- Ratgeber – Lift & Shift
Kranhub planen: Gewicht, Ausladung, Stellplatz – was vorher feststeht
Von Tobias Schott · Lesezeit ca. 23 Minuten · Stand: Oktober 2026
Wer einen Kranhub planen will, fängt nicht beim Gewicht an, sondern bei der Frage, wo die Last am Ende stehen soll und wo der Kran stehen darf. Aus diesen beiden Punkten ergibt sich die Ausladung – und die Ausladung bestimmt den Kran.
Eine Anfrage beginnt oft mit einem Satz wie diesem: „Wir müssen eine Anlage aufs Dach bringen, sie ist nicht besonders schwer.“ Das ist eine gute erste Information, aber sie reicht nicht. Ob der Hub einfach wird, entscheidet nicht allein das Gewicht. Es entscheiden der Weg der Last, der Absetzpunkt, der Stellplatz und alles, was dazwischen steht.
Dieser Ratgeber zeigt, was Auftraggeber, Planer und Projektleiter klären und liefern sollten, damit ein Kranhub sicher geplant und der passende Kran bestellt werden kann. Wir erklären, was ein Hubplan enthält, warum die Ausladung so viel Gewicht hat und welche sechs Angaben jede Kranplanung braucht. Dazu kommen Stellplatz, Zuständigkeiten, Ablauf, Wetter und typische Fehler.
Wir sind ein Montage- und Einbringungsbetrieb aus Rodgau bei Frankfurt. Wir planen Hübe, schlagen an und weisen ein. Den Kran mit Kranführer stellt das Kranunternehmen, das auch die Kranwahl rechnet. Wer am Hub welche Rolle trägt und was die verantwortliche Person leistet, beschreibt unser Grundlagenartikel zur verantwortlichen Person für Hebearbeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Einen Kranhub planen heißt: Last, Anschlag, Kran, Stellplatz, Weg der Last, Absetzpunkt, Personen und Freigaben vorher in einem Hubplan festlegen.
- Die Ausladung, also der Abstand zwischen Kran und Last, bestimmt die zulässige Last. Je weiter weg, desto weniger darf am Haken hängen.
- Deshalb braucht eine leichte Last, die weit hinter einem Gebäude abgesetzt wird, oft einen deutlich größeren Kran als eine schwere Last direkt neben der Straße.
- Sechs Angaben braucht jede Kranplanung: Gewicht am Haken, Schwerpunkt und Abmessungen, Absetzpunkt und Weg, Stellplatz und Untergrund, Hindernisse, Termin und Zeitfenster.
- Das Kranunternehmen wählt den Kran und rechnet die Traglast. Den Untergrund und Decken beurteilt der Tragwerksplaner. Der Hubplaner führt alles zusammen.
- Steht der Kran im öffentlichen Raum, braucht es eine Genehmigung und eine Absperrung. Das braucht Vorlauf.
- Wind und Wetter können einen Hub verhindern. Abbruchkriterien und ein Ersatztermin gehören in jeden Plan.
Was heißt „Kranhub planen“?
Einen Kranhub planen heißt, alle Bedingungen eines Hubs vorab zu klären und in einem Hubplan festzuhalten – von der Last über den Kran und seinen Stellplatz bis zum Absetzpunkt, zu den beteiligten Personen und zur Freigabe.
Der Hubplan heißt auf vielen Baustellen auch Liftplan, nach dem englischen Begriff. Gemeint ist dasselbe Dokument. Es ist die gemeinsame Grundlage für alle, die am Hub beteiligt sind: Auftraggeber, Kranunternehmen, Kranführer, Anschläger, Einweiser und Bauleitung.
Was ein Hubplan enthält
Ein vollständiger Hubplan beantwortet diese Fragen:
- Last. Was wird gehoben, wie schwer ist es mit allem, was am Haken hängt, wo liegt der Schwerpunkt?
- Anschlag. Wo wird angeschlagen, mit welchen Anschlagmitteln, mit oder ohne Traverse?
- Kran. Welcher Kran, in welchem Rüstzustand, mit welcher Abstützung?
- Stellplatz. Wo steht der Kran, auf welchem Untergrund, mit welcher Lastverteilung unter den Stützen?
- Weg der Last. Wie läuft die Last vom Anhebepunkt zum Absetzpunkt, über welche Hindernisse, in welcher Höhe?
- Absetzpunkt. Wo genau wird abgesetzt, auf welchem Untergrund, in welcher Lage?
- Personen. Wer gibt die Kommandos, wer schlägt an, wer weist ein, wer sperrt ab?
- Freigabe. Wer hat den Plan geprüft und unterschrieben, und wer gibt am Hubtag den Hub frei?
