tonnen Tragfähigkeit – eine Zahl, die weniger über das Gewicht der Last aussagt als über die Ausladung, mit der gearbeitet werden muss.
Warum das anspruchsvoll ist, lässt sich in einem Satz sagen: Zwei Krane sind nicht doppelt so sicher wie einer, sondern doppelt so kompliziert. Beide Maschinen müssen synchron fahren. Verzögert einer, wandert die Last auf den anderen – und die Lastverteilung, die im Liftplan steht, stimmt nicht mehr. Jede Schrägstellung verändert die Kräfte an beiden Haken. Deshalb gibt es bei einem Tandemhub genau einen, der ansagt, und alle anderen führen aus. Diese Rolle – im internationalen Sprachgebrauch der Lifting Supervisor oder Appointed Person – ist bei uns benannt, schriftlich bestellt und vor Ort präsent.
3. Schwerlastrollen und Einbringroboter – wenn kein Kran mehr hinkommt
Steht das Gebäude schon, ist der Kran keine Option mehr. Dann wird über den Boden eingebracht: Das Aggregat wird auf Schwerlastrollen oder Panzerrollen gesetzt und über die vorhandenen Wege an seinen Platz manövriert – durch Tore, über Rampen, durch Technikgänge. Für die letzten Meter und für das millimetergenaue Absetzen auf dem Fundament kommen Einbringroboter und Hebegeräte zum Einsatz, die auch dort noch arbeiten, wo für einen Stapler kein Platz ist.
Dieses Verfahren ist langsamer als ein Kranhub, aber es ist oft das einzige, das übrig bleibt. Wir haben es unter anderem beim Aufbau von 160 PDCs in acht Datenhallen angewendet und beim Einbringen von Loadbanks und Generatoren in einem Datacenter in Frankfurt.
Eine Besonderheit, die Rechenzentren mitbringen und die viele unterschätzen: Verbrennungsmotoren sind im Gebäude tabu. Kein Dieselstapler, kein dieselbetriebenes Hebegerät im Whitespace oder in angrenzenden Bereichen. Was hineingeht, fährt elektrisch – und braucht Strom, den es auf einer Baustelle nicht immer schon gibt.
Was nach dem Hub kommt: die komplette Montage der Innenraumlösung
Der Hub ist der sichtbare Teil. Der Aufbau ist der lange. Nachdem alle Baugruppen im Generatorenraum standen, haben wir die Anlage zusammengebaut – Bauteil für Bauteil, bis aus Einzelteilen eine Maschine wurde.
Dazu gehörten:
- Der Radiator – die Kühlung des Aggregats, mitsamt der Verrohrung zum Motor. Wie empfindlich diese Baugruppe ist, zeigt ein anderer Einsatz von uns: die Radiator-Reparatur an einem Notstrom-Generator in Offenbach, bei der es am Ende nur eine Frage gab – ist er dicht?
- Das SCR-System zur Abgasreinigung, das den Stickoxidausstoß des Dieselmotors senkt und bei neuen Anlagen zum Standard gehört. SCR-Systeme sind schwer, müssen aufgeständert werden und sitzen konstruktiv oft direkt über dem Generator – was bedeutet, dass die Verbindung zwischen beiden Bewegungen aufnehmen können muss.
- Der Krümmer und die weitere Abgasstrecke. Wie viel Aufwand allein die Abgasseite bedeuten kann, zeigt der Einbau von zwölf doppelten Turbo-Silencern in einem Datacenter in Offenbach – Schalldämpfung ist bei Notstromanlagen in bewohnter Umgebung kein Nebenthema.
- Sämtliche Verbinder: Schläuche, Leitungen, Kühlmittelversorgung, AdBlue-Versorgung und die zugehörigen AdBlue-Tanks.
- Die Schaltschränke, gesetzt, ausgerichtet und angebunden.
Am Ende stand eine Anlage, an der nur noch das Commissioning fehlte.
Drei Gewerke, weil eine Netzersatzanlage drei Gewerke braucht
Auf diesen Projekten arbeiten bei uns Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektriker in derselben Kolonne. Das ist keine Personalfrage, sondern eine fachliche: Die Mechanik setzt und richtet aus, die Mechatronik kümmert sich um Sensorik und Steuerung, die Elektrofachkraft übernimmt die elektrische Seite. Wären das drei Firmen, wäre jede Schnittstelle ein Termin.
Bei großen Datacenter-Projekten sind unsere Teams deshalb nicht tageweise, sondern über Monate durchgehend vor Ort – für die Anbindung von Containerlösungen an das Gebäude ebenso wie für den kompletten Aufbau ganzer Raumlösungen im Auftrag der Zulieferer.
