160 PDCs in einem Datacenter einbringen und aufstellen – Lift & Shift in 8 Datenhallen im Rhein-Main-Gebiet

Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden
Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden

Verteilt über vier Ebenen vom Keller bis ins 2. OG: 6 Lift-&-Shift-Mechaniker stellen 160 Power Distribution Cabinets millimetergenau auf – bereit für den elektrischen Anschluss

Wenn ein neues Rechenzentrum ausgebaut wird, kommt irgendwann der Moment, in dem hunderte tonnenschwere Schränke exakt dorthin müssen, wo sie jahrzehntelang stehen sollen. Genau dieser Moment war unser Auftrag.

In einem Datacenter im Rhein-Main-Gebiet durften wir die kompletten PDCs (Power Distribution Cabinets) einbringen und aufstellen: 160 Stück, verteilt auf 8 Datenhallen – jede Halle mit 20 PDCs in zwei Reihen à 10 Schränken.

Unser Team übernahm den gesamten mechanischen Prozess: vom Transport ins Gebäude über die Verteilung auf vier Ebenen – Keller, Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss, die oberen Etagen per Schwerlastaufzug –, das Auspacken aus den Holzkisten, das Anheben von den Paletten bis zur laservermessenen Positionierung – ausgerichtet und vorbereitet für die elektrischen Anschlussarbeiten, die im Anschluss durch das Elektro-Gewerk erfolgten.

Projekt-Steckbrief

Performance

Was ist ein PDC?

Ein PDC (Power Distribution Cabinet) ist ein zentraler Stromverteilerschrank im Rechenzentrum: Er nimmt die Energie aus der Hauptverteilung auf und verteilt sie kontrolliert an die Server-Racks der Datenhalle. Die Schränke sind vollgepackt mit Schalt- und Verteiltechnik – entsprechend schwer und empfindlich zugleich.

In modernen Datacentern stehen PDCs in langen Reihen entlang der Datenhallen, angebunden über Kabeltrassen an der Decke. Ihre Position ist auf den Millimeter geplant: Jeder Schrank muss exakt unter seinem Kabelabgang und in der Flucht seiner Reihe stehen.

Für die Montage bedeutet das: 160-mal derselbe präzise Ablauf – ohne dass Ermüdung oder Routine zu Fehlern führen dürfen.

Wie verteilt man 160 PDCs auf vier Etagen?

Ebene für Ebene, Schrank für Schrank. Die Datenhallen verteilen sich über vier Etagen des Gebäudes: Keller, Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss – im 2. OG allein standen 40 PDCs. Nach der Anlieferung wurden die in Holzkisten verpackten PDCs ins Gebäude transportiert, über den Schwerlastaufzug auf ihre jeweilige Ebene gebracht und in den Datenhallen abgestellt.

Die Fotos zeigen die Dimension des Projekts: ganze Reihen von Transportkisten, aufgereiht in den Hallen, dazu die bereits vorbereiteten Kabeltrassen an der Decke. Die Logistik – welche Kiste wann auf welche Ebene und in welche Halle kommt – war dabei ein eigenes Planungsthema: Bei 160 Schränken, vier Etagen, einem Schwerlastaufzug als Nadelöhr und mehreren Wochen Projektlaufzeit muss der Materialfluss genauso getaktet sein wie die Montage selbst.

Die Holzkisten unter den vorbereiteten Kabeltrassen
Die Holzkisten unter den vorbereiteten Kabeltrassen

Auspacken und Anheben: Smartlift und Traversen-Hubgestell

Beim Aufbau ging es zunächst darum, die PDCs aus ihren Holzkisten zu entpacken und alles so vorzubereiten, dass sie sicher von ihren Paletten kommen.

Dafür kamen zwei Hebeverfahren zum Einsatz: der Smartlift, der die verpackten Schränke kontrolliert aufnimmt und verfährt – und ein Hubgestell aus Aluminiumtraversen mit Kettenzug, mit dem die PDCs von der Palette auf ihre eigenen Füße gehoben wurden. Das Portal aus Traversen ist auf den Fotos gut zu erkennen: Der Schrank hängt an Rundschlingen im Kettenzug, wird angehoben, die Palette wird entnommen, und der PDC setzt sanft auf dem Hallenboden auf.

Diese Kombination ist ideal für Datenhallen: kompakt, leise, emissionsfrei – und präzise genug, um empfindliche Elektrotechnik ohne Erschütterungen zu bewegen.

Laservermessung: Millimeterarbeit mal 160

Bevor auch nur ein Schrank seine endgültige Position erreichte, wurde die komplette Halle laservermessen. Auf Basis der Vermessung wurden die Absetzpositionen aller PDCs exakt markiert – auf den Fotos sind die Markierungslinien auf dem Bodenschutz gut zu sehen.

Anschließend wurde jeder PDC an seine Position gestellt, in der Flucht seiner Reihe ausgerichtet und exakt unter seinem Kabelabgang positioniert. Bei zwei Reihen à 10 Schränken pro Halle fällt jede Abweichung sofort auf – die Flucht muss über die gesamte Reihenlänge stimmen.

Erst wenn Position, Flucht und Ausrichtung passen, wird der Schrank fixiert und für das nächste Gewerk freigegeben.