Hubplan, Gefährdungsbeurteilung und Einbringplanung
Der Hubplan ist nicht dasselbe wie die Gefährdungsbeurteilung, aber er gehört dazu. Die Gefährdungsbeurteilung beschreibt Gefahren und Maßnahmen für den ganzen Einsatz. Der Hubplan beschreibt den einzelnen Hub technisch. Wie beides mit dem Arbeitsdokument für Montagearbeiten zusammenhängt, erklärt unser Ratgeber zum RAMS für Montagearbeiten.
Auch die Einbringplanung ist größer als der Hub: Sie umfasst den ganzen Weg vom Fahrzeug bis zum Aufstellort. Wie ein Einbringtag insgesamt vorbereitet wird, zeigt unser Ratgeber zum Ablauf der Maschineneinbringung.
Warum die Ausladung den Kran bestimmt
Die Ausladung bestimmt den Kran, weil die zulässige Last eines Krans sinkt, je weiter der Haken vom Kran entfernt ist – deshalb steht am Anfang jeder Kranplanung die Frage nach der Reichweite und erst danach die nach dem Gewicht.
Die Ausladung ist der waagerechte Abstand zwischen der Drehachse des Krans und dem Lasthaken. Eine Last erzeugt am Kran ein Moment: Gewicht mal Abstand. Dieses Lastmoment versucht, den Kran nach vorn zu kippen. Gegen das Kippen arbeiten Eigengewicht, Ballast und Abstützung. Außerdem muss der Ausleger selbst die Last tragen, ohne überlastet zu werden. Je größer die Ausladung, desto größer das Moment bei gleicher Last – und desto kleiner die Last, die der Kran sicher halten darf. Wie Lastmoment, Ausladung und Standsicherheit genau zusammenhängen, erklärt unser Beitrag Lastmoment und Ausladung.
Was das für Ihre Anfrage heißt
Für die Planung folgt daraus eine einfache Regel: Nicht das Gewicht allein entscheidet über den Kran, sondern das Gewicht in der größten Ausladung, die beim Hub vorkommt. Steht der Kran direkt neben dem Absetzpunkt, reicht oft ein kleinerer. Muss die Last über ein Gebäude oder eine Halle hinweg, wächst die Ausladung – dann braucht auch eine leichte Last einen großen Kran.
Deshalb fragen wir bei jeder Anfrage zuerst: Wo soll die Last hin, und wo kann der Kran stehen? Erst dann hat die Gewichtsangabe ihren Sinn.
Ausladung ist nicht der einzige Faktor
Neben der Ausladung zählen die Hubhöhe und der Weg der Last. Eine Last, die über eine Attika, ein Vordach oder einen Baum gehoben werden muss, braucht Höhe. Mehr Höhe verlangt oft einen längeren Ausleger. Ein längerer Ausleger bringt mehr Eigengewicht und verringert wiederum die zulässige Last. Welche Kranarten es gibt und was sie jeweils leisten, beschreibt unser Beitrag zu den gängigen Kranarten im Überblick. Welches Hebeverfahren bei einer Einbringung passt, zeigt unser Ratgeber zur Wahl des Hebeverfahrens bei der Einbringung.
Die sechs Angaben, ohne die niemand einen Kran plant
Ohne sechs Angaben kann niemand einen Kran seriös planen: Gewicht am Haken, Schwerpunkt und Abmessungen, Absetzpunkt und Weg der Last, Stellplatz und Untergrund, Hindernisse in der Umgebung sowie Termin und Zeitfenster.
Fehlt eine davon, plant das Kranunternehmen mit Annahmen. Annahmen kosten Reserve – oder sie fallen erst am Hubtag auf, wenn der Kran schon steht.
Gewicht am Haken – mit allem, was daran hängt
Gemeint ist nicht das Gewicht der Anlage allein, sondern die ganze Last am Haken. Dazu gehören die Anlage selbst, Anschlagmittel, Schäkel, eine Traverse oder ein Lastrahmen und gegebenenfalls ein Transportgestell. Ob Hakenflasche und Seil schon in der Traglast des Krans berücksichtigt sind, klärt das Kranunternehmen in seiner Berechnung.
Das Gewicht sollte belegt sein, nicht geschätzt – durch Datenblatt, Typenschild, Wiegeschein oder Herstellerangabe. Achten Sie auf Füllungen: Öl, Wasser, Kühlmittel oder Restmengen in Tanks können eine Last deutlich schwerer machen, als das Datenblatt im Leerzustand sagt.
Schwerpunkt und Abmessungen
Liegt der Schwerpunkt nicht in der Mitte, hängt die Last schief, sobald sie abhebt. Dann müssen Anschlagpunkte und Anschlagmittel darauf abgestimmt werden. Viele Hersteller markieren den Schwerpunkt auf der Anlage oder im Datenblatt. Dazu gehören Länge, Breite und Höhe der Last. Sie bestimmen, wie viel Platz die Last beim Schwenken braucht und wie viel Wind sie fängt.
Wo die Anschlagpunkte liegen und wie sie belastet werden dürfen, gibt ebenfalls der Hersteller vor. Welche Anschlagmittel zu welcher Last passen, erklärt unser Ratgeber zu Anschlagmitteln für schwere Lasten.