Warum wir das Commissioning nicht selbst machen – und warum das eine Stärke ist
Hier ziehen wir bewusst eine Grenze. Die Inbetriebnahme einer Netzersatzanlage – Probelauf unter Last, Parametrierung, Abnahme, Übergabe der Prüfprotokolle – macht die Zuliefererfirma, die das Aggregat gebaut hat. Sie kennt ihre Steuerung, sie haftet für die Leistungsdaten, und sie stellt die Papiere aus.
Unser Auftrag endet an der Stelle, an der die Anlage commissioning-reif ist: mechanisch komplett, ausgerichtet, verbunden, dicht, sauber dokumentiert. Der Hersteller kommt und findet eine Anlage vor, an der er anfangen kann – nicht eine Baustelle, die er erst räumen muss.
Dieses Modell – wir montieren, die Fachfirma nimmt in Betrieb – fahren wir in Rechenzentren seit Jahren und mit mehreren Partnern. Es ist der Grund, warum uns Generatorlieferanten holen: Sie bekommen eine Montagemannschaft mit eigener Hebetechnik, ohne selbst eine aufbauen zu müssen.
Worauf es bei der Befestigung ankommt
Ein Generator wird nicht hingestellt, sondern gesetzt. Er erzeugt im Betrieb Schwingungen, und diese Schwingungen dürfen weder ins Gebäude wandern noch die eigenen Anbauteile ermüden lassen.
Das heißt in der Praxis: Das Fundament oder der Grundrahmen muss eben sein – nicht ungefähr, sondern im Rahmen der Herstellertoleranz. Wir nivellieren, unterfüttern wo nötig und prüfen nach. Die Schwingungsdämpfer werden gleichmäßig belastet, sonst arbeitet einer allein. Und alle Anschlüsse an das Aggregat – Abgas, Kühlmittel, Kraftstoff – bekommen dort, wo sie eine bewegte mit einer starren Baugruppe verbinden, ein Flexstück. Eine starre Verrohrung an einem schwingenden Motor reißt. Nicht sofort, aber sicher.
Auch das ist ein Punkt, an dem sich Erfahrung auszahlt: Man sieht einer Anlage am Tag der Übergabe nicht an, ob sie in fünf Jahren noch dicht ist.
Sicherheit: was ein Hub dieser Größenordnung verlangt
Bei Hüben mit Notstromgeneratoren treffen drei Risiken zusammen: hohe Lasten, Arbeiten unter schwebender Last und ein Umfeld, in dem parallel andere Gewerke arbeiten. Unser Vorgehen ist deshalb festgelegt, nicht situativ:
- Liftplan vor dem Hub, mit Lastannahmen, Anschlaggeometrie, Kranstellung, Ausladung und Freigabe. Bei Tandemhüben zusätzlich die Lastverteilung auf beide Krane und die Reihenfolge der Bewegungen.
- Einweisung der gesamten Mannschaft vor dem Hub – nicht nur derjenigen, die anschlagen und führen.
- Eine benannte Hebeaufsicht. Bei einem Tandemhub gibt genau eine Person die Kommandos.
- Doppelte Sicherung unter schwebender Last. Wo Menschen unter oder neben einer Last arbeiten müssen, wird zusätzlich mechanisch gesichert – Holzstapel, Kanthölzer, ein zweites Hebemittel. Rechnerisch reicht eines. Für Menschen darunter reicht rechnerisch nicht.
- Anschlagmittel nach Herstellervorgabe, nicht nach Gewohnheit. An scharfen Kanten Ketten statt Rundschlingen.
- Dokumentation nach Kundenstandard – RAMS, Permits, Gefährdungsbeurteilung, Fotodokumentation, auf Deutsch oder Englisch, so wie der Auftraggeber es verlangt. In Rechenzentren ist das Standard, und wir bringen es mit, statt es uns erklären zu lassen.
Dieselbe Aufgabe in der kritischen Infrastruktur
Rechenzentren sind der Bereich, in dem wir am meisten Notstromtechnik bewegen. Die Aufgabe selbst ist aber überall dort dieselbe, wo eine Einrichtung nicht ausfallen darf: in Kliniken und Krankenhäusern, an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, in Verwaltungsgebäuden, bei Versorgern, in Werken mit Prozessen, die einen Netzausfall nicht überstehen.
Die Technik ist identisch. Was sich unterscheidet, ist das Umfeld:
- Der Betrieb läuft weiter. In einem Neubau ist die Baustelle die Baustelle. In einer bestehenden Einrichtung wird neben dem laufenden Betrieb gearbeitet, oft in eng gesteckten Fenstern, nachts oder am Wochenende.
