- Projektreport – Kabeltrommel verladen im Hafen Aschaffenburg
Kabeltrommel UV-sicher einhausen und verladen im Hafen Aschaffenburg
Wie drei Monteure eine rund 22 Tonnen schwere Kabeltrommel in wenigen Stunden mit zwei Lagen Sonderplane einhausten – mit einer Befestigung, die es vorher nicht gab
Der Tieflader war schon auf dem Weg. Die Sonderplane lag beim Fahrer im Auflieger. Und erst an der Verladestelle im Hafen Aschaffenburg zeigte sich, was fehlte: Die Plane hatte Ösen, sauber gefertigt, im richtigen Maß, rundum. Nur gab es weder Haltepunkte an der Trommel noch die Verbindungselemente, um beides zusammenzubringen. Angekündigt war ein komplettes Befestigungssystem. Geliefert wurde eine Plane.
Ab diesem Moment zählte jede Minute. Ein Tieflader an der Verladestelle wartet nicht, und das Kabel sollte UV-geschützt auf die Straße gehen.
Genau an dieser Stelle kam unser Team ins Spiel: drei Monteure der Omega Mounting Crew, ein Einsatztag, ein Reachstacker des Hafenbetriebs – und am Ende ein beladener Tieflader mit einer Trommel, deren Kabel rundum geschützt war. Die Befestigungslösung ist vor Ort entstanden, aus vorhandenem Material, einem kurzen Weg zum Zulieferer und einem Team, das die Aufgabe aufgeteilt hat, statt den Termin zu verschieben.
Project profile
- Scope: Transportvorbereitung einer großen Kabeltrommel für den Straßentransport – Anbringen einer UV-Schutzplane in zwei Lagen über dem gesamten Kabelwickel, Entwicklung und Ausführung der kompletten Befestigungslösung vor Ort, Beschaffung des fehlenden Befestigungsmaterials während des laufenden Einsatzes, Begleitung des Hebevorgangs und Einweisung des Gerätefahrers, Verladen und Sichern der Trommel auf dem Tieflader
- Team: 3 Monteure der Omega Mounting Crew
- Project duration: ein Einsatztag – die Verladung war innerhalb weniger Stunden abgeschlossen
- Location: Umschlagfläche im bayernhafen Aschaffenburg
- Gewicht: rund 22 Tonnen, Trommel inklusive Kabel
- Hebetechnik: Reachstacker des Hafenbetriebs mit Kettengehänge am Spreader
- Client: Kabelhersteller – auf Kundenwunsch nicht namentlich genannt
- Special feature: Das angekündigte Befestigungsmaterial fehlte bei Anlieferung – die komplette Lösung entstand an der Verladestelle
- Result: Kabel unter zwei Lagen Sonderplane, Trommel verzurrt auf dem Tieflader, Verladetermin gehalten
Warum muss ein Kabel auf der Trommel vor UV-Strahlung geschützt werden?
Weil der Kunststoffmantel altert, sobald er ungeschützt in der Sonne liegt. Energie- und Mittelspannungskabel tragen außen einen Mantel aus Polyethylen oder PVC, und der reagiert empfindlich auf UV-Strahlung: Die Molekülketten brechen auf, der Mantel wird spröde, es entstehen feine Haarrisse. Über diese Risse kommen später Feuchtigkeit und Schmutz an Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben – an die Leitschicht, an den Schirm, im ungünstigsten Fall an die Isolierung.
Das ist kein Schaden, den man beim Abrollen sieht. Er zeigt sich Jahre später, wenn das Kabel längst verlegt ist.
Dazu kommt der Regen. Auf einer offenen Trommel läuft Wasser zwischen die Lagen und bleibt dort. Ein tagelang nass gewickeltes Kabel will kein Betreiber übernehmen, und keine Eingangsprüfung lässt das durchgehen.
Bei dieser Trommel kam beides zusammen: Sie stand vor der Verladung mehrere Monate auf der Umschlagfläche im Hafen – Sommer, Sonne, Regen, alles ungeschützt auf dem Wickel. Spätestens für die Fahrt sollte damit Schluss sein.
Für den Transport heißt das: Nicht die Trommel muss geschützt werden, sondern das Kabel darauf. Die Trommel ist Transportmittel, das Kabel ist der Wert. Deshalb hatte der Auftraggeber eine Plane in Sondermaß fertigen lassen, die genau um diesen Wickel passt – groß genug für zwei volle Lagen, damit auch an den Stößen keine Fläche offen bleibt.