Absetzpunkt und Weg der Last
Der Absetzpunkt ist die genaue Stelle, an der die Last stehen soll – nicht „irgendwo auf dem Dach“, sondern der Platz auf dem Grundrahmen, im Hof oder auf dem Fundament. Er bestimmt die Ausladung am Ende des Hubs. Ebenso wichtig ist der Weg dorthin. Der Kran schwenkt, hebt und senkt die Last. Die größte Ausladung liegt nicht immer am Absetzpunkt, sondern manchmal unterwegs.
Zur Hubhöhe zählt nicht nur die Höhe des Ziels. Dazu kommen die Bauhöhe der Last, die Bauhöhe des Gehänges und ein Abstand über Hindernissen.
Stellplatz und Untergrund
Der Kran braucht eine Fläche, die groß genug, eben und tragfähig ist. Mehr dazu im nächsten Kapitel.
Hindernisse: Freileitungen, Bäume, Nachbarbebauung
Alles, was zwischen Kran und Absetzpunkt oder im Schwenkbereich steht, ist ein Hindernis. Typisch sind Freileitungen, Bäume, Laternen, Vordächer, Gerüste, Nachbargebäude und andere Krane auf der Baustelle. Freileitungen sind besonders gefährlich. Hier braucht es einen sicheren Abstand nach Vorgabe des Netzbetreibers oder eine Abschaltung, die rechtzeitig beantragt wird. Schwenkt die Last über ein Nachbargrundstück, braucht es dessen Zustimmung.
Termin und Zeitfenster
Der Termin hängt an vielen Stellen: an der Anlieferung der Last, an der Verfügbarkeit des Krans, an Genehmigungen, an Betriebsfenstern im Gebäude und am Wetter. Planen Sie Reserve ein. Ein Hub, der am Ende eines engen Fensters liegt, hat keinen Spielraum, wenn etwas nicht passt.
Stellplatz und Untergrund: Wo der Kran stehen darf
Der Stellplatz eines Krans muss groß, eben und tragfähig genug für Kran, Abstützung und Lastverteilung sein, frei von belastungsempfindlichen Leitungen und Hohlräumen – und, wenn er im öffentlichen Raum liegt, genehmigt und abgesperrt.
Oft bestimmt der Stellplatz den Kran am stärksten: Je näher der Kran an den Absetzpunkt heran darf, desto kleiner die Ausladung.
Abstützung und Lastverteilung
Ein Kran stützt sich beim Heben auf seine Stützen ab. Unter jeder Stütze wirkt eine große Kraft auf eine kleine Fläche. Damit der Boden nicht nachgibt, legt man Lastverteilplatten unter. Sie verteilen die Kraft auf eine größere Fläche. Wie das funktioniert und wann Platten nicht reichen, erklärt unser Beitrag zu Lastverteilplatten und Bodenpressung.
Welche Kräfte unter den Stützen auftreten, rechnet das Kranunternehmen. Ob der Untergrund sie aufnimmt, beurteilt der Tragwerksplaner, bei Bedarf mit einem Bodengutachten.
Was unter der Fläche liegt
Asphalt sieht tragfähig aus, aber darunter können Schächte, Kanäle, Leitungen, Tiefgaragen oder aufgefüllter Boden liegen. Auf dem Werksgelände sind es oft Kellerschächte, Medientrassen und Fundamente. Holen Sie Bestandspläne der Leitungen ein, bevor der Stellplatz festgelegt wird. Bei Dächern, Decken und Hofkellern gilt: Ohne Aussage des Tragwerksplaners steht dort kein Kran. Wie Deckenlasten und Kranstellflächen schon in der Gebäudeplanung berücksichtigt werden, beschreibt unser Ratgeber zur Einbringplanung mit Blick auf die Deckenlast.
Zufahrt zum Stellplatz
Der Kran muss den Stellplatz auch erreichen. Tore, Kurven, Durchfahrten und Gewichtsbeschränkungen bestimmen, ob das gelingt – für Kran, Ballast und Last. Enge Zufahrten lassen sich über Schleppkurven prüfen, bevor jemand losfährt.
Genehmigung im öffentlichen Raum
Steht der Kran auf einer öffentlichen Straße, einem Gehweg oder einem Parkstreifen, braucht es eine Genehmigung. Zuständig ist meist die Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder Gemeinde. Sie legt fest, wie abgesperrt, beschildert und umgeleitet wird. Für die Anfahrt großer Krane und Lasten kann eine eigene Genehmigung für den Schwertransport nötig sein. In der Nähe von Flughäfen kann zusätzlich die Zustimmung der Luftfahrtbehörde gefragt sein.
Wer die Anträge stellt, regeln Sie im Auftrag – häufig übernimmt das Kranunternehmen einen Teil davon. Planen Sie Vorlauf ein, denn Behörden brauchen Zeit. Dieser Ratgeber ist keine Rechtsberatung. Was im Einzelfall gilt, sagt Ihnen die zuständige Behörde.