- Die Zugänge sind schwieriger. Bestehende Gebäude haben keine offene Fassade. Dann sind Schwerlastrollen, Einbringroboter und – wo vorhanden – der Einbringschacht der Weg. Bei einer Generatorwartung an einer Netzersatzanlage im Rhein-Main-Gebiet haben wir mit dem Autokran durch genau so einen Schacht gearbeitet.
- Der Zutritt ist geregelt. Sicherheitsbereiche, Zutrittskontrolle, überprüftes Personal, Arbeitsfreigaben. Für uns ist das Routine – wir arbeiten regelmäßig unter solchen Regimen, unter anderem am Frankfurter Flughafen und in Liegenschaften mit Zutrittsprüfung.
- Die Redundanz ist der Sinn der Sache. Wenn eine bestehende Anlage getauscht wird, ist die Einrichtung währenddessen ungeschützt. Was das bedeutet, haben wir bei einem Notfalleinsatz an einem Sonntagabend in Dietzenbach erlebt.
Was Notstromtechnik im Ernstfall leistet, haben wir außerdem außerhalb jeder Baustelle gesehen: beim Aufbau der Stromversorgung für ein Helfercamp im Ahrtal, rund einen Kilometer Kabel und eine 63-A-Verteilung, damit überhaupt gearbeitet werden konnte.
Warum Omega Mounting?
- Über 60 eingebrachte Notstromgeneratoren in drei Jahren – bis 2–3 MW Leistung, bis gut 20 Tonnen als Einzelaggregat und bis 54 Tonnen als Containerlösung. Das ist Routine, keine Referenzliste.
- Zehn dokumentierte Rechenzentrums-Referenzen – von der Einbringung über CRAH-Units und Löschanlagen bis zur Ausbringung aus dem Keller. Zutrittsregeln, Sicherheitsbereiche, Liftpläne und das Diesel-Tabu im Gebäude sind für uns Alltag, nicht Sonderfall.
- Notstromtechnik über den ganzen Lebenszyklus: einbringen, montieren, warten, reparieren, austauschen. Radiator, Abgasstrecke, SCR-System, Schalldämpfer, Loadbank-Test – dokumentiert in eigenen Einsätzen, nicht als Leistungsversprechen.
- Eigene Hebetechnik und eigene Monteure. Keine Vermittlung, kein Subunternehmer-Karussell. Mechanische Montage, Elektrik und Schweißtechnik kommen aus demselben Montageteam – bei großen Projekten über Monate durchgehend vor Ort.
- Verlängerte Werkbank für Hersteller und Fachfirmen. Sie liefern das Aggregat und nehmen es in Betrieb, wir bringen es hinein und bauen es auf. Auf Wunsch treten wir neutral auf und melden den Fortschritt an Ihre Projektleitung.
- Eigene Werkstatt in Rodgau mit Schlosserei, Schweißtechnik und Fräsmaschine. Fehlt auf der Baustelle ein Passstück, ein Adapter oder eine Verstärkung, fertigen wir es an, statt einen Liefertermin abzuwarten.
- Regional verankert: Von Rodgau aus sind wir in Frankfurt, Offenbach, Hanau und Raunheim schnell vor Ort – und bundesweit im Einsatz.
Fazit
Ein Notstromgenerator ist kein Gerät, das man liefert und anschließt. Er ist ein Montageprojekt, das mit der Frage beginnt, wie er überhaupt an seinen Platz kommt – und das erst endet, wenn jede Baugruppe sitzt, jede Verbindung dicht ist und die Anlage bereit für das Commissioning ist.
Über 60 Mal haben wir das in den letzten drei Jahren gemacht: mit Kranhüben und Tandemhüben bis zu zwei 650-Tonnen-Maschinen, mit Schwerlastrollen und Einbringrobotern dort, wo das Gebäude schon stand, mit Aggregaten bis gut 20 Tonnen und Containerlösungen bis 54 Tonnen. Bei unserem Projekt im Raum Frankfurt hieß das: Tandemhübe in die Generatorenräume im ersten und zweiten Obergeschoss, rund 16 Meter hoch, danach der komplette Aufbau der Aggregate als Innenraumlösung – Radiator, SCR-System, Krümmer, Kühlmittel- und AdBlue-Versorgung samt Tanks, Schaltschränke, sämtliche Verbinder.
Der Generalunternehmer hatte einen Ansprechpartner für die ganze Kette. Der Hersteller fand eine Anlage vor, an der er sofort mit der Inbetriebnahme beginnen konnte. Und kein einziges Aggregat hat Schaden genommen – was bei Geräten, für die es keinen Ersatz gibt, die eigentliche Kennzahl ist.
