- Projektreport – Prüfstand-Umbau mit Ölwanne
Prüfstand-Umbau im Automobil-Prüffeld: Hydraulik angepasst und Ölwanne dicht verschweißt
Wie 2 Monteure in drei Tagen die Hydraulikleitungen eines Fahrzeug-Prüfstands umbauten und eine dichte Ölwanne rund um das Betonfundament schweißten
Ein Prüfstand in der Automobilentwicklung ist ein Kraftpaket: Servohydraulische Zylinder bewegen tonnenschwere Aufbauten, simulieren Straße, Schwingung und Belastung – und das oft rund um die Uhr. Wo so viel Hydraulik arbeitet, gilt eine einfache Regel: Öl darf niemals unkontrolliert austreten.
Genau darum ging es bei diesem Einsatz. Für einen süddeutschen Automobilkonzern durfte unser Team aus Rodgau einen hydraulisch bewegten Prüfstand umbauen: Die vorhandenen Hydraulikleitungen wurden angepasst – und rund um das Betonfundament montierten und verschweißten wir eine umlaufende Ölwanne, die im Fall einer Leckage jeden Tropfen auffängt.
Die Besonderheit: Geschweißt wurde in einem engen Kellerraum – möglich gemacht durch eine spezielle Schweißabsaugung mit Frischluftzufuhr. Die Fotos in diesem Beitrag zeigen die Anlage, die Schweißarbeiten und das Ergebnis.
Projekt-Steckbrief
- Leistung: Umbau der Hydraulikleitungen an einem Fahrzeug-Prüfstand; Montage und dichte Verschweißung einer umlaufenden Ölwanne am Betonfundament inkl. Ablasshähnen, Schliff, Grundierung, Lackierung und Abdichtung
- Team: 2 Monteure
- Projektzeit: 3 Tage
- Einsatzort: Prüffeld eines süddeutschen Automobilkonzerns (Kunde und Standort bleiben ungenannt)
- Schweißverfahren: WIG – für saubere, dichte Nähte
Was ist ein hydraulischer Prüfstand?
Ein hydraulischer Prüfstand ist eine Anlage, mit der Fahrzeuge oder Bauteile unter realistischen Belastungen getestet werden. Servohydraulische Zylinder bringen dabei gezielt Kräfte und Bewegungen ein – vom feinen Vibrieren bis zum kräftigen Stoß. So lassen sich Fahrbahnprofile, Lastwechsel und Dauerbelastungen im Labor nachstellen, lange bevor ein Fahrzeug auf die Straße kommt.
Damit das funktioniert, steht ein Prüfstand auf einem massiven Betonfundament, das die dynamischen Kräfte aufnimmt. Die Hydraulikzylinder arbeiten mit hohem Druck – entsprechend durchziehen Hydraulikleitungen, Ventile und Speicher die gesamte Anlage. Auf den Fotos ist die Technik von unten gut zu erkennen: mehrere Zylinder, die den Prüfstandstisch aus verschiedenen Richtungen bewegen, dazu die zugehörige Verrohrung.
Und genau hier kommt das Thema Öl ins Spiel: Wo Hydraulik unter Druck arbeitet, muss der Betreiber dafür sorgen, dass austretendes Öl im Fall einer Leckage sicher aufgefangen wird – zum Schutz von Boden, Gebäude und Umwelt.
Warum eine Ölwanne um das Fundament?
Die direkte Antwort: damit bei einer Leckage kein Tropfen Hydrauliköl auf den Boden gelangt. Eine umlaufende Ölwanne am Fundament fängt austretendes Öl auf und macht es kontrolliert entsorgbar – das ist gelebter Umweltschutz und schützt zugleich den Betrieb vor teuren Folgeschäden und Stillständen.
Unsere Lösung ging dabei über ein simples Auffangblech hinaus. In die Wanne wurden mehrere Ablasshähne mit Schläuchen montiert: Kommt es zu einer Leckage, lässt sich das aufgefangene Öl direkt in ein passendes Gebinde ablassen und fachgerecht entsorgen beziehungsweise recyceln – ohne Pumpen, ohne Sauerei, ohne Improvisation.