Wer was macht: Kranunternehmen, Hubplanung, Tragwerksplaner
Beim Kranhub stellt das Kranunternehmen Kran und Kranführer und rechnet Kranwahl und Traglast, der Tragwerksplaner beurteilt Untergrund und Decken, und der Hubplaner führt alles zu einem Hubplan zusammen, schlägt an und weist ein.
Klare Zuständigkeiten verhindern, dass eine Frage zwischen den Firmen liegen bleibt. Die Aufteilung ist typisch, im Einzelfall regelt sie der Auftrag.
Der Auftraggeber
Der Auftraggeber liefert die Angaben zur Last und zum Ziel: Datenblatt, Gewicht, Schwerpunkt, Anschlagpunkte, Absetzpunkt, Termin. Er stellt Pläne von Gelände und Leitungen bereit und gibt Flächen frei.
Das Kranunternehmen
Das Kranunternehmen stellt den Kran und den Kranführer. Es wählt den Kran anhand von Last, Ausladung, Hubhöhe und Stellplatz aus und rechnet Abstützung, Ballast und Traglast nach den Unterlagen des Krans. Die Stützkräfte, die es ermittelt, sind die Grundlage für die Prüfung des Untergrunds. Der Kranführer bedient den Kran und entscheidet am Hubtag mit, ob gehoben werden kann.
Der Tragwerksplaner
Der Tragwerksplaner beurteilt, ob Untergrund, Decken, Dächer, Schächte und Kanäle die Lasten aufnehmen – die des Krans am Stellplatz und die der Last am Absetzpunkt. Er gibt vor, ob und wie zusätzlich verteilt oder unterbaut werden muss.
Die Hubplanung
Die Hubplanung führt die Angaben zusammen. Wir begehen die Fläche, messen auf, erstellen den Hubplan und stimmen ihn mit Kranunternehmen, Tragwerksplaner und Auftraggeber ab. Am Hubtag schlagen wir an, weisen ein und führen die Last. Auf Wunsch übernehmen wir die Rolle der verantwortlichen Person, die den Hub plant, freigibt und überwacht. Den Kran fahren wir nicht, und die Traglast rechnen wir nicht – das bleibt beim Kranunternehmen.
Kranhub planen Schritt für Schritt: von der Anfrage bis zur Dokumentation
Wer einen Kranhub planen will, geht in sechs Schritten vor: Anfrage mit Unterlagen, Begehung und Aufmaß, Hubplan, Abstimmung mit Kranunternehmen und Tragwerksplaner samt Genehmigungen, Hubtag mit Einweisung und Probehub, Dokumentation.
Schritt eins: Anfrage mit Unterlagen
Am Anfang stehen die sechs Angaben, so weit sie bekannt sind, dazu Fotos und ein Lageplan. Fehlt etwas, ist das kein Problem – wichtig ist, dass offene Punkte als offen markiert sind.
Schritt zwei: Begehung und Aufmaß
Bei der Begehung sehen wir uns Stellplatz, Zufahrt, Weg der Last und Absetzpunkt an. Wir messen Abstände, Höhen und Engstellen auf, prüfen Hindernisse und Freileitungen und fragen nach Schächten und Leitungen im Boden. Was gemessen ist, muss später nicht geschätzt werden.
Schritt drei: Hubplan erstellen
Aus Angaben und Aufmaß entsteht der Hubplan: Last mit Anschlag, Stellplatz, Weg der Last, Absetzpunkt, Absperrung, Personen und Kommandos. Wer einen Hubplan erstellen will, braucht dafür die Daten aller Beteiligten. Deshalb ist er am Anfang ein Entwurf, der mit jeder Abstimmung genauer wird.
Schritt vier: Kranwahl, Untergrund und Genehmigungen
Mit dem Entwurf rechnet das Kranunternehmen die Kranwahl, die Abstützung und die Stützkräfte. Der Tragwerksplaner prüft den Untergrund. Parallel laufen die Anträge für Straße, Freileitung oder Luftraum, falls nötig. Am Ende steht ein Hubplan, den alle Beteiligten freigegeben haben.
Schritt fünf: der Hubtag
Am Hubtag wird der Kran aufgebaut und abgestützt, die Fläche abgesperrt, das Team eingewiesen. Dann folgt der Probehub: Die Last wird knapp angehoben, Lage und Anschlag werden geprüft, dann geht es weiter – oder zurück. Während des Hubs gibt eine benannte Person die Kommandos. Der Kranführer sieht die Last nicht immer, deshalb führt ein Einweiser mit Sicht auf Last und Ziel.
Schritt sechs: Dokumentation
Nach dem Hub halten wir fest, was wie gehoben wurde und was abwich. Hubplan, Fotos und Maße gehen an den Auftraggeber – beim nächsten Hub am selben Ort sparen sie viel Arbeit.