Wie wird eine 22 Tonnen schwere Kabeltrommel mit einer Plane eingehaust?
Im Hängen – anders geht es nicht. Solange die Trommel auf dem Boden steht, liegt ein Teil des Wickels auf der Aufstandsfläche und ist unerreichbar. Man kann eine Trommel dieser Größe auch nicht kurz zur Seite rollen, um die letzte Bahn nachzuziehen.
Deshalb wurde die Trommel vom Reachstacker angehoben, in der Schwebe gehalten und die Plane von oben über den Wickel gelegt und zweimal um den Umfang geführt. Auf den Fotos ist dieser Moment gut zu erkennen: Die Trommel hängt am Kettengehänge, zwei Monteure führen und spannen das Planenmaterial, der dritte arbeitet oben auf der Trommel und richtet die Lagen aus.
Das ist die Stelle, an der aus einer scheinbar einfachen Aufgabe echte Montagearbeit wird. Eine Plane dieser Größe hat Fläche, und Fläche hat bei jedem Windstoß Zug. Dazu kommt die Abstimmung mit dem Fahrer des Hebegeräts: Jede Bewegung der Last musste angesagt sein, bevor sie ausgeführt wurde. Erst als beide Lagen sauber und faltenfrei anlagen, wurde die Trommel auf dem Tieflader abgesetzt.
Was passiert, wenn das angekündigte Befestigungsmaterial nicht mitkommt?
Man beschafft es – während der Lkw steht.
Geplant war, dass die Sonderplane zusammen mit dem passenden Befestigungssystem geliefert wird. Angekommen ist die Plane: sauber gefertigt, im richtigen Maß, mit umlaufenden Ösen. Nur waren die Ösen ohne Gegenstück wertlos. Es fehlten die Haltepunkte an der Trommel selbst und die Verbindungselemente, um Plane und Trommel überhaupt miteinander zu koppeln.
Erschwerend kam die Kette dahinter: Die Plane wurde vom Auftraggeber direkt an den Spediteur geschickt und erst von diesem mit auf die Verladestelle gebracht. Vor der Anlieferung konnte also niemand prüfen, was tatsächlich im Paket liegt – und der Fahrer war zu diesem Zeitpunkt schon auf dem Weg. Der Fehler fällt in solchen Konstellationen strukturell immer erst dann auf, wenn er am teuersten ist.
Statt den Termin zu kippen, hat das Team die Aufgabe aufgeteilt. Zwei Monteure haben vor Ort weitergearbeitet und die Trommel für den Hub sowie die Planenführung vorbereitet, während der dritte parallel bei unseren Zulieferern das benötigte Material besorgt hat. Zurück kam er mit Spanngurten, Klemmschellen, Drahtseilen und Kabelbindern.
Daraus ist die Befestigung entstanden: Klemmschellen und Drahtseile bilden die Haltepunkte am Trommelflansch, die es vorher nicht gab. Die Spanngurte nehmen die Zugkräfte auf und legen die Plane stramm um den Wickel. Die Kabelbinder sichern die Planenränder und die Ösenreihen gegen Flattern – die vielen kleinen Punkte, an denen Fahrtwind sonst ansetzt und aus einer losen Ecke über 300 Kilometer einen Riss macht.
Der Anspruch dabei: Die Befestigung muss den Fahrtwind über die gesamte Transportstrecke aushalten – und sich am Zielort zerstörungsfrei wieder abnehmen lassen. Eine verschraubte oder verschweißte Lösung wäre schneller gewesen, hätte aber die Trommel beschädigt, die anschließend wieder in den Umlauf geht.
Für den Kunden war das der Unterschied zwischen „das Kabel geht heute auf die Reise“ und „der Tieflader fährt leer zurück“.
Worauf kommt es beim Arbeiten an der schwebenden Last an?
Auf drei Dinge: klare Kommandos, eine gesicherte Position und ein Gerätefahrer, der die Last ruhig hält.
Eine hängende Trommel ist kein stabiler Arbeitsplatz. Sie pendelt, sie dreht sich, und sie reagiert auf jede Gewichtsverlagerung. Wer daran arbeitet, muss wissen, wo die Last im nächsten Moment steht. Deshalb gab es genau einen Einweiser mit Sichtkontakt zum Fahrer des Reachstackers – Handzeichen statt Zurufe, jede Bewegung angesagt, keine Bewegung während jemand am Wickel arbeitet.