Kontrolliertes Verfahren des PDC am Smartlift
Kontrolliertes Verfahren des PDC am Smartlift
Die laservermessene Halle mit markierten Absetzpositionen
Die laservermessene Halle mit markierten Absetzpositionen

Saubere Schnittstelle: Vorbereitung für die Elektrik

Die elektrischen Anschlussarbeiten gehörten bei diesem Projekt nicht zu unserem Auftrag – sie wurden im Anschluss durch das Elektro-Gewerk ausgeführt. Genau deshalb war die saubere Übergabe entscheidend: Jeder PDC stand exakt an seiner vermessenen Position, ausgerichtet und bereit für den Anschluss an die vorbereiteten Kabeltrassen.

Diese klare Gewerke-Trennung ist im Datacenter-Bau Alltag – und funktioniert nur, wenn jedes Gewerk seine Schnittstelle präzise bedient. Ein schief stehender oder falsch positionierter Schrank würde beim Elektro-Team sofort zu Verzögerungen führen. Bei 160 Schränken gab es genau null Nacharbeiten.

Schutz der fertigen Datenhallen

Wie bei allen Einsätzen in fertigen Datacentern galt: kein Kratzer an Boden oder Bestandstechnik. Sämtliche Fahr- und Arbeitswege waren mit Schutzplatten und Vlies ausgelegt, die Wände der Hallen geschützt abgehängt.

Alle Maschinenbewegungen erfolgten kontrolliert auf den geschützten Wegen – über mehrere Wochen, in acht Hallen, ohne eine einzige Beschädigung.

Ausgerichtet und bereit für den elektrischen Anschluss
Ausgerichtet und bereit für den elektrischen Anschluss
Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden
Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden

Warum Omega Mounting für Datacenter-Rollouts?

Nach CRAH Units und Loadbanks ist dieses Projekt der nächste Baustein unserer Datacenter-Erfahrung – diesmal als mehrwöchiger Serien-Rollout:

Fazit

160 PDCs, 8 Datenhallen, 6 Mechaniker, mehrere Wochen – und am Ende steht jeder Schrank millimetergenau an seiner laservermessenen Position, bereit für den elektrischen Anschluss.

Dieses Projekt zeigt eine Seite von Lift & Shift, die oft unterschätzt wird: die Serienpräzision. Einen Schrank exakt zu stellen ist Handwerk – 160 Schränke in gleichbleibender Qualität zu stellen ist Prozessdisziplin. Genau die bringen unsere Teams in jedes Datacenter-Projekt mit.

Sie planen einen Rollout in Ihrem Datacenter?

Ob PDCs, CRAH Units, Loadbanks oder Racks: Wir übernehmen Einbringung, Aufstellung und Positionierung – millimetergenau, dokumentiert und sauber an die Folgegewerke übergeben. Von Rodgau aus sind wir an den Datacenter-Standorten im Rhein-Main-Gebiet – Frankfurt, Offenbach, Hanau – in kürzester Zeit vor Ort.

Sprechen Sie uns an – jetzt Rückruftermin für Ihr Projekt anfragen.

Bildergalerie zum Einsatz

Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden
Verpackte PDCs an ihren Positionen auf dem geschützten Hallenboden

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Häufig gestellte Fragen

Ein PDC (Power Distribution Cabinet) ist ein Stromverteilerschrank, der die Energie aus der Hauptverteilung aufnimmt und an die Server-Racks der Datenhalle verteilt. PDCs stehen in langen Reihen in den Datenhallen und werden über Kabeltrassen an der Decke angebunden.

Per Schwerlastaufzug und Lift-&-Shift-Technik: Die in Holzkisten verpackten Schränke werden ins Gebäude transportiert, auf ihre jeweilige Ebene gefahren – bei diesem Projekt vom Keller bis ins 2. OG – und in den Datenhallen zwischengelagert. Zum Aufstellen werden sie ausgepackt und mit Smartlift oder Traversen-Hubgestell von der Palette auf ihre Füße gehoben.

Bei diesem Projekt mit einem Hubgestell aus Aluminiumtraversen und Kettenzug: Der Schrank wird angeschlagen, angehoben, die Palette entnommen und der PDC kontrolliert auf dem Hallenboden abgesetzt – erschütterungsfrei und ohne Kippen, was bei der empfindlichen Elektrotechnik entscheidend ist.

Weil jeder PDC exakt unter seinem Kabelabgang und in der Flucht seiner Reihe stehen muss. Die Laservermessung überträgt die Planungsdaten auf den Hallenboden; jede Absetzposition wird markiert, bevor der erste Schrank steht. So stimmt die Flucht auch über Reihen von 10 Schränken.

Bei diesem Projekt nicht – die Anschlussarbeiten erfolgten durch das Elektro-Gewerk. Unsere Aufgabe war die mechanische Seite: Einbringung, Aufstellung, Ausrichtung und die saubere Übergabe an die Elektrik. Je nach Projekt können unsere Mechatroniker-Teams auch Anschlussarbeiten übernehmen.

Unser Firmensitz liegt in Rodgau, mitten im Rhein-Main-Gebiet – einem der größten Datacenter-Standorte Europas. Einsätze in Frankfurt und Umgebung gehören zu unserem Kerngeschäft; überregionale Projekte übernehmen wir deutschlandweit.

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