Radiator-Reparatur am Notstrom-Generator: Notfall-Einsatz im Datacenter Offenbach

Marco Eckel (Eckert & Stück) und Tobias Schott (Omega Mounting) nach dem gemeinsamen Einsatz
Marco Eckel (Eckert & Stück) und Tobias Schott (Omega Mounting) nach dem gemeinsamen Einsatz

Leckage im Kühler gelötet und versiegelt – 4 Tage vor der Scharfschaltung, in einem Arbeitstag

Ein Datacenter in Offenbach steht kurz vor der Scharfschaltung – und im Radiator eines bereits fest eingebauten Notstrom-Generators klafft ein Loch. Vier Tage Zeit, eine drohende Vertragsstrafe im Raum und kaum eine Handbreit Platz zwischen Kühler und Schalldämpfer: In dieser Lage haben wir gemeinsam mit unserem Partnerbetrieb Eckert & Stück die Leckstelle freigelegt, verlötet und mit einem speziellen Metallkleber versiegelt. Der Generator war am selben Tag wieder einsatzbereit – und das Datacenter konnte planmäßig in Betrieb gehen.

Projekt-Steckbrief

Die Leckstelle im Radiator: beschädigte Kühlrippen vor der Reparatur
Die Leckstelle im Radiator: beschädigte Kühlrippen vor der Reparatur

Was ist ein Radiator an einem Notstrom-Generator?

Der Radiator ist der Kühler eines Notstrom-Generators: Ein großes Paket aus dünnen Blechen und Kupfer-Kühlrippen, durch das die Motorwärme an die Umgebungsluft abgegeben wird. In Datacentern sind diese Generatoren Teil der Netzersatzanlage – fällt das öffentliche Netz aus, übernehmen sie binnen Sekunden die Stromversorgung der Serverhallen. Ein undichter Radiator bedeutet Kühlmittelverlust, und ohne funktionierende Kühlung darf der Generator nicht in Betrieb gehen. Damit steht und fällt die Abnahme der gesamten Notstromversorgung an einem Bauteil.

Warum war dieser Einsatz so zeitkritisch?

Das Datacenter sollte in vier Tagen scharf geschaltet werden – und ohne funktionierenden Generator keine Abnahme, ohne Abnahme eine empfindliche Vertragsstrafe. Der Generator war bereits fest im Gebäude eingebaut, mit Schalldämpfer und Louvre (Wetterschutzlamellen) direkt vor dem Radiator montiert. Ein Ausbau des Kühlers hätte Wochen gedauert: Schalldämpfer demontieren, Radiator per Kran aus dem Gebäude heben, neues Bauteil beschaffen. Diese Zeit gab es nicht. Gefragt war eine schnelle, fachgerechte Reparaturlösung am eingebauten Bauteil – genau dafür sind wir mit unserem Partner nach Offenbach gefahren.

Freigelegte Kupfer-Kühlrippen an der Schadstelle des Kühlers
Freigelegte Kupfer-Kühlrippen an der Schadstelle des Kühlers

Warum Löten statt Schweißen?

Am Radiator kam nur Löten infrage, weil die Bleche zu dünn und die Kühlrippen aus Kupfer sind. Beim WIG-Schweißen wäre der Wärmeeintrag viel zu hoch: Die filigranen Lamellen würden schlicht wegbrennen, und statt einer abgedichteten Stelle hätte man ein größeres Loch. Beim Hartlöten mit der Gasflamme wird das Lot bei deutlich niedrigerer Temperatur in die Leckstelle eingebracht – das Grundmaterial bleibt intakt, die Verbindung wird dicht. Voraussetzung ist allerdings eine saubere Vorbereitung: Die beschädigten Kühlrippen mussten erst vorsichtig freigelegt werden, um überhaupt an die eigentliche Leckstelle im Kern zu kommen.

Hartlöten der Leckstelle mit der Gasflamme – Teamarbeit im engen Spalt
Hartlöten der Leckstelle mit der Gasflamme – Teamarbeit im engen Spalt

Wie repariert man einen Kühler, an den man kaum herankommt?