Unsere Monteure sind SCC-zertifiziert und für Arbeiten unter und an schwebenden Lasten geschult. Auf dem Hafengelände kam die Abstimmung mit dem Hafenbetrieb dazu: Der Reachstacker, das Gehänge und die Umschlagfläche gehören dem bayernhafen Aschaffenburg, der Verkehr drumherum läuft weiter. Wir arbeiten in solchen Situationen im Takt der anderen Beteiligten mit, statt einen eigenen Ablauf zu verlangen.
Improvisation gehört an dieser Stelle ausdrücklich nicht dazu. Improvisiert wurde bei der Befestigung der Plane – also am Material. Nicht an der Sicherheit.
Warum lohnt sich ein Montagepartner an der Verladestelle?
Weil zwischen Spedition, Hafenbetrieb und Auftraggeber regelmäßig eine Zuständigkeitslücke klafft.
Der Spediteur stellt Fahrzeug und Ladungssicherung. Der Hafen stellt das Hebegerät und die Fläche. Der Auftraggeber liefert Ware und Vorgaben. Aber niemand ist dafür zuständig, an der Last selbst zu arbeiten: eine Plane anbringen, eine Halterung setzen, eine Sonderkonstruktion improvisieren, oben auf einer schwebenden Trommel stehen und dort Hand anlegen.
Genau das ist unsere Rolle. Wir bringen Werkzeug, Material und die Bereitschaft mit, vor Ort eine Lösung zu entwickeln, die vorher nicht auf dem Papier stand. Und wir sind schnell da: Von unserem Firmensitz in Rodgau sind es rund 35 Kilometer nach Aschaffenburg.
Why Omega Mounting?
- Lösung statt Rückfrage: Das angekündigte Befestigungsmaterial fehlte. Wir haben die Haltepunkte an der Trommel selbst geschaffen – am selben Tag, an der Verladestelle.
- Kurzer Draht zu Zulieferern: Während zwei Monteure weiterarbeiteten, war der dritte schon beim Lieferanten. Fehlendes Material stoppt bei uns keinen Termin.
- Arbeiten an der schwebenden Last: Abstimmung mit dem Gerätefahrer, klare Kommandos, gesicherte Arbeit an und auf der Trommel – SCC-zertifiziertes Personal, keine Improvisation bei der Sicherheit.
- Tempo im Umschlagbetrieb: Ein Tieflader an der Verladestelle kostet Geld. Nach wenigen Stunden war er beladen und unterwegs.
- Schnittstellen-Kompetenz: Spedition, Hafenbetrieb, Auftraggeber – wir arbeiten in fremden Abläufen mit, ohne sie auszubremsen.
- Wir kannten diese Trommel bereits: Im Frühjahr 2026 haben wir ihre beschädigte Rohrwelle im selben Hafen im WIG-Verfahren instand gesetzt – bei voll aufgetrommeltem Hochspannungskabel.
- Rooted in the region: Von Rodgau aus sind wir in Aschaffenburg, Hanau, Seligenstadt, Offenbach und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet schnell vor Ort – und bundesweit im Einsatz.
Dieselbe Trommel, zweiter Einsatz
Diese Trommel kannten wir schon. Im Frühjahr 2026 haben wir im selben Hafen ihre zentrale Rohrwelle instand gesetzt: Sie war durch unsachgemäßes Anschlagen an mehreren Stellen gerissen und verformt. Repariert wurde am Stück, im WIG-Verfahren, mit passgenauen Rohrsegmenten aus einer Spendertrommel – und das mehrere Tonnen schwere Hochspannungskabel blieb während der gesamten Instandsetzung aufgetrommelt. Der Fall ist im Auftragstagebuch unter Kabeltrommel reparieren im Hafen Aschaffenburg dokumentiert.
Danach stand die Trommel mehrere Monate im Hafen. Bei der Verladung im September trug die reparierte Welle das volle Gewicht des Wickels ohne Beanstandung – gehoben am Kettengehänge, in der Schwebe eingehaust, auf den Tieflader gesetzt.
Für uns ist das der beste Beleg, den eine Reparatur bekommen kann: Sie hält, wenn es darauf ankommt. Und für den Kunden bedeutet es, dass beide Aufgaben – Instandsetzung und Transportvorbereitung – von einem Team kamen, das die Anlage bereits kannte.