Jetzt Rückruftermin für Ihr Projekt anfragen – Omega Mounting GmbH, Rodgau. Ob Datacenter-Neubau, Austausch einer bestehenden Netzersatzanlage oder Einbringung in ein Gebäude, das längst steht: Sagen Sie uns, was wohin soll, und wir sehen uns die Wege an, bevor wir ein Angebot schreiben. Im Einsatz unter anderem in Frankfurt, Offenbach, Hanau, Raunheim und Aschaffenburg – und bundesweit, wo es gebraucht wird.
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Häufig gestellte Fragen
Unser schwerstes eingebrachtes Einzelaggregat wog gut 20 Tonnen, die schwerste komplette Containerlösung 54 Tonnen. Das Gewicht ist dabei selten die Grenze – entscheidend sind Ausladung, Standfläche für den Kran und die Tragfähigkeit des Weges im Gebäude. Bei Tandemhüben haben wir mit zwei Kranen zu je 650 Tonnen gearbeitet.
Beim Tandemhub heben zwei Krane dasselbe Bauteil gleichzeitig. Nötig wird das, wenn ein Kran die Last bei der erforderlichen Ausladung nicht schafft, wenn das Bauteil an einem Haken kippen würde oder wenn es in einer bestimmten Lage eingefädelt werden muss. Ein Tandemhub verlangt synchrone Kranführung, einen Liftplan mit der Lastverteilung auf beide Maschinen und eine einzige Person, die die Kommandos gibt.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil nicht das Gewicht den Aufwand bestimmt, sondern der Weg. Ein Kranhub bei offener Fassade ist ein Bruchteil dessen, was eine Einbringung über Schwerlastrollen durch ein fertiges Gebäude kostet. Wir begehen deshalb vor dem Angebot den Weg vom Tieflader bis zum Fundament und rechnen erst danach. Ein Festpreis ohne Begehung ist im Bestand geschätzt, nicht kalkuliert.
Ja, das ist unser Schwerpunkt. Wenn kein Kran mehr an das Bauteil kommt, arbeiten wir mit Schwerlastrollen, Panzerrollen, Einbringrobotern und eigener Hebetechnik über die vorhandenen Wege – durch Tore, über Rampen, durch Technikgänge. Wo nötig, zerlegen wir so weit, dass die Baugruppen durch die vorhandene Öffnung passen, und bauen am Aufstellort wieder zusammen.
Nein, und das aus gutem Grund. Das Commissioning macht die Firma, die das Aggregat gebaut hat – sie kennt ihre Steuerung und haftet für die Leistungsdaten. Wir übergeben die Anlage commissioning-reif: mechanisch komplett montiert, ausgerichtet, verbunden, dicht und dokumentiert.
Ja, das ist ein wesentlicher Teil dieses Geschäfts. Hersteller und Fachfirmen buchen uns als verlängerte Werkbank für Einbringung und Montage beim Endkunden – mit eigener Mannschaft, eigenem Werkzeug und eigener Hebetechnik. Bei großen Projekten stellen wir Teams, die über Monate durchgehend vor Ort sind. Auf Wunsch treten wir neutral auf und berichten direkt an Ihre Projektleitung.
Bei der Containerlösung kommt das Aggregat betriebsfertig im Container und wird als Ganzes gesetzt – der Hub ist größer, die Montagearbeit liegt in der Anbindung an das Gebäude. Bei der Innenraumlösung steht der Generator in einem Raum im Gebäude und wird dort aus seinen Baugruppen zusammengebaut: Radiator, Abgasstrecke, SCR-System, Versorgungsleitungen, Tanks und Schaltschränke einzeln eingebracht und montiert. Die Innenraumlösung ist im Rechenzentrumsbau der Regelfall und der deutlich montageintensivere Weg.
Weil Abgase und Rußpartikel in Bereichen mit empfindlicher Technik und definierter Luftführung nichts zu suchen haben. Was in ein Rechenzentrum hineinfährt, fährt elektrisch. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber die Planung erheblich: Elektrische Hebegeräte brauchen Ladeinfrastruktur, und die ist auf einer Baustelle nicht selbstverständlich vorhanden.
Ja. Unser Sitz ist Rodgau im Landkreis Offenbach, mitten im Rhein-Main-Gebiet – der Region mit der höchsten Rechenzentrumsdichte Europas. Frankfurt, Offenbach, Hanau, Raunheim und Aschaffenburg erreichen wir in kurzer Zeit, für größere Projekte sind wir bundesweit unterwegs.