Wind, Wetter und Abbruchkriterien
Wind, Gewitter, Sicht und Glätte können einen Kranhub verhindern oder unterbrechen; die zulässigen Grenzen ergeben sich aus den Unterlagen des Krans und der Beurteilung des Kranführers, und die Abbruchkriterien werden vor dem Hub festgelegt.
Wind
Wind wirkt auf Kran und Last. Große, flache Lasten wie Container oder Gehäuse fangen viel Wind und können pendeln oder sich drehen. Welche Windgeschwindigkeit für den Kran und für die Last noch zulässig ist, steht in den Unterlagen des Krans. Ob gehoben wird, entscheidet der Kranführer gemeinsam mit der verantwortlichen Person. Wir nennen hier bewusst keine Werte, denn sie hängen vom Kran, vom Rüstzustand und von der Last ab.
Gewitter, Sicht, Glätte
Bei Gewitter ruht der Hub. Bei schlechter Sicht braucht es Beleuchtung und sichere Verständigung, sonst wird nicht gehoben. Nach starkem Regen wird der Untergrund unter den Stützen erneut geprüft.
Abbruchkriterien vorher festlegen
Abbruchkriterien sind Bedingungen, bei denen der Hub sofort gestoppt oder gar nicht begonnen wird. Sie gehören in den Hubplan. Typisch sind: Wind über der zulässigen Grenze, Gewitter, gestörte Verständigung zwischen Kranführer und Einweiser, eine Person im Gefahrenbereich, eine Last, die sich anders verhält als geplant. Jeder Beteiligte darf stoppen. Wer weiterhebt, entscheidet die benannte Person.
Ersatztermin einplanen
Weil das Wetter nicht planbar ist, gehört ein Ersatztermin in jeden Plan – samt der Frage, was dann mit Genehmigung und Absperrung geschieht.
Überblick: Angabe, warum sie zählt, wer sie liefert
Für jede Angabe im Hubplan gibt es einen Grund und einen Zuständigen, der sie liefert oder prüft – die Tabelle fasst das zusammen.
| Angabe | Warum sie zählt | Wer sie liefert |
|---|---|---|
| Gewicht am Haken. | Grundlage jeder Berechnung; Anschlagmittel, Traverse und Füllungen zählen mit. | Auftraggeber mit Hersteller; Hubplanung ergänzt den Anschlag. |
| Schwerpunkt und Abmessungen. | Bestimmen Anschlag, Schräglage, Platzbedarf und Windfläche. | Hersteller über den Auftraggeber. |
| Anschlagpunkte. | Nur zugelassene Punkte dürfen belastet werden. | Hersteller; Prüfung durch die Hubplanung. |
| Absetzpunkt und Weg der Last. | Bestimmen Ausladung und Hubhöhe – und damit den Kran. | Auftraggeber; Aufmaß durch die Hubplanung. |
| Stellplatz und Zufahrt. | Entscheiden, wie nah der Kran an die Last herankommt. | Hubplanung mit Kranunternehmen und Auftraggeber. |
| Untergrund, Decken, Leitungen im Boden. | Müssen Stützkräfte und Last aufnehmen. | Tragwerksplaner; Bestandspläne vom Auftraggeber. |
| Hindernisse und Freileitungen. | Begrenzen Schwenkbereich und Höhe, brauchen Abstand oder Abschaltung. | Hubplanung beim Aufmaß; Netzbetreiber bei Freileitungen. |
| Kranwahl und Traglast. | Der Kran muss die Last in der größten Ausladung sicher halten. | Kranunternehmen. |
| Genehmigungen. | Ohne sie steht kein Kran im öffentlichen Raum. | Nach Auftrag, oft Kranunternehmen oder Auftraggeber. |
| Termin und Zeitfenster. | Anlieferung, Betrieb, Kran und Wetter müssen zusammenpassen. | Auftraggeber mit allen Beteiligten. |
Typische Fehler beim Kranhub planen
Die typischen Fehler beim Kranhub planen sind ein Gewicht ohne Anschlagmittel, ein vergessener Absetzpunkt, ein ungeprüfter Stellplatz, eine übersehene Freileitung und ein Zeitfenster ohne Reserve.
- Gewicht ohne Anschlagmittel. Die Anlage ist bekannt, aber Traverse, Schäkel und Gehänge fehlen in der Rechnung.
- Absetzpunkt vergessen. Es heißt nur „aufs Dach“ – erst am Hubtag zeigt sich, dass der Platz am anderen Ende liegt.
- Stellplatz nicht geprüft. Unter der Fläche liegt ein Schacht, ein Kanal oder eine Tiefgarage.
- Zufahrt nicht geprüft. Der Kran kommt nicht um die Kurve oder durch das Tor.
- Freileitung übersehen. Die Leitung liegt im Schwenkbereich, und eine Abschaltung ist nicht beantragt.
- Genehmigung zu spät. Die Straße ist am Hubtag nicht gesperrt, der Kran darf nicht aufbauen.