Mit Geduld, Erfahrung und der richtigen Arbeitsposition. Zwischen Radiator und dem davor montierten Louvre mit Schalldämpfer blieb nur ein schmaler Spalt – gearbeitet wurde durch das Schutzgitter hindurch, teils in Zwangslage direkt an der Anlage. Gemeinsam haben Marco Eckel und Tobias Schott die Kühlrippen rund um die Schadstelle freigelegt, die Leckage mit der Gasflamme verlötet und die Stelle anschließend großflächig mit einem speziellen Metallkleber überzogen – einer führte die Flamme, der andere sicherte, leuchtete aus und reichte Werkzeug und Material in den engen Spalt. Bei so wenig Platz ist die Reparatur nur im Team möglich. Die Klebeschicht wirkt als zusätzlicher Schutzmantel über der Lötstelle – eine doppelte Absicherung für den Betrieb unter Druck und Vibration.

Ist das eine dauerhafte Lösung?

Nein – und das gehört zur ehrlichen Beratung dazu. Die Löt- und Klebereparatur ist eine fachgerechte Übergangslösung, die den Generator zuverlässig durch die Scharfschaltung und den Anlaufbetrieb bringt. Und ja: Schön sieht die Stelle mit ihrer grauen Kleberschicht nicht aus – muss sie auch nicht. Eine Notfall-Reparatur wird nicht nach Optik bewertet, sondern nach zwei Kriterien: Sie muss dicht sein und sie muss Druck aushalten. Genau das hat der anschließende Drucktest bestätigt. Die dauerhafte Instandsetzung folgt in einem geplanten Folgeeinsatz: Dann wird der Schalldämpfer demontiert und der Radiator per Kran aus dem Gebäude gehoben – planbar, ohne Zeitdruck und ohne Vertragsstrafe im Nacken. Genau diese Kombination aus Sofortlösung und sauber geplanter Folgemaßnahme ist es, die dem Betreiber in dieser Situation am meisten geholfen hat.

Kaum eine Handbreit Platz zwischen Radiator und Louvre mit Schalldämpfer
Kaum eine Handbreit Platz zwischen Radiator und Louvre mit Schalldämpfer
Nicht schön, aber dicht: die verlötete und mit Spezial-Metallkleber versiegelte Reparaturstelle
Nicht schön, aber dicht: die verlötete und mit Spezial-Metallkleber versiegelte Reparaturstelle

Sicherheit und Qualität bei Lötarbeiten im Datacenter

Arbeiten mit offener Flamme in einem Datacenter kurz vor der Inbetriebnahme verlangen besondere Sorgfalt: Heißarbeiten wurden angemeldet und abgesichert, der Arbeitsbereich geschützt, und beide Monteure arbeiteten mit vollständiger PSA. Freigegeben wurde die reparierte Stelle erst nach einem ausgiebigen Drucktest: Das Kühlsystem wurde unter Druck gesetzt und die Löt- und Klebestelle auf Dichtheit geprüft – erst mit bestandenem Test war die Reparatur abgenommen. Die Kombination aus Klimatechnik-Fachbetrieb und Industriemontage-Erfahrung sorgte dafür, dass der Einsatz nicht nur schnell, sondern auch dokumentiert und abnahmefähig ausgeführt wurde.

Datacenter, Netzersatzanlagen, Generatoren: warum dieser Einsatz bei uns in guten Händen war

Rechenzentren sind für Omega Mounting kein Sonderfall, sondern Alltag: Unsere Teams arbeiten täglich in internationalen Datacenter-Projekten und sind aktuell parallel in mehreren Rechenzentren rund um Frankfurt im Einsatz. Wir kennen die Abläufe, die dort über jeden Einsatz entscheiden – Zutrittsregelungen und Sicherheitsunterweisungen, Heißarbeitsgenehmigungen, die sensiblen Phasen rund um Commissioning und Scharfschaltung. Wer diese Prozesse nicht kennt, verliert in einem zeitkritischen Notfall wertvolle Stunden allein an der Pforte.