Der Clou liegt im Detail: Eine Ölwanne ist nur so gut wie ihre Dichtheit. Deshalb wurde jede Ecke und jeder Übergang verschweißt – und selbst der Spalt zwischen Betonwand und Wanne mit einem ölresistenten Dichtmittel verschlossen. So kann auch dort nichts durchsickern und auf den Boden tropfen.
Wie läuft so ein Prüfstand-Umbau ab?
Der Reihe nach – vom Hydraulik-Umbau bis zur lackierten Wanne:
- Hydraulikleitungen umbauen: Die vorhandene Verrohrung wurde an die neue Konfiguration des Prüfstands angepasst. Die Nahaufnahmen zeigen die massiven Winkelverschraubungen, mit denen Hydraulikleitungen druckdicht verbunden werden.
- Ölwanne montieren: Die Wannensegmente wurden umlaufend um das Betonfundament gesetzt und mit Dübeln und Schrauben befestigt.
- Ecken und Übergänge verschweißen: Anschließend wurden alle Stöße, Ecken und Übergänge komplett dicht verschweißt – hier entsteht die eigentliche Dichtheit der Wanne.
- Ablasshähne und Schläuche montieren: Mehrere Ablasspunkte machen die Wanne wartungsfreundlich – aufgefangenes Öl läuft direkt ins passende Gebinde.
- Schleifen, grundieren, lackieren: Alle geschweißten Übergänge wurden abgeschliffen, grundiert und lackiert – Korrosionsschutz und saubere Optik in einem.
- Abdichten: Zum Schluss wurde der Spalt zwischen Betonwand und Ölwanne mit einem ölresistenten Mittel abgedichtet.
Schweißen im engen Kellerraum: Absaugung und Frischluft statt Kompromissen
Wer schon einmal in einem Keller geschweißt hat, kennt das Problem: Schweißrauch braucht ein Ziel – und der Schweißer braucht Luft. Bei diesem Einsatz kam deshalb eine spezielle Schweißabsaugung mit Frischluftzufuhr zum Einsatz. Das System saugt den Rauch direkt ab und führt gleichzeitig frische Luft zu – so konnten unsere Monteure ohne zusätzliches Filtersystem am Schweißhelm arbeiten.
Geschweißt wurde mit WIG – dem Verfahren der Wahl, wenn es auf saubere, kontrollierte und absolut dichte Nähte ankommt. Auf den Fotos sind der Schweißhelm und der WIG-Brenner direkt neben der Wanne zu sehen, ebenso die frisch gezogenen Nähte an den Wannenecken und die bereits verschliffenen, grundierten Übergänge.
Arbeitsschutz ist bei solchen Einsätzen keine Kür, sondern Voraussetzung: Wer in beengten Räumen schweißt, muss Rauch, Frischluft und Brandschutz im Griff haben – sonst gehört er dort nicht hin.
Sauber arbeiten, wo Präzision zu Hause ist
Ein Prüffeld ist kein gewöhnlicher Industrieboden: Hier stehen hochgenaue, teure Anlagen dicht an dicht, und der Messbetrieb verträgt weder Schmutz noch Beschädigungen. Unsere Monteure haben entsprechend gearbeitet – Arbeitsbereich abgesichert, Anlage geschützt, Baustelle täglich sauber hinterlassen.
Das Ergebnis: ein umgebauter Prüfstand mit angepasster Hydraulik und einer rundum dichten, lackierten Ölwanne mit kontrollierten Ablasspunkten. Damit ist ein sauberes und vor allem sicheres Arbeiten an der Anlage dauerhaft gewährleistet – genau das, was der Kunde wollte.
Why Omega Mounting?
- Schweißkompetenz, wo Dichtheit zählt: WIG-Nähte, die halten und dicht sind – vom Hafenkran bis zur Ölwanne im Prüffeld.
- Hydraulik-Erfahrung: Leitungen, Verschraubungen, Umbauten – wir arbeiten regelmäßig an hydraulischen Anlagen, von Verladerampen bis zu Prüfständen.