- Keine Reserve im Zeitfenster. Wind oder eine verspätete Anlieferung, und das Fenster ist vorbei – ohne Ersatztermin beginnt die Planung von vorn.
Der Fehler hinter den Fehlern
Hinter den meisten Fehlern steht dieselbe Annahme: Ein Kranhub sei vor allem eine Frage des Gewichts. Das Gewicht ist wichtig. Aber erst Absetzpunkt, Stellplatz und Weg der Last machen aus einer Gewichtsangabe eine planbare Aufgabe.
Kranhub planen im Rhein-Main-Gebiet: So läuft das bei uns
Im Rhein-Main-Gebiet planen wir Kranhübe für Einbringungen in Industrie, Rechenzentren und Gewerbe: Begehung, Aufmaß, Hubplan, Abstimmung mit Kranunternehmen und Tragwerksplaner, Anschlagen und Einweisen am Hubtag.
Viele Gelände in der Region sind dicht bebaut, Zufahrten schmal, Stellplätze liegen oft im öffentlichen Raum. Rund um Frankfurt liegen Gewerbegebiete nah an Flughafen, Bahnlinien und Wohngebieten. Das macht den Vorlauf für Genehmigungen wichtiger.
Von Rodgau aus sind Frankfurt, Offenbach, Hanau, Darmstadt und Aschaffenburg kurze Wege. Das hilft bei der Begehung und am Hubtag, wenn wegen Wind verschoben werden muss. Was wir bei Lift & Shift und Schwerlastmontage insgesamt leisten, zeigt unsere Leistungsseite.
Was wir nicht übernehmen, sagen wir vorher klar. Den Kran und den Kranführer stellt das Kranunternehmen, das auch die Kranwahl und die Traglast rechnet. Untergrund, Decken und Lasten beurteilt der Tragwerksplaner. Wir sorgen dafür, dass alle Angaben zusammenkommen und die Last sicher dort ankommt, wo sie hingehört.
So machen wir das in der Praxis
Vier Einsätze aus unserem Auftragstagebuch zeigen, wie wir Kranhübe planen und begleiten – und wie oft Stellplatz, Zufahrt und Ausladung mehr zählen als das Gewicht.
Rechenzentrum in Raunheim: Der Stellplatz bestimmt den Kran
Beim Einsetzen von Dieseltanks an einem Rechenzentrum in Raunheim waren wir als verantwortliche Person für die Hubplanung beauftragt. Dazu gehörten der Liftplan, die Festlegung der Hebezeuge und die Prüfung der Anschlagpunkte. Die Kranstellplätze haben wir gemeinsam mit dem Kranunternehmen ausgemessen und kalkuliert. Vorher stand eine Bestandsaufnahme der Flächen. Schächte, Kanäle und Kellerschächte im Untergrund durften nicht belastet werden, also gab es nur wenige mögliche Standorte. Der Kran wurde nach den erlaubten Standflächen gewählt, nicht nach dem größten verfügbaren.
Die Zufahrt durch den Ort wurde per Schleppkurve ausgemessen, Toranlagen wurden abgebaut. Die Anschlagpunkte hatte der Hersteller aufgeschweißt. Wir haben die Schweißnähte vor Ort geprüft und die Hängegeometrie nachgerechnet. Die Bauhöhe des Gehänges kam zur Hubhöhe dazu. Weil der Kranführer die Grube nicht vollständig sah, stand die verantwortliche Person dort, wo Last und Ziel zugleich zu sehen waren, und führte das Absetzen an.
Für Ihren Hub heißt das: Prüfen Sie den Stellplatz, bevor jemand den Kran bestellt.
Rechenzentrum im Raum Frankfurt: Ausladung vor Gewicht, Tandemhub
Beim Einbringen von Notstromgeneratoren in ein Rechenzentrum im Raum Frankfurt wurde jeder Hub im Liftplan geplant: Lastannahmen, Anschlaggeometrie, Kranstellung, Ausladung, Bodenpressung und die Reihenfolge der Bewegungen. Der Generalunternehmer gab den Plan frei. Vor dem Angebot wurde der Weg vom Fahrzeug bis zum Fundament begangen. Die Erfahrung aus dem Einsatz: Das Gewicht war selten der limitierende Faktor. Ausladung, Standfläche und die Tragfähigkeit des Weges zählten mehr.
Wo ein Kran die Ausladung nicht schaffte oder das Bauteil eine bestimmte Lage brauchte, kam ein Tandemhub zum Einsatz. Die Lastverteilung auf beide Krane stand im Liftplan. Eine benannte Hebeaufsicht gab alle Kommandos, und die ganze Mannschaft wurde vorher eingewiesen.
Für Ihren Hub heißt das: Wenn die Reichweite nicht reicht, ist ein größerer Kran nicht die einzige Antwort.