Auch Netzersatzanlagen und Generatoren gehören fest zu unserem Leistungsspektrum: Wir haben Generatoren für Wartungen vom Motor getrennt und per Autokran durch Einbringschächte gehoben, Loadbanks und Mietgeneratoren für Lasttests in ein Frankfurter Datacenter eingebracht, CRAH-Klimageräte im laufenden Betrieb getauscht und PDC-Verteiler in Serie aufgestellt. Als zertifizierter Lifting Manager (Appointed Person) plant und verantwortet Tobias Schott Hebearbeiten in genau diesen Umgebungen. Diese Erfahrung war auch in Offenbach der Schlüssel: Wir wussten sofort, wie eng es zwischen Radiator, Louvre und Schalldämpfer wird, was für den späteren Radiator-Ausbau per Kran nötig ist – und welche Reparaturlösung die Scharfschaltung rettet, ohne die dauerhafte Instandsetzung zu verbauen.

Why Omega Mounting?

Fazit

Ein Loch im Radiator, vier Tage bis zur Scharfschaltung, kaum Platz zum Arbeiten – und am Ende ein Generator, der nach bestandenem Drucktest pünktlich einsatzbereit war. Dieser Einsatz zeigt, was ein eingespieltes Partnernetzwerk leisten kann: Eckert & Stück brachte die Klimatechnik- und Lötkompetenz, Omega Mounting die Koordination und Industriemontage-Erfahrung. Wenn bei Ihnen ein zeitkritischer Schaden den Betriebsstart gefährdet, sprechen Sie uns an.

Request a callback for your project now – Omega Mounting GmbH, Rodgau. Wir sind im Rhein-Main-Gebiet und bundesweit im Einsatz.

Bildergalerie zum Einsatz

Marco Eckel (Eckert & Stück) und Tobias Schott (Omega Mounting) nach dem gemeinsamen Einsatz
Marco Eckel (Eckert & Stück) und Tobias Schott (Omega Mounting) nach dem gemeinsamen Einsatz

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Häufig gestellte Fragen

Ja, in vielen Fällen. Kleinere Leckagen lassen sich am eingebauten Radiator durch Hartlöten abdichten und zusätzlich mit Spezial-Metallkleber versiegeln – vorausgesetzt, die Schadstelle ist zugänglich und das Umfeld für Heißarbeiten abgesichert. Die Freigabe erfolgt anschließend über einen Drucktest, der die Dichtheit der Reparaturstelle nachweist.

Weil die Bleche zu dünn und die Kühlrippen meist aus Kupfer sind. Der hohe Wärmeeintrag beim Schweißen würde das Material zerstören. Hartlöten arbeitet mit deutlich niedrigeren Temperaturen und ist für Kühler das richtige Verfahren.

Im Rhein-Main-Gebiet – etwa in Offenbach, Frankfurt, Hanau oder Darmstadt – sind wir von Rodgau aus oft innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit. Bei diesem Projekt lagen zwischen Anfrage und abgeschlossener Reparatur nur wenige Tage.

Spezial-Metallkleber sind hochfeste, temperatur- und vibrationsbeständige Zweikomponenten-Massen, die als zusätzliche Dichtschicht über einer Reparaturstelle dienen. Als Schutzmantel über einer Lötstelle sind sie eine bewährte Absicherung – die dauerhafte Instandsetzung ersetzen sie nicht.

Nein. Sie ist eine fachgerechte Übergangslösung, um den Betrieb sicherzustellen. Die dauerhafte Instandsetzung – etwa der Tausch des Radiators mit Kranunterstützung – wird anschließend geplant und ohne Zeitdruck ausgeführt.

Ja. Für dieses Projekt waren wir gemeinsam mit dem Klimatechnik-Fachbetrieb Eckert & Stück im Einsatz. Über unser Partnernetzwerk decken wir auch Spezialgewerke ab – koordiniert aus einer Hand.

Notstrom-Generatoren sind das Rückgrat der Netzersatzanlage: Bei einem Stromausfall übernehmen sie binnen Sekunden die Versorgung der Serverhallen. Ohne funktionierende Generatorkühlung gibt es keine Abnahme und keine Scharfschaltung.

Unsere Teams sind täglich in internationalen Rechenzentrums-Projekten unterwegs, aktuell parallel in mehreren Datacentern rund um Frankfurt. Zum Leistungsspektrum gehören Generator-Wartungen inklusive Kran-Aushub, das Einbringen von Loadbanks und Mietgeneratoren für Lasttests, der Tausch von CRAH-Klimageräten und der Serienaufbau von PDC-Verteilern – geplant und geführt durch einen zertifizierten Lifting Manager (Appointed Person).

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