- Arbeitsschutz auf Stand: Schweißabsaugung mit Frischluftzufuhr, PSA, Brandschutz – wir bringen die Ausrüstung mit, die enge Räume verlangen.
- Automotive-Routine: Ob Lackieranlage, Arbeitsplattform oder Prüfstand – die Abläufe und Ansprüche der Automobilindustrie sind uns vertraut.
- Komplett aus einer Hand: Montage, Schweißen, Schleifen, Grundieren, Lackieren, Abdichten – ein Team, ein Ergebnis.
- Regional verankert: Von Rodgau aus sind wir schnell in Offenbach, Frankfurt, Hanau, Darmstadt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet – und bundesweit im Einsatz.
Fazit: Kleine Fläche, große Wirkung
Zwei Monteure, drei Tage, ein klarer Auftrag: Hydraulik umgebaut, Ölwanne montiert, dicht verschweißt, entwässerbar gemacht, lackiert und abgedichtet. Kein spektakulärer Kranhub, kein Großprojekt – aber genau die Art von Arbeit, bei der Sorgfalt den Unterschied macht. Denn eine Ölwanne bemerkt man erst dann, wenn sie fehlt.
Wenn Sie an Ihren Anlagen Auffangwannen, Schweißarbeiten oder Hydraulik-Umbauten brauchen – sprechen Sie uns an.
Request a callback for your project now – Omega Mounting GmbH, Rodgau. Ihr Partner für Industriemontage, Schweißtechnik und Instandhaltung im Rhein-Main-Gebiet: Offenbach, Frankfurt, Hanau, Dietzenbach – und bundesweit.
Bildergalerie zum Einsatz
Sie planen einen Prüfstand-Umbau?
Erzählen Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück.
100 % unverbindlich & kostenfrei
Häufig gestellte Fragen
Weil Hydrauliköl bei einer Leckage weder in den Boden noch ins Abwasser gelangen darf. Eine dichte Auffangwanne fängt austretendes Öl sicher auf und schützt Umwelt, Gebäude und Betrieb. Bei fest installierten Anlagen mit größeren Ölmengen ist eine solche Rückhaltung Stand der Technik.
Durch dichtes Verschweißen aller Stöße, Ecken und Übergänge – bloßes Verschrauben reicht nicht. Wir schweißen die Nähte mit WIG, schleifen sie, grundieren und lackieren die Wanne und dichten auch den Anschluss zur Betonwand mit einem ölresistenten Mittel ab.
Sie machen die Wanne wartungsfreundlich: Aufgefangenes Öl lässt sich direkt in ein passendes Gebinde ablassen und fachgerecht entsorgen oder recyceln – ohne Pumpen und ohne dass jemand in die Wanne steigen muss. Mehrere Ablasspunkte sorgen dafür, dass jede Stelle der Wanne entleert werden kann.
Ja – mit der richtigen Ausrüstung. Bei diesem Projekt kam eine spezielle Schweißabsaugung mit Frischluftzufuhr zum Einsatz, die den Schweißrauch direkt absaugt und den Arbeitsplatz mit frischer Luft versorgt. So ist sicheres Arbeiten auch dort möglich, wo kein Fenster und keine Halle mit Lüftung zur Verfügung steht.
Ja. Wir passen Hydraulikleitungen an, versetzen und erneuern Verrohrungen und montieren die zugehörigen Verschraubungen druckdicht – zum Beispiel beim Umbau von Prüfständen, Verladetechnik oder Maschinen. Die Inbetriebnahme stimmen wir mit dem Betreiber beziehungsweise der Fachfirma der Anlage ab.
Ja – bei uns kommt das Gewerk komplett aus einer Hand: schweißen, verschleifen, grundieren, lackieren und abdichten. So gibt es keine Schnittstellenprobleme zwischen mehreren Firmen, und die Anlage ist nach unserem Einsatz wirklich fertig.
Ja. Unser Sitz ist in Rodgau bei Offenbach, und die meisten Einsätze führen uns nach Frankfurt, Hanau, Darmstadt und ins übrige Rhein-Main-Gebiet – aber für Industriekunden sind wir regelmäßig bundesweit unterwegs, wie dieses Projekt in Süddeutschland zeigt.