Rechenzentrums-Baustelle in Frankfurt: Liftpläne vor dem ersten Hub
Bei der Einbringung von Loadbanks und Generatoren auf einer Rechenzentrums-Baustelle in Frankfurt lagen Aufstellflächen und Kranpositionen schon in der Planungsphase in einer Einbringzeichnung fest. Die Flächen waren eng. Jeder Hub war vorab berechnet und mit dem Betreiber abgestimmt – mit Lastgewichten, Ausladungen, Kranposition und Sicherheitsbereichen. Der Plan wurde im System des Betreibers freigegeben. Schwenkbereiche waren abgesperrt, und zwischen Kranführer, Riggern und Einsatzleitung lief die Verständigung ohne Unterbrechung.
Für Ihren Hub heißt das: Ein freigegebener Plan vor dem ersten Hub macht den Hubtag ruhig.
Netzersatzanlage im Rhein-Main-Gebiet: Kommandos, wenn der Kranführer nichts sieht
Bei der Wartung des Generators einer Netzersatzanlage in einem größeren Gebäudekomplex im Rhein-Main-Gebiet hob ein Kran die Baugruppen senkrecht aus dem Untergeschoss. Die Liftpläne prüften Durchgänge, den Platz beim Ausheben, Anschlagmittel, Hubmittel und die Tragfähigkeit der Hängepunkte. Transportwege und Kranstellflächen waren mit dem Betreiber abgestimmt. Der Kranführer sah die Last zeitweise nicht. Deshalb erfolgte jede Bewegung auf Kommando eines festen Ansprechpartners.
Für Ihren Hub heißt das: Wer nicht sieht, braucht eine klare Stimme – und die gehört in den Plan.
Sie wollen einen Kranhub planen?
Dann sprechen Sie uns an. Schicken Sie uns Fotos vom Stellplatz und vom Absetzpunkt und, wenn vorhanden, das Datenblatt der Last. Bei einer Begehung klären wir, was für den Hubplan noch fehlt.
Was das für Ihre Rolle bedeutet
Für Einkäufer: Fragen Sie nicht nur nach einem Kran, sondern nach einem Hub. Ein Angebot mit Begehung und Hubplan ist belastbarer als eine Kranmiete nach Gewicht. Klären Sie im Auftrag, wer Genehmigungen beantragt.
Für Planer: Halten Sie Absetzpunkt, Kranstellflächen und Zufahrten in den Unterlagen fest. Holen Sie den Tragwerksplaner früh dazu, wenn der Kran auf Hof, Decke oder Tiefgarage stehen soll.
Für Projektleiter und Bauleiter: Als Projektleiter sammeln Sie die sechs Angaben und halten den Termin mit Reserve. Als Bauleiter sorgen Sie vor Ort dafür, dass Stellplatz, Absperrung und Zufahrt am Hubtag frei sind.
Für Technische Leiter und Facility Manager: Sie kennen Leitungen, Schächte und Betriebsfenster am besten. Stellen Sie Bestandspläne bereit und benennen Sie einen Ansprechpartner für den Hubtag.
Für Geschäftsführung und Betreiber: Geben Sie dem Projekt den Vorlauf, den Genehmigungen und Abstimmungen brauchen.
Hubplan-Checkliste: Vorlage zum Anfordern
Die Hubplan-Checkliste ist ein einseitiges Arbeitsdokument für die erste Abstimmung. Sie enthält die sechs Angaben als Felder, jeweils mit Quelle und Status „geklärt“ oder „offen“. Dazu kommen Stellplatz mit Zufahrt und Leitungen im Boden, Genehmigungen und Absperrung, Abbruchkriterien, Freigaben und Unterschriften. Zahlenfelder sind bewusst nicht vorbefüllt – die Checkliste hilft Ihnen zu sehen, was vor dem Hub geklärt sein muss. Fordern Sie die Vorlage über unser Kontaktformular an – Stichwort „Hubplan-Checkliste“.
Warum Omega Mounting?
Wir sitzen in Rodgau bei Frankfurt, sind telefonisch (Mo–Fr 9–15 Uhr) und per WhatsApp erreichbar und planen Hübe für Einbringungen in Industrie und Rechenzentren. Die verlinkten Einsätze zeigen, wie wir an einen Hub herangehen. In Raunheim bestimmte der Stellplatz den Kran, im Raum Frankfurt half ein Tandemhub bei großer Ausladung. Auf der Baustelle in Frankfurt lag für jeden Hub vorher ein freigegebener Plan vor. Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner für Begehung, Hubplan, Anschlagen und Einweisen – abgestimmt mit Kranunternehmen und Tragwerksplaner.
Fazit
Wer einen Kranhub planen will, beginnt bei der Reichweite und nicht beim Gewicht. Absetzpunkt und Stellplatz ergeben die Ausladung, und die Ausladung bestimmt den Kran. Liefern Sie die sechs Angaben – Gewicht am Haken, Schwerpunkt und Maße, Absetzpunkt und Weg, Stellplatz und Untergrund, Hindernisse, Termin. Dann können Kranunternehmen, Tragwerksplaner und Hubplanung sauber arbeiten. Genehmigungen, Abbruchkriterien und ein Ersatztermin machen den Plan vollständig. Wenn Sie einen Hub vorbereiten, schicken Sie uns Fotos und Unterlagen – wir melden uns mit einem Termin für die Begehung und einer ehrlichen Einschätzung.
Sie planen Wartung, Einbringung oder Montage im Rhein-Main-Gebiet?
Erzählen Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück.
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Über den Autor
Tobias Schott
Geschäftsführer Omega Mounting GmbH, Rodgau · über 20 Jahre Praxis in Montage und Instandhaltung
Gelernter Mechatroniker und seit 2004 in Wartung, Instandhaltung und Industriemontage zu Hause – zuerst an der Seite seines Vaters, seit 2012 mit Omega Mounting: von der Elektrohängebahn in Frankfurt bis zur Krananlage im Hallenneubau. Plant und leitet als Lifting Appointed Person Hebearbeiten in Rechenzentren und auf Industriebaustellen im Rhein-Main-Gebiet, ist Ausbilder und Prüfer für Krane, Hubarbeitsbühnen und Teleskopmaschinen sowie Sicherheitsbeauftragter. Bei Einsätzen im Ausland kennt man ihn als „German Troubleshooter“ – der, den man ruft, wenn es auf der Baustelle klemmt. Was Qualität heißt, hat er nicht aus einem Handbuch, sondern von seinem Vater gelernt: Made in Germany als Anspruch an die eigene Arbeit, nicht als Etikett. Deshalb steht sie bei Omega Mounting an erster Stelle – vor Tempo und vor Preis. Die Ratgeber hier schreibt er aus dieser Praxis: Was auf unseren Baustellen funktioniert, steht drin – was nur in der Norm steht, nicht.
Häufig gestellte Fragen
Man klärt zuerst, wo die Last hin soll und wo der Kran stehen darf. Dann sammelt man die sechs Angaben: Gewicht am Haken, Schwerpunkt und Abmessungen, Absetzpunkt und Weg, Stellplatz und Untergrund, Hindernisse, Termin. Daraus entsteht ein Hubplan, den Kranunternehmen, Tragwerksplaner und Auftraggeber prüfen und freigeben. Am Hubtag folgen Einweisung, Probehub und Hub.
Weil die zulässige Last eines Krans mit der Ausladung sinkt. Muss eine leichte Last weit vom Kran entfernt abgesetzt werden, etwa hinter einem Gebäude, braucht es einen Kran, der in dieser Entfernung noch genug Reserve hat. Das ist oft ein deutlich größerer Kran, als das Gewicht allein vermuten lässt.
Es braucht Gewicht am Haken, Schwerpunkt und Abmessungen, Absetzpunkt und Weg der Last, Stellplatz mit Untergrund und Zufahrt, Hindernisse und Termin. Damit wählt es den Kran und rechnet Abstützung und Traglast.
Den Hubplan erstellt die Hubplanung, oft der Montage- oder Einbringungsbetrieb oder die verantwortliche Person für Hebearbeiten. Sie führt die Angaben von Auftraggeber, Kranunternehmen und Tragwerksplaner zusammen. Kranwahl und Traglast rechnet das Kranunternehmen, den Untergrund beurteilt der Tragwerksplaner.
Ja, wenn der Kran im öffentlichen Raum steht, also auf Straße, Gehweg oder Parkstreifen. Zuständig ist meist die Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder Gemeinde. Sie legt Absperrung und Beschilderung fest. Planen Sie Vorlauf ein und klären Sie im Auftrag, wer den Antrag stellt.
Bei zu starkem Wind wird nicht gehoben oder der Hub wird unterbrochen. Die Grenzen stehen in den Unterlagen des Krans und hängen auch von der Last ab, denn große Flächen fangen viel Wind. Die Entscheidung treffen Kranführer und verantwortliche Person. Ein Ersatztermin gehört deshalb in jeden Plan.
Das Kranunternehmen ermittelt die Kräfte unter den Stützen. Der Tragwerksplaner beurteilt, ob der Untergrund sie aufnimmt, bei Bedarf mit einem Bodengutachten. Bestandspläne zeigen Schächte, Kanäle und Leitungen. Lastverteilplatten unter den Stützen verteilen die Kraft auf eine größere Fläche.
Zur Last am Haken zählen Anlage, Anschlagmittel, Schäkel, Traverse oder Lastrahmen und Füllungen wie Öl oder Wasser. Ob Hakenflasche und Seil schon eingerechnet sind, klärt das Kranunternehmen.
Eine kurze Anfrage mit drei Angaben: was gehoben wird, wo es hin soll und wo der Kran stehen könnte. Fotos und ein Lageplan helfen. Wir vereinbaren eine Begehung und sagen Ihnen, was für den Hubplan noch fehlt. Ansprechpartner ist Tobias Schott – erreichbar über unser Kontaktformular.