Conclusion
Eine Sonderplane ohne Befestigungssystem, eine rund 22 Tonnen schwere Trommel und ein Spediteur, der bereits auf dem Hof stand: Am Ende des Einsatztages war der Tieflader beladen und das Kabel unter zwei Lagen Plane vor Sonne und Regen geschützt. Die Haltepunkte, die dafür nötig waren, gab es morgens noch nicht.
Wenn bei Ihnen eine Last transportfertig gemacht, gesichert, verpackt oder umgeschlagen werden muss – und Sie jemanden brauchen, der vor Ort auch dann weiterarbeitet, wenn etwas fehlt: Genau dafür gibt es uns.
Request a callback for your project now – erzählen Sie uns kurz, worum es geht, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück. Omega Mounting GmbH, Hügelstraße 5, 63110 Rodgau. Als Montageunternehmen aus dem Landkreis Offenbach sind wir in Aschaffenburg, Hanau, Seligenstadt, Offenbach und Frankfurt schnell vor Ort – und bundesweit im Einsatz. 100 % kostenlos und unverbindlich.
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Frequently asked questions
Weil der Kunststoffmantel unter UV-Einwirkung altert: Er wird spröde und bekommt feine Risse, über die später Feuchtigkeit eindringen kann. Bei längerer Lagerung oder Transport im Freien ist eine Abdeckung deshalb kein Luxus, sondern Werterhalt. Geschützt werden muss das Kabel, nicht die Trommel.
Die Plane wird über die angehobene Trommel geführt, in zwei Lagen um den Wickel gelegt und anschließend an der Trommelkonstruktion und gegen den Auflieger gesichert – nicht am Kabel selbst. In diesem Fall haben wir die Haltepunkte mit Klemmschellen und Drahtseilen am Flansch geschaffen, mit Spanngurten gespannt und die Ränder mit Kabelbindern gegen Flattern gesichert. Entscheidend ist, dass die Befestigung Fahrtwind aushält und sich am Zielort zerstörungsfrei wieder lösen lässt.
Kurzfristige Einsätze sind unser Normalfall – auch abends, am Wochenende und an Feiertagen. Bei diesem Projekt war die Verladung innerhalb weniger Stunden abgeschlossen. Von Rodgau nach Aschaffenburg sind es rund 35 Kilometer. Ein Anruf genügt für eine erste belastbare Einschätzung.
Wir arbeiten weiter, statt zu vertagen. Bei diesem Projekt hatte die gelieferte Sonderplane zwar Ösen, aber es fehlten die Haltepunkte an der Trommel und die Verbinder – bemerkt wurde das erst bei Anlieferung durch den Spediteur. Wir haben das Team aufgeteilt, das fehlende Material bei unseren Zulieferern beschafft und die Befestigung vor Ort aufgebaut. Der Verladetermin wurde gehalten.
Unser Personal ist SCC-zertifiziert, wir arbeiten mit Gefährdungsbeurteilung und dokumentiertem Ablauf. Für Einsätze in Sicherheits- und Sonderbereichen verfügen wir zusätzlich über Flughafenausweise, die Avetta-Zertifizierung und eine Bergwerkszulassung.
In diesem Fall der Hafenbetrieb: Die Trommel wurde mit einem Reachstacker des bayernhafen Aschaffenburg und einem Kettengehänge am Spreader gehoben. Wir übernehmen dann die Arbeit an der Last und die Einweisung – Mobilkran oder eigenes Hebezeug bringen wir mit, wenn vor Ort nichts verfügbar ist.
Ja. Von Rodgau aus sind wir in Aschaffenburg, Hanau, Seligenstadt und dem gesamten Main-Korridor in kurzer Zeit vor Ort – und bundesweit im Einsatz. Im Hafen Aschaffenburg haben wir bereits mehrfach gearbeitet, unter anderem an der Schweißinstandsetzung einer Kabeltrommel.
Ja. Im Frühjahr 2026 haben wir an derselben Trommel im selben Hafen die beschädigte Rohrwelle im WIG-Verfahren instand gesetzt – ohne das Hochspannungskabel abzuspulen. Danach stand sie mehrere Monate im Hafen, bis sie im September verladen wurde. Die reparierte Welle trug bei der Verladung das volle Gewicht ohne Beanstandung.
Das hängt von Teamgröße, Dauer und benötigtem Material ab. Rufen Sie uns an oder schildern Sie uns die Aufgabe kurz – wir sagen Ihnen ehrlich, was machbar ist und was es